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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Frühkindliche Bildung und Entwicklung

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Wie lassen sich Bildungs- und Entwicklungsprozesse in den ersten Lebensjahren begleiten? Das vierte Heft der Familiendynamik 2026 widmet sich dem Schwerpunkt »Frühkindliche Bildung und Entwicklung«. Die drei Fokusbeiträge richten den Blick auf die Qualität pädagogischer Interaktionen, die Zusammenarbeit im Kinderschutz und die systemische Qualifizierung frühpädagogischer Fachkräfte.

Heike Wadepohl gibt einen Überblick über die Forschung zu Fachkraft-Kind-Interaktionen. Dabei geht es um emotionale Unterstützung, sprachlich-kognitive Anregung und die Organisation des Kita-Alltags. Ihr Beitrag arbeitet auch Spannungen zwischen Forschungsbefunden heraus: Während globale Einschätzungen der Beziehungsqualität häufig positiv ausfallen, zeigen detaillierte Untersuchungen durchaus ausschließende, machtgeprägte oder verletzende Interaktionen. Birgit Averbeck und Andrea Caby fragen anschließend, wie ein systemischer Kinderschutz an der Schnittstelle von Medizin, Jugendhilfe und Familien gestaltet werden kann. Sie plädieren für eine verbindliche Verantwortungsgemeinschaft, die unterschiedliche professionelle Perspektiven nutzt und auch junge Kinder an der Einschätzung ihrer Situation und der Suche nach Hilfen beteiligt. Alexander Trost ergänzt den Schwerpunkt mit einem Erfahrungsbericht über eine mentalisierungsinspirierte systemische Qualifizierung in einem Reggio-Kinderhaus.

Über den Schwerpunkt hinaus bietet das Heft Anlässe zur professionsethischen Reflexion. Barbara Kuchler untersucht unter dem Titel »Die Segnungen der Rollentrennung« die Probleme einer Verbindung von Therapie- und Ausbildungsrollen – ein Thema, das auch systemische Institute unmittelbar betrifft. Im Gespräch mit Steffen Fliegel erörtert Alena Buyx ethische Fragen der Psychotherapie, unter anderem zur Versorgung, zum Einsatz künstlicher Intelligenz und zur professionellen Haltung. Weitere Beiträge behandeln erlebnisorientierte Familientherapie in der Supervision sowie ganzheitliche Sexualaufklärung in Familie und Schule.

Im »Memo aus der Praxis« stellt Tom Levold mit der Team-Positionierung eine Übung vor, die unterschiedliche Positionen in Veränderungsprozessen räumlich sichtbar und besprechbar macht. Marcel Zentner setzt mit einer Replik auf Christian Roesler die Debatte um seinen Beitrag »Wider den Bindungszwang« fort. Rezensionen und Wolfgang Loths Schlusskolumne »Was anfangen« vervollständigen das Heft.

Zu allen bibliografischen Angaben und abstracts geht es hier…

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