systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

29. Juni 2026
von Tom Levold
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Prozessdynamik, Embodiment und systemische Empirie: Wolfgang Tschacher zum 70. Geburtstag

Noch ein Jubiläum: heute feiert Wolfgang Tschacher seinen 70. Geburtstag und systemagazin gratuliert von Herzen. Wir können einen Forscher würdigen, der zur Psychotherapiewissenschaft ganz wesentliche Beiträge zur Frage geleistet hat, wie therapeutische Prozesse im Detail verlaufen. Weiterlesen

26. Juni 2026
von Tom Levold
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Das Handwerk Virginia Satirs

Heute, am 26. Juni 2026, wäre Virginia Satir 110 Jahre alt geworden. Die Familientherapeutin, die als Pionierin und eine der  bekanntesten Vertreterinnen ihres Fachs gilt, hat auf eine besondere Art gearbeitet. Aus Anlass des Jubiläums lohnt ein genauerer Blick auf einen Text, der die Techniken von Satir genauer untersucht hat. Weiterlesen

22. Juni 2026
von Tom Levold
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Der Leser des Feldes: Wolfgang Loth zum 75. Geburtstag

Heute feiert Wolfgang Loth seinen 75. Geburtstag und systemagazin gratuliert von Herzen. Wer öfter im systemagazin blättert, kennt Wolfgang Loth seit langem – kein anderer Gastautor hat so viele Beiträge in den letzten 20 Jahren beigesteuert wie er, oft sind es Wiederveröffentlichungen von Texten aus den verschiedenen systemischen Fachzeitschriften. Wer diese Beiträge verfolgt, findet sich auf der Spur eines langjährigen Lektürevorgangs, einer schier endlosen Reihe von Rezensionen, Essays und kleineren Interventionen, die sich durch die Jahrzehnte ziehen und in ihrer Summe ein eigenes Bild des systemischen Feldes entwerfen. Weiterlesen

18. Juni 2026
von Tom Levold
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GenoEasy: Genogramme auf Rechner und iPad

Das Zeichnen von Genogrammen kann bei größeren und komplexeren Familiensystemen herausfordernd werden, wenn die Zeichenfläche voll und kein Platz mehr für Erweiterungen vorhanden ist oder die Elemente neu geordnet werden müssten, damit die Darstellung noch übersichtlich bleibt.
Deshalb hat es immer wieder Software-Programme zur Erstellung von Genogrammen gegeben, die über eine vereinfachte Eingabe von Daten in dafür vorgesehenen Masken zu einer entsprechenden Ausgabe führen, die sich auch im Nachhinein noch an Änderungen und Erweiterungen anpassen kann.
Ein neues Programm auf dem Markt ist das von Dag Zippel erstellte GenoEasy, Weiterlesen

14. Juni 2026
von Tom Levold
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Wenn moralische Sensibilität in Bevormundung und Ideologie umschlägt

In den sogenannten „westlichen“ Gesellschaften ist seit einigen Jahren eine zunehmende Moralisierung öffentlicher Selbst- und Weltdeutungen zu beobachten. Das spricht einerseits für eine gesteigerte Sensibilisierung für moralische Themen, andererseits für eine problematische, weil normative Einengung sozialer Diskurse.

Auch im systemischen Feld stellt sich verschärft die Frage, wann moralische Sensibilität in Bevormundung und Ideologie umschlägt. Diese Frage wird im systemagazin seit längerem verhandelt – etwa in Debatten über professionelle Identität, den ideologisch aufgeladenen Aktivismus in den systemischen Verbänden oder den Umgang systemischer Praxis mit normativen Zumutungen. Weiterlesen

11. Juni 2026
von Tom Levold
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Marianne Krüll wird 90

Heute wird Marianne Krüll 90 Jahre alt und systemagazin gratuliert von Herzen. In der heutigen systemischen Szene ist sie wohl nicht mehr vielen bekannt, hat sie doch in den letzten 20 Jahren zunehmend weniger in den einschlägigen Journals veröffentlicht. Weiterlesen

7. Juni 2026
von Tom Levold
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Verwaltung der vagen Dinge revisited

Vor 15 Jahren erschien Peter Fuchs‘ Buch über die Verwaltung der vagen Dinge, eine systemtheoretische Reflexion über die Besonderheit der Psychotherapie. Aus diesem Grund erscheint hier ein ausführlicher (und durchaus kritischer) Rezensionsessay von Wolfgang Loth, den dieser zum Erscheinen des Buches 2011 in der Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung veröffentlicht hat. Weiterlesen

4. Juni 2026
von Tom Levold
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Esoterik – Unmögliche Kontingenz: Zur Funktionslogik des Paranor­malen

Esoterik – Unmögliche Kontingenz: Zur Funktionslogik des Paranor­malen. Unter diesem Titel hat Uli Reiter, freischaffender Künstler und Systemtheoretiker, in der Reihe „Systemische Forschung“ im Carl-Auer-Verlag ein Buch veröffentlicht, das den Verlagsinformationen zufolge Esoterik „nicht als Irrtum, Trugbild oder Glaubensform [behandelt], sondern als eigenes soziales Phänomen, das sich entlang gesellschaftlicher Lücken, Paradoxien und Anschlussprobleme ausdifferenziert“. Weiterlesen

31. Mai 2026
von Tom Levold
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Edgar Morin (8.7.1921–29.5.2026): Das Denken in Verflechtungen

Am 30. Mai 2026 ist Edgar Morin in Paris im hohen Alter kurz vor seinem 105. Geburtstag gestorben. Mit ihm verliert die intellektuelle Welt einen der letzten Denker des 20. Jahrhunderts, der es unternommen hatte, der Zersplitterung des wissenschaftlichen Wissens in zahllose Einzeldisziplinen mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Komplexität und Transdisziplinarität entgegenzuarbeiten. Weiterlesen

14. Mai 2026
von Tom Levold
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Ein Plädoyer für intellektuelle Vielfalt und agonalen Streit

Maria-Sibylla Lotter, Philosophieprofessorin der Ruhr-Universität Bochum, stellte in der Zeitschrift Forschung & Lehre 10/2024 die Frage „Ist der freie wissenschaftliche Diskurs in Gefahr?“ Der Text, der hier auch online frei lesbar ist, diagnostiziert eine zunehmende Gefährdung des freien wissenschaftlichen Diskurses durch moralisch-ideologische Erwartungen, mediale Dynamiken und innerakademische Konformitätszwänge – und argumentiert, dass Gerechtigkeitsanliegen ohne Vorrang der Wahrheitssuche selbst geschwächt werden. Diese Problemanzeige lässt sich relativ unmittelbar auf ideologische Tendenzen im systemischen Diskurs übertragen, in dem ähnliche Mechanismen von Moralismus, Sprachpolitik und Schweigespirale zu beobachten sind. Weiterlesen

12. Mai 2026
von Tom Levold
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Paradoxien als ein Zugang zu systemischer Therapie

Florian Koschitz hat 2018 einen Beitrag mit dem Titel „Ich will so bleiben, wie ich bin – nur anders! Paradoxien als ein Zugang zu systemischer Therapie“ veröffentlicht – eine systematische Perspektive auf Paradoxien als therapeutisches Erkennungs- und Interventionsinstrument. Seine zentrale These lautet, dass sich viele therapeutische Anliegen als innere Widersprüche oder Paradoxien beschreiben lassen, deren Erkennen den Weg zur Veränderung eröffnet. Weiterlesen

6. Mai 2026
von Tom Levold
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Erkenntnis und andere Merkwürdigkeiten – Wo ist Dell geblieben?

2020 ist in der Zeitschrift systeme ein Essay von Wolfgang Loth über Paul Dell und seinen Beitrag zur Entwicklung des systemischen Diskurses in den 1980er Jahren erschienen. Dieser Text ist weit mehr als eine Buchbesprechung. Er rekonstruiert detailliert die Rezeptionsgeschichte von Paul F. Dells 1986 erschienenen Buches „Klinische Erkenntnis” und dessen weitere konzeptuelle Entwicklung. Weiterlesen