Das Ärzteblatt berichtete vorgestern, am 20.9., dass eine Studie, die von der privaten Stiftung Münch, hinter der der Rhön-Konzern-Gründer Eugen Münch steht, die Art der Entscheidungsfindung des Gemeinsamen Bundesausschusses „und die starke Abbildung von Partikularinteressen wie denen von Krankenkassen, Ärzten, Krankenhäusern sowie Patienten kritisiert. Nach ihrer Ansicht müssten die Entscheidungen des G-BA stärker am Gemeinwohl orientiert sein.“ Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Institutes für Wettbewerbsökonomie und zwischen 2008 und 2012 Vorsitzender der Monopolkommission der Bundesregierung, ist Hauptautor der Studie. „Als Fazit bemängeln die Autoren, dass es zu wenig Gemeinwohlorientierung des G-BA gebe, da das Risiko bestehe, dass gegen Gruppen, die nicht im G-BA vertreten seien, ,Allianzen geschmiedet’ und diese somit benachteiligt würden. ,Es ist möglich, dass hier Partikularinteressen über das Gemeinwohl gestellt werden’, erklärte Haucap.“ Kritisiert wird zudem, dass häufig von Empfehlungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWIG abgewichen werde. Den Artikel gibt es hier zu lesen, die Studie ist ebenfalls im Internet zu lesen, und zwar hier …
22. September 2016
von Tom Levold
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amilientherapie-Szene. Er gehörte Mitte der 70er Jahre mit Ingeborg-Rücker-Embden und Michael Wirsching zu den ersten Mitarbeitern von Helm Stierlin an der Abteilung für „Psychoanalytische Grundlagenforschung und Familientherapie“ der Universität Heidelberg. Ergebnis dieser Zusammenarbeit war der Band „Das erste Familiengespräch“, in der 8. Auflage immer noch 
Die Klinische Familienpsychologie habe „eine stürmische Entwicklung hinter sich“, heißt es im Vorwort. „Sie hat als Systemtheorie und als Familientherapie mit einem revolutionären Schwung begonnen. Die Systemtheorie musste einsehen, dass sich mit ihr nicht alles erklären, und die Familientherapie musste einsehen, dass sich mit ihr nicht alles behandeln lässt“ (S. 12). Hantel-Quitmann sieht jetzt ihren Platz innerhalb einer „integrativen Therapie-Theorie“. Im Vergleich zu den engagierten Debatten um ein umfassenderes Verständnis Systemischer Therapie erscheint das vorliegende Buch somit wie ein Gruß aus der Umwelt. Entsprechend wenig finden sich hier Bezüge zu explizit systemischen Konzeptionen. Dennoch erscheint mir die Lektüre des vorliegenden Bandes interessant und nützlich, vielleicht sogar gerade wegen dieser recht eindeutigen Position außerhalb des systemischen Debattengeschehens. Aus den vorzüglichen, teils ungemein spannenden Beschreibungen familiärer Verstörungen, Konfliktthemen und Leidenserfahrungen ergeben sich immer wieder Anregungen hinsichtlich des Zusammentreffens der eher formal-grammatikalisch ansetzenden spezifisch systemischen Praxisideen mit den Lebenswirklichkeiten von Ratsuchenden. Hier bordet Hantel-Quitmann geradezu über vor Erfahrungswissen und Forschungserkenntnissen zu den Fragen substanziell verstörten Familienlebens. 
