„Der Begriff der ,psychischen Störung’ gehört heute zum selbstverständlichen Vokabular klinischer Psychologie und Psychotherapie“, stellt Jürgen Kriz in einem aktuellen und lesenswerten Text für die Zeitschrift Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung (3/26) fest. Auch im systemischen Feld geht er leicht von der Hand. Ursprünglich handelt es sich um einen Kompromissbegriff des DSM-III, mit dem der klassische Neurosenbegriff ebenso wie der Krankheitsbegriff vermieden werden sollte. Aber was wird sichtbar und was gerät aus dem Blick, wenn psychisches Leiden als „Störung“ beschrieben wird? Jürgen Kriz nimmt diese Frage zum Ausgangspunkt einer Reflexion über das Verhältnis von therapeutischem Verstehen, diagnostischer Klassifikation und den Anforderungen des Gesundheitssystems. Weiterlesen
3. November 2026
von Tom Levold
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