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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Die Thematisierung von Sinnverlust und der spirituellen Ressourcen in psychosozialen Unterstützungsprozessen traumatisierter Personen

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Jürgen Beushausen, systemagazin-Lesern nicht unbekannt, ist ausgebildeter Sozialarbeiter, Diplompädagoge und promovierter Sozialwissenschaftler (Dr. rer. pol.). Nach seinem Studium  absolvierte er Ausbildungen als Familientherapeut, systemischer Therapeut und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Beruflich war er langjährig in der Suchtkrankenhilfe tätig, arbeitete als Supervisor und in der Fortbildung psychosozialer Fachkräfte. Von 2008 bis April 2021 lehrte er an der Hochschule Emden im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit mit den Schwerpunkten Beratung, Klinische Soziale Arbeit, Systemtheorien, Gesundheit und Sucht. Seit Oktober 2021 ist er als Studiendekan und Professor an der DIPLOMA Hochschule tätig, wo er wo er den Masterstudiengang „Psychosoziale Beratung in Sozialer Arbeit” als Studiendekan leitet. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt im Feld der psychosozialen Traumatologie. In einem neuen Artikel für systemagazin widmet er sich einem Thema, das in der psychosozialen Praxis oft zu kurz kommt: der aktiven Thematisierung von Sinnfragen und Sinnverlust bei traumatisierten Menschen.

Wie der Autor zeigt, weichen Berater und Therapeut existenziellen Fragen nach Schuld, Gerechtigkeit und Lebenssinn häufig aus – aus Respekt vor der Autonomie der Klienten, aber auch aus Unsicherheit im Umgang mit religiösen und spirituellen Themen. Dabei belegen empirische Befunde, dass ein ausgeprägtes Sinnerleben eng mit psychischer Gesundheit und Lebenszufriedenheit verknüpft ist, während Sinnverlust, Verbitterung und ein negatives Selbstkonzept insbesondere bei komplexer Traumatisierung zu chronischen Belastungen führen können.

Beushausen verbindet in seinem Beitrag ein breites theoretisches Fundament – von Petzolds Modell der Identitätssäulen über Rosas Resonanztheorie bis zu Frankls Logotherapie, Lindens Konzept der Posttraumatischen Verbitterungsstörung und Pauline Boss‘ Arbeiten zum „uneindeutigen Verlust“ – mit konkreten Hinweisen für die Beratungspraxis. Vorgestellt werden unter anderem ein Interviewleitfaden zur spirituellen Anamnese sowie praxiserprobte Übungen zu Glaubenssätzen, Lebensrückblick, Metaphernarbeit, Schuldbewältigung und Externalisierung. Der Beitrag richtet sich an alle, die in Beratung, Therapie und Sozialer Arbeit mit traumatisierten Menschen tätig sind, und plädiert dafür, Sinn- und Spiritualitätsfragen aus ihrem bisherigen „Schattendasein“ in der Fachdiskussion herauszuholen.

Der vollständige Text ist hier zu lesen…

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