Köln (GWG): In einem offenen Brief vom 22. Januar 2008 wendet sich der Wissenschaftliche Beirat der„Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie“ (GwG) an die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel. Vertreten durch ihren Sprecher, Prof. Dr. Jürgen Kriz, fordern die 19 Wissenschaftler des Beirats, dass dem„angeblichen Bewertungsverfahren zur Gesprächspsychotherapie“ seitens des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)„endlich ein Ende gesetzt wird“. Dem G-BA werfen die Wissenschaftler vor, dass er das Verfahren zu einer„Farce verkommen“ ließe und„Machtmissbrauch“ mit seiner„Lobby-Politik“ betreibe. Der G-BA hatte am 20. Dezember 07 nicht wie allgemein erwartet worden war die Gesprächspsychotherapie nach über 20 Jahren Annerkennungsprozedere endlich als Kassenleistung für die Patienten zugelassen, sondern die Entscheidung wieder vertagt und die Psychotherapie-Richtlinien geändert.
Gemeinsamer Bundesausschuss ignoriert Wissenschaft
Dem war vorausgegangen, dass der G-BA im November 2006 beschlossen hatte, der Gesprächspsychotherapie die Kassenzulassung zu verweigern. Als Begründung stellte der G-BA die Behauptung auf, dass von den 424 geprüften wissenschaftlichen Wirksamkeitsstudien nur eine einzige seine Kriterien an Studienqualität erfülle. Diese Entscheidung und ihre Begründung hatten national wie international für Aufsehen gesorgt, da die 423 vom G-BA verworfenen Studien von diversen Wissenschaftlergremien positiv bewertet worden waren. Nachdem das Bundesministerium für Gesundheit den G-BA-Beschluss beanstandet hatte, setzte die Bundespsychotherapeutenkammer nochmals ein Gutachterteam an die Beurteilung der Studien. Auch diese Wissenschaftler kamen im November 2007 zu dem Ergebnis, dass„die Gesprächspsychotherapie alle Voraussetzungen gemäß Psychotherapie-Richtlinien (erfüllt), um als neues Psychotherapieverfahren zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen zu werden“. Doch der G-BA, in dem maßgebliche Vertreter jener Verfahren sitzen, die mit der Gesprächspsychotherapie konkurrieren, änderte daraufhin nicht seinen Beschluss, sondern er änderte die Psychotherapie-Richtlinien.„Wir sehen in der Missachtung sachlich gerechtfertigter zugunsten willkürlich zurechtgelegter Gründe einen interessengeleiteten Machtmissbrauch“, lautet daher der Vorwurf an den G-BA in dem Schreiben. Verwiesen wird u. a. auf Studien, die belegen, dass auch solchen Patienten mit Gesprächspsychotherapie geholfen werden konnte, bei denen die derzeitig anerkannten Verfahren versagten.
Schaden für Patienten verhindern
Von der Patientenbeauftragten der Bundesregierung fordern die Wissenschaftler daher, dass sie auf das Ministerium einwirke, die Gesprächspsychotherapie in Ersatzvornahme zuzulassen, damit der„Schaden, den die bisherige Blockierung durch den G-BA für die Gesundheit der Patientinnen und Patienten in Deutschland verursacht, nicht weiter vergrößert“ werde.
Zum vollständigen Text des offenen Briefes
24. Januar 2008
von Tom Levold
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40 % der US-amerikanischen Soldaten, ein Drittel der Marine sowie die Hälfte der Mitglieder der Nationalgarde weisen Symptome schwerwiegender psychischer Störungen auf. Nun denkt die amerikanische Regierung darüber nach, schon präventiv an die Soldaten im Einsatz Psychopharmaka zu verabreichen, die ihre Traumatisierung (der Soldaten) durch ihre Tätigkeit verhindern oder einschränken sollen. Im amerikanischen Online-Magazin AlterNet ist ein kritischer Artikel von Penny Coleman zum Thema zu finden, den ich zur Lektüre empfehle:„I cannot imagine what aspects of selfhood will have to be excised or paralyzed so soldiers will no longer be troubled by what they, not to mention we, would otherwise consider morally repugnant. A soldier who has lost an arm can be welcomed home because he or she still shares fundamental societal values. But the soldier who sees her friend emulsified by a bomb, or who is ordered to run over children in the road rather than slow down the convoy, or who realizes too late that the woman was carrying a baby, not a bomb — if that soldier’s ability to feel terror and horror has been amputated, if he or she can no longer be appalled or haunted, something far more precious has been lost. I am afraid that the training or conditioning or drug that will be developed to protect soldiers from such injuries will leave an indifference to violence that will make them unrecognizable to themselves and to those who love them. They will be alienated and isolated, and finally unable to come home“
Hessen trotz meiner Ausländerkampagne von der Fahne geht, bleibt mir nur noch RTL“, bekannte der ehemalige Schüler-Union-Vorsitzende von Sulzbach in einem Backstage-Interview,„aber spätestens dann wird deutlich werden, wer in Deutschland der wirkliche Superstar ist“. Gut informierten Kreisen zufolge will Koch in diesem Fall eine Karriere als Gangstar-Rapper beginnen. Es soll aber bei den ersten Proben bereits zu Spannungen zwischen Dieter Bohlen und Roland Koch gekommen sein, als Bohlen dem Ministerpräsidenten empfohlen haben soll, sein uncooles outfit aufzugeben und sich klamottenmäßig an den Leuten zu orientieren, die Koch eigentlich gerne in Erziehungscamps stecken würde. Bohlen wörtlich:„Mensch Rolli, Du singst nicht nur, wie Du aussiehst, sonder Du siehst auch noch so scheiße aus, dass Dich nicht einmal die Ausländer zum Superstar wählen“. Offenbar hat Koch aber diese brutalstmögliche Ansage schließlich doch noch konstruktiv aufgefasst. Bislang geheime Fotos zeigen, dass er bereits an einem chilligen update seines outfits arbeitet. Super, Rolli!!! Und Angie aus Berlin meint:„Echt krass, wie Dein Style jetzt rüberkommt“. 

Für schnellentschlossene Tagungsbucher gibt es hier noch einen Tipp für das Wochenende: am Freitag Abend und Samstag findet im Hospitalhof Stuttgart eine Tagung über theologische und philosophische Fragen der Selbstorganisation unter der wissenschaftlichen Leitung von Günter Schiepek statt. Im Programm heißt es:„In den ersten Jahren einer breiteren Beschäftigung mit den Fragen der Selbstorganisation komplexer Systeme gab es die verbreitete Vorstellung, dass die Selbstorganisation des Universums den Schöpfer ersetzen und ablösen könnte. Dies mag nun so kaum mehr vertreten werden, aber es lohnt sich noch immer, einer differenzierten Betrachtung des Verhältnisses theistischer Schöpfungsvorstellungen und naturwissenschaftlichen Modellen der Strukturbildung in komplexen Systemen nachzugehen. Neben der Frage der Schöpfung und der Bedeutung Gottes in einem naturwissenschaftlichen Weltbild hier sind ja viele Diskussionen im Umfeld der Darwinschen Evolutionstheorie geführt worden sind aktuell Fragen des Menschenbildes, der Ethik und der Werte von Bedeutung, die mit der Theorie und Wissenschaft der Selbstorganisation ins Spiel kommen: Fragen der Freiheit und Schuldfähigkeit in einem deterministischen System Mensch, Fragen der Machbarkeit und Planbarkeit oder umgekehrt: der Bescheidenheit und Demut in komplexen, nur begrenzt vorhersehbaren und steuerbaren Systemen (Natur, Mensch, technische Systeme), Fragen der Intervenierbarkeit in psychische und soziale Prozesse, Fragen der (starken) Emergenz versus reduktiven Erklärbarkeit des Bewusstseins, um nur einige zu nennen“