
Heute feiert Wolfgang Loth seinen 75. Geburtstag und systemagazin gratuliert von Herzen. Wer öfter im systemagazin blättert, kennt Wolfgang Loth seit langem – kein anderer Gastautor hat so viele Beiträge in den letzten 20 Jahren beigesteuert wie er, oft sind es Wiederveröffentlichungen von Texten aus den verschiedenen systemischen Fachzeitschriften. Wer diese Beiträge verfolgt, findet sich auf der Spur eines langjährigen Lektürevorgangs, einer schier endlosen Reihe von Rezensionen, Essays und kleineren Interventionen, die sich durch die Jahrzehnte ziehen und in ihrer Summe ein eigenes Bild des systemischen Feldes entwerfen.
Anstelle einer biografischen Würdigung (dazu gab es im systemagazin schon aus Anlass seines 60., 65. und 70. Geburtstages einiges zu lesen) bietet sich zu seine 75. Geburtstag vielmehr ein Blick auf diese besondere Form der Arbeit am Diskurs an, die sich in seinen Texten und Kommentaren verdichtet.
Ein Blick auf die Liste seiner Beiträge im systemagazin beeindruckt zunächst durch ihre schiere Fülle. Dort finden sich Besprechungen klassischer systemischer und systemtheoretischer Arbeiten wie Niklas Luhmanns „Soziale Systeme“, „Einführung in die Systemtheorie“ und „Einführung in die Theorie der Gesellschaft“, Fritz B. Simons „Unterschiede, die Unterschiede machen“, Kurt Ludewigs „Einführung in die theoretischen Grundlagen der systemischen Therapie“ und „Systemische Therapie. Grundlagen klinischer Theorie und Praxis“ oder Guido Strunk und Günter Schiepeks „Systemische Psychologie“ und „Therapeutisches Chaos“. Daneben stehen Rezensionen zu Michael Whites „Maps of Narrative Practice“, Peter Jakob, Maria Borcsa, Jan Olthoff und Arist von Schlippes „Narrative Praxis. Ein Handbuch für Beratung, Therapie und Coaching“, John G. Allen und Peter Fonagys „Mentalisierungsgestützte Therapie“ oder Lothar Eders „Psyche, Soma und Familie“ – um nur einige zu nennen.
Schon diese Auswahl macht deutlich, dass hier niemand bloß ein enges Spezialfeld verwaltet, sondern systemische Theorie, Psychotherapie, Sozialwissenschaft und angrenzende Diskurse fortlaufend auf ihre Anschlussfähigkeit für das Feld hin befragt. Während die Formate der Rezension oder des Essays seine zentralen Artikulationsformen sind, hat er mit „Auf den Spuren hilfreicher Veränderungen. Das Entwickeln klinischer Kontrakte“ 1998 auch ein Buch vorgelegt, das inzwischen zu einem stillen Referenzpunkt des Feldes geworden ist. In den hierzu im systemagazin veröffentlichten Rezensionen betonen Kurt Ludewig und Cornelia Tsirigotis, dass sich in diesem Buch die beharrliche Auseinandersetzung mit den theoretischen Prämissen systemischen Denkens und mit deren Wert für die Praxis niederschlägt, die Wolfgang Loths Haltung ausmacht. Hervorgehoben wird dabei insbesondere seine Weigerung, die Rolle eines „anleitenden Besserwissers“ einzunehmen, zugunsten der bescheideneren, aber anspruchsvolleren Position des „Beisteuernden“. Gerade diese Figur des Beisteuernden, die in seinem email-Namen „Kopiloth“ witzig auf den Punkt gebracht wird, ist für das Buch wie für sein späteres Werk aufschlussreich: Klinische Kontrakte erscheinen dort nicht als administrative Vorstufe der Hilfe, sondern als kooperative Suchbewegung nach Bedingungen, unter denen Hilfe für die Beteiligten überhaupt hilfreich werden kann.
Dass dieser Gedanke in späteren Diskursen über Kooperation, Qualitätsbeschreibung und Sinnfragen weiterwirkt, ohne dass das Buch als Gedankengeber immer sofort präsent ist, beweist seinen Einfluss auf diese Entwicklungen.
Die Eigenart seiner Rezensionen liegt freilich nicht in der Vielfalt der besprochenen Titel allein, sondern in der Weise, wie sie von ihm gelesen werden. Sie heben sich wohltuend von vielen Besprechungen ab, die nicht viel mehr sind als erweiterte Klappentexte und Verlagswerbung. Seine Texte sind weder komprimierte Kaufempfehlungen noch raten sie vom Erwerb ab. Vielmehr lassen sie sich als Versuchsanordnungen für Beobachtungen zweiter Ordnung lesen. Die leitende Frage lautet dabei nicht einfach, ob ein Buch „gut“ oder „nützlich“ ist, sondern was mit dem systemischen Feld geschieht, wenn es sich auf bestimmte Begriffe, Metaphern und Beschreibungsweisen einlässt. Rezensionen werden auf diese Weise zu bedeutsamen Standortbestimmungen über inhaltliche Entwicklungen und Verschiebungen im Feld.
Das gilt gleichermaßen für seine Essays, denen übrigens auch viele seiner Rezensionen ähneln. Texte wie „Berücksichtigen von Zufall in der therapeutischen Arbeit“, „study what…!? Intuition: Erkunden einer Dauerbaustelle“ oder „Was bewegt systemische Therapie? Versuch über Motivation in der systemischen Therapie“ nehmen Impulse aus unterschiedlichen Diskursen auf und führen sie in Fragestellungen über, die sich aus der Praxis ergeben: Wie lässt sich der Status von Intuition in professionellen Prozessen denken, ohne in Mystifizierung zu verfallen? Was heißt es, Zufall ernst zu nehmen, ohne Professionalität zu relativieren? Wie ist von Motivation zu sprechen, ohne ihr wieder jene substanzielle Form zu geben, die systemisches Denken gerade problematisiert? In solchen Texten wird eine praxisnahe epistemologische Sensibilität entfaltet, die seinen Texte eine zeitlose Qualität gibt.
Hinzukommt, dass Wolfgang Loth seine Denkarbeit nicht nur auf systemische Literatur im engeren Sinne beschränkt. Neben Büchern aus dem systemischen Kanon stehen bei ihm Besprechungen von Matthias Hermers und Hans Gerhard Klinzings (Hrsg.), „Nonverbale Prozesse in der Psychotherapie“, Edward L. Decis und Richard M. Ryans, „Handbook of Self-Determination“, Sigrun-Heide Filipps und Peter Aymanns’ „Kritische Lebensereignisse und Lebenskrisen“, Timo Hoyers „Im Getümmel der Welt. Alexander Mitscherlich – Ein Porträt“ oder Jörg Fleckers und Sabine Kirschenhofers „Die populistische Lücke*. Ebenso kenntnisreich beschäftigt er sich mit der Philosophie von Heraklit, Hannah Ahrendt und Michael Hampe und macht deutlich, dass im Außen des eigenen intellektuellen Bezugsrahmens immer Anregungen zu finden sind, mit denen sich auseinanderzusetzen den eigenen, auch systemischen Horizont enorm erweitert.
Das systemische Feld erscheint in diesen Lektüren nicht als geschlossene Schule, sondern als offener Bezugsrahmen, der sich nur dann lebendig hält, wenn er Nachbardiskurse ernst nimmt. Gerade darin liegt ein kritisches Potenzial: Der Blick von außen macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten sich das Feld leistet und welche es sich nicht mehr leisten kann.
Wolfgang Loth verdanke ich den Hinweis auf die Arbeiten von Ronald Burt, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Innovation in Organisationen und anderen Systemen entstehen. Nicht jedenfalls in den Zentren, die mehr mit Prozessen der administrativen und bürokratischen Schließung zu tun haben. Innovationen entstehen an den Rändern der Systeme und im Austausch mit anderen Sprachgemeinschaften. Diesen Austausch nennt Burt „Brokerage“ und Wolfgang Loth ist ein Broker von Ideen im besten Sinne des Wortes.
Eng mit diesem Hintergrund ist auch seine langjährige Tätigkeit in Redaktionen und Beiräten von systemischen Zeitschriften verwoben. Seit 1990 war er Redaktionsmitglied, später Beirat der „systhema“, von 2002 bis 2019 Mitglied der Redaktion und seither Beirat der „systeme“, dazu Mitglied im Editorial Board der „Familiendynamik“ und im Beirat der „Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung“. In all diesen Funktionen ist er nicht als Vertreter einer bestimmten Linie sichtbar geworden, sondern als jemand, der Texte, Themen und theoretische Setzungen aus der Perspektive eines Praktikers mit begrifflicher Sensibilität prüft. Die Geschichte der „systeme“ lässt sich ohne diese langjährige redaktionelle Mitgestaltung kaum erzählen.
Die Kartierung des systemischen Feldes, die Wolfgang Loth in den letzten Jahrzehnten vorgenommen hat, zeigt Systemische Therapie und Beratung nicht als abgeschlossenes Verfahren, sondern als offenen Bezugsrahmen. Dass Besprechungen zu Mentalisierung, Selbstwirksamkeit, Salutogenese, psychosozialen Krisen und sozialer Beratung als Praxis des Nichtwissens nebeneinander stehen, ist kein Zufall. Es verweist auf ein Interesse an den sozialen, institutionellen und kulturellen Kontexten, in denen Beratung und Therapie überhaupt erst Bedeutung gewinnen. Wie bedauerlich, dass momentan Schließungsprozesse, entweder ideologischer Art oder solche der Einrichtung in das berufsrechtlich und sozialrechtlich festgezurrte Gesundheitssystem, momentan überhand gewinnen.
Persönlich haben wir uns über seine Texte und seine redaktionellen Qualitäten in den 1990er Jahren kennen und schätzen gelernt, bevor wir auch in einen engeren privaten Kontakt gekommen sind. Wenn ich mir bei einem Text unsicher bin, weiß ich diesen seitdem bei ihm als Lektor am allerbesten aufgehoben. Über Jahre hinweg Manuskripte zu lesen, zu diskutieren und in größere Diskurszusammenhänge einzuordnen, ist mit Wolfgang ein unglaubliches Vergnügen – und immer lehrreich. Seine Aufmerksamkeit für begriffliche Unsauberkeiten und implizite theoretische Setzungen, aber auch seine Anregungen zur Lektüre bzw. zu möglichen konzeptuellen Erweiterungen habe ich immer als Geschenk erlebt. Ihm ging es dabei nicht nur um die großen Linien, sondern immer um die Frage, was ein Text tatsächlich beobachtet, welche Unterscheidungen er verwendet und an welchen Stellen er sich auf Voraussetzungen stützt, die einer genaueren Prüfung vielleicht nicht standhalten. Diese Aufmerksamkeit war nie rechthaberisch. Sie hatte eher die Form einer geduldigen, gelegentlich hartnäckigen Lesart, die einem Text mehr Präzision abverlangte, weil sie ihm etwas zutraute.
Bewundernswert ist für mich bis heute, dass er sich für die Arbeit des Lesens und Verbindens bis heute auf Papier, Stift und seine physische Bibliothek verlässt, durch die ihn ein unglaubliches Gedächtnis für Textstellen navigieren hilft und was sich in einer Gründlichkeit des Lesens niederschlägt, die ihresgleichen sucht.
Aus unseren Kontakten ist eine verlässliche Freundschaft entstanden – immerhin konnten wir überrascht feststellen, dass unsere Wohnungen jahrelang nur eine 20minütige Fahrradfahrt auseinander lagen, ohne dass uns das bewusst war. Neben dem „strengen“ Arbeiten an Texten entstand so ein „lockerer“ Zusammenhang von privaten Treffen in Köln (immer wieder auch gemeinsam mit Arist von Schlippe), die bis heute einen wunderbaren Rahmen für „Gespräche über alles“ bieten – inzwischen aber nach unserer Wohnortverlagerung abwechselnd in Bonn und Niederzissen (und mit Andreas Wahlster).
Eine weitere gemeinsame Erfahrung, die ich nicht vermissen möchte und die heute mit Blick auf die mittlerweile als sozialrechtlich anerkannte Systemische Therapie immer noch aktuell ist, war eine gemeinsame Debatte mit Jochen Schweitzer und Arist von Schlippe auf der SG-Tagung 2008 in Berlin, in der es kontrovers um das von Arist und Jochen herausgebrachte sogenannte Lehrbuch II („Das störungsspezifische Wissen“) ging, und die 2011 unter demTitel „Systemische Therapie und das störungsspezifische Wissen“ im Kontext veröffentlicht wurde. Dabei ging es um die Frage, was geschieht, wenn sich systemische Therapie im Zuge von Anerkennungsbemühungen und Anschlussprozessen an ein medizinisch geprägtes Gesundheitswesen in Sprachspiele, Klassifikationen und Rechtfertigungsformen hineinbegeben muss, die ihrer eigenen Theorie nicht ohne Weiteres entsprechen. Wolfgang und mir ging es darum, auf die Gefahr hinzuweisen, dass im Zuge solcher Anschlussbemühungen Tools, Techniken und störungsspezifische Beschreibungen allmählich ein Übergewicht gewinnen könnten, während die theoretischen und erkenntniskritischen Grundlagen systemischen Arbeitens in den Hintergrund treten. Dieses Streitgespräch unter Freunden ist für mich ein wunderbares, aber leider bis heute viel zu seltenes Beispiel für eine argumentative Auseinandersetzung im systemischen Feld, die heute notwendiger ist denn je. Nachzulesen ist es hier…
Neben den bereits genannten inhaltlichen Feldern habe ich Wolfgang Loth auch in einem ganz praktischen Arbeitsbereich schätzen gelernt, in dem keine einfachen Lösungen zu haben sind. Viele Jahre haben wir die „Stelle für verzwickte Fälle“ in der Systemischen Gesellschaft besetzt (lange gemeinsam mit Ulrike Borst), die für Situationen eingerichtet wurde, in denen formale Zuständigkeiten und Regelwerke nicht ausreichen, um Konflikte, Beschwerden und kommunikative Blockaden innerhalb der Gesellschaft oder ihrer Mitgliedsinstitute zu bearbeiten, die sich nicht ohne Weiteres in eindeutige Verantwortlichkeiten oder administrative Verfahren übersetzen lassen. Wolfgangs Professionalität zeigte sich auch hier darin, unterschiedliche Selbst- und Problembeschreibungen sorgfältig zu erschließen und so lange nebeneinander zu halten, bis sich aus der gemeinsamen Betrachtung eine tragfähige, kommunikativ anschlussfähige Lösung abzuzeichnen begann, ohne vorschnell „rasche Klärungen“ erzwingen zu wollen.
Diese Form des Umgangs mit „verzwickten Fällen“ entspricht derselben Haltung, die auch seine Rezensionen aufweisen: Skepsis gegenüber einfachen Antworten, Bereitschaft zum Aushalten von Widersprüchen und Aufmerksamkeit für die Folgen der Unterscheidungen, mit denen professionell gearbeitet wird. In Beschwerdeverfahren und Konfliktfällen bedeutet das, dass Beteiligte nicht auf feste Rollen reduziert werden, sondern in ihrer jeweiligen Kontextgebundenheit sichtbar bleiben.
In einer früheren Würdigung habe ich Wolfgang Loth als „reflective practitioner“ beschrieben: „ Das Beisteuern hilfreicher Perspektiven – mit Wärme und Empathie – im Beratungsprozess und seine Tätigkeit als Ideenbroker im systemischen Diskurs sind nicht zu trennen, weil sie der gleichen Wurzel entspringen, nämlich dem Konzept eines Reflective Practitioners (Donald Schön), der keine wissensbasierten Standardsituationen abarbeitet, vulgo behandelt, sondern der aufmerksamen Bearbeitung jeweils spezifischer und einzigartiger Problemlagen reflexive Einsichten abgewinnt, die er jederzeit und kostenlos allen zur Verfügung stellt, die es hören und lesen wollen – und das immer straight from the heart! Was für ein Gewinn“. Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen.
In den letzten Jahren haben wir eine weitere Ebene unserem persönlichen Diskurs hinzugefügt, nämlich die Auseinandersetzung über und mit Kunst und Fotografie. Auch hier ist Wolfgang ein genauer und wohlwollender Beobachter – zu meiner Fotografie hat er auf der Vernissage einer Ausstellung meiner Bilder in Wien 2018 großartige Worte gefunden. Selbst hat er in den letzten Jahren eine eigene Form fotografischer, überarbeiteter Miniaturen entwickelt, ohne sie einer öffentlichen Präsentation zugänglich zu machen. Indem er sie als Briefpostkarten an Freunde und Kollegen versendet, hat er eine besonders intime Ausdrucksform gefunden: einzigartige Kunst ohne öffentlichen Raum – in Freundschaft zugedacht.
Lieber Wolfgang, für diese Freundschaft sowie für unsere zahlreichen Begegnungen und schriftlichen wie mündlichen Gespräche bin ich sehr dankbar. Ein Dreivierteljahrhundert, von dem du mehr als die Hälfte zur Entwicklung des systemischen Diskurses beigetragen hast, ist eine lange Zeit. Dass du das letzte Viertel mit entspannter Haltung und Freude am Weiterdenken gesund und zufrieden angehen kannst, wünsche ich dir von Herzen – und natürlich verbunden mit dem Wunsch, auch weiterhin von deinem Wissen, deiner Haltung und deinen Anregungen profitieren zu können. Ich vermute, dass ich diesen Wunsch mit sehr vielen Menschen aus unserem Feld teile!
Lieber Wolfgang,
ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem 75. Geburtstag heute!
Ich weiß gar nicht, was ich der wunderbaren Würdigung von Tom noch hinzufügen könnte. Deine Verdienste im systemischen Feld sind wirklich enorm! Deshalb bleibt mir eigentlich nur, mich für unsere persönlichen Begegnungen zu bedanken. Neulich fragte mich jemand, welche Personen ich als meine persönlichen Lehrer benennen würde; du warst einer der ersten, die mir in den Sinn kamen. Ich nenne das gerne mäeutische Begegnungen: Wie eine Hebamme bringen sie das in einem Schlummernde ans Licht; nicht durch Belehrung, sondern durch Anregung als ‚beisteuernder Kopiloth‘ (Tom). So habe ich dich immer wieder erlebt und das wäre ohne deine Menschlichkeit und deinen Humor nicht möglich gewesen.
Ich wünsche dir ein wunderschönes Fest und alles, alles Gute für die Zukunft. Bleibe kreativ und anregend, misch dich weiter ein – du wirst vor allem bei den aktuellen Entwicklungen im systemischen Feld dringend gebraucht!
Mit ganz lieben Grüßen
Dein Peter
Lieber Wolfgang,
herzlichen Glückwunsch zu Deinem 75. Geburtstag. Ich wünsche Dir alles Gute, Gesundheit und im Moment einen schattigen und kühlen Platz.
Ich freue mich immer, wenn ich Neues (und Altes: Paul Dell, Peter Fuchs) von Dir lese. Deine sprachliche Brillanz, Deine Klugheit, Dein Wissen und Deine offen-freundliche Unbestechlichkeit finde ich großartig.
Ich freue mich auf weitere Texte von Dir.
Rudolf Klein
Hier kommt mal wieder jemand von der Außenlinie und macht einen Einwurf, der Tom Levolds Hommage an Wolfgang Loth auf’s Tiefste bestätigen möchte. Wir haben uns sozusagen „Kurz vor Schluss“ gefunden. Der Schluss – wie lange er immer auch (noch) dauern mag – begann vor fast zehn Jahren. Und während Tom Levold und Wolfgang Loth 20 Minuten mit dem Fahrrad unterwegs waren, fahre ich gut 20 Minuten von der Mosel (Koblenz-Güls) nach „Zissen“, wie wir auf vertraute Weise sagen. Da haben sich zwei (vor-)Eifler gefunden und den Narren aneinander gefressen. Ich schätze mich glücklich, nicht nur den „Broker“ Wolfgang Loth gefunden zu haben. Überaus beglückend wirkt der Umstand, dass wir uns an Rändern bewegen können und im Gemeinsamen auch ganz und gar verlässlich die Krümel finden, aus denen in unserem ritualisierten – immer auf zwei Stunden begrenzten – Schwatz (immer in Zissen!!!) vom feinsten Backwerk bis hin zum gärenden Sauerteig, der einmal Komissbrot werden möchte, alles möglich erscheint. Der Teufel und alle Heiligen und Unheiligen sitzen immer mit am Tisch, wenn wir – wie Raffaele De Giorgi es in seiner Luhmann-Hommage „Die Zukunft des Gedächtnisses“ erzählt – gegen den Wind blasen, das Wasser flechten und den Sand mit Seilen festbinden. Lieber Wolfgang, ich wünsche Dir Gesundheit, Vitalität und weiterhin jenes phänomenale Gedächtnis, zu dem ich ab und an ein Schlüsselchen bekomme. Dein Jupp Witsch-Rothmund – inzwischen besser bekannt als RedHotChillyJupp (keine Stimme der AfD!)
Lieber Wolfgang, alter Freund und Weggefährte, Tom hat Dich wunderbar klar und ausführlich gewürdigt und Dir gedankt für dein unermessliches Wirken hinein in die systemische und in der systemischen Welt. Du bist ein Suchender, ein Gründler, der sich keine schnellen und vermeintlichen Gewissheiten zu eigen macht, vielmehr dem Weiternachdenken das Wort spricht. Wohltuend bescheiden und zuhörend, das Wichtigste in unserer Profession. Ich bin dankbar für jede Minute mit Dir. Herzliche Grüße Andreas
Lieber Wolfgang,
neben dem privat versendeten Gruß füge ich hier gern einen öffentlichen dazu. Ich gratuliere Dir herzlich und sage gern auch an dieser Stelle, wie sehr mich die Tiefe und Ernsthaftigkeit Deines Wissens, gepaart mit Deinem feinsinnigen Humor beeindruckt und bewegt. Gern denke ich an unsere Gespräche in Köln im Levold’schen Haus zurück.
Und Dir, lieber Tom, Danke für die gelungene Würdigung unseres gemeinsamen Freundes.
Herzlichst
Arist
Lieber Wolfgang,
ganz herzlichen Glückwunsch zum deinem 75. Geburtstag und danke für unseren guten Austausch in all den Jahren!
Lothar
Lieber Freund
Was will man denn in diesem Rahmen noch mehr an Würdigung anfügen als no h einmal von ganzem.Herzen und mit klarem Kopf: ad multos annos!
in freundschaftlicher Verbundenheit „happy birthday“
Martin