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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Ulrich Clement wird 70!

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Heute feiert Ulrich Clement seinen 70. Geburtstag – und systemagazin gratuliert von Herzen.

Uli Clement hat mit seinen Lehr- und Forschungstätigkeiten, seinen Beiträgen als Herausgeber der Familiendynamik und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze sowie als Therapeut und Supervisor wesentlich zur Entwicklung des systemischen Ansatzes im deutschsprachigen Raum beigetragen, seine Arbeiten zum Thema systemischer Sexualtherapie ragen nicht nur aus dem sexualtherapeutischen Diskurs heraus, sondern auch aus der systemischen Literatur hierzulande.

Nach einem Studium der Psychologie, Pädagogik, Ethnologie und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Mannheim, Hamburg und Hannover und einem Diplom in Psychologie 1975 schlossen sich seine Promotion 1986 und seine Habilitation 1992 an. Seit 1975 war er in Lehre, Forschung, Psychotherapie und Supervision an den Universitäten Hamburg, Heidelberg, Freiburg i.Br. und Basel tätig, hinzu kamen Forschungsaufenthalte in Griechenland und den USA; dort war er Research Associate des HIV Center in New York. Er war apl. Professor für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg und ist Leiter des Instituts für Sexualtherapie Heidelberg (ifsex.de), darüber hinaus seit langer Zeit als Dozent und Lehrtherapeut der Internationalen Gesellschaft für systemische Therapie (IGST) e.V. bekannt. 2000-2001 war er Präsident der International Academy of Sex Research 2000-2001, von 2003 bis 2007 Mitherausgeber der Familiendynamik.

Lieber Uli,

wir kennen uns schon eine lange Zeit, in der mich deine präzise Art zu denken und zu schreiben, dein lässig-eleganter Stil und dein Sinn für Humor und freundliche Ironie, mit der du auch die schwierigen Dinge des Lebens nimmst, immer beeindruckt hat. Zum runden Geburtstag wünsche ich dir alles Gute, vor allem soviel Gesundheit wie möglich, Zeit und Genuss, Anregung und Erholung, Zuversicht und Glück – und natürlich uns im systemischen Feld auch in Zukunft deinen guten Blick auf die Dinge. Let life be good to you!

Ganz herzlich
Tom Levold
Herausgeber systemagazin

Lieber Uli,
ich wünsche dir von Herzen alles Gute zum Geburtstag und viele viele aktive und schöne Jahre. Danke dir ganz herzlich für deine hilfreichen Beiträge und Bücher, die ich gerne bei der Arbeit mit Familien, Paaren und Einzelnen nutzen durfte. Danke für die Bereicherung!
Liebe Grüsse aus Berlin

Mohammed El Hachimi


Lieber Uli
an dieser Stelle als ferner Bekannter, aber dir stets verbundener Kollege deine Verdienste zu würdigen, wäre Eulen nach Athen getragen, wo du doch schon längst auf dem Olymp der (systemischen) Sexualtherapie angekommen bist. Eine unserer ersten Begegnungen war ja anlässlich deines Seminars, zu dem ich dich nach Bern (ZSB) eingeladen habe. Auf meine Frage (im Pausengespräch), warum du dich denn von der Verhaltenstherapie verabschiedet hast, war kurz und träf: „Weil es mir zu langweilig ist.“ Gerne habe ich diesen Satz, genauso wie später dann deine Konkretisierungen zur Prozessteuerung, v.a. aber deinen Humor auch in meinen Koffer gepackt. Damit sei auch ausgedrückt, dass Du dir – weit über die systemische Community hinaus – nicht nur als Sexualtherapeut und Ausbildner einen Namen gemacht hast, sondern viel Praktisches zum Diskurs darüber beigetragen hast, was Therapie und Beratung in Beziehungskontexten nicht nur wirksam, sondern auch lustvoll macht.
In diesem Sinne, lieber Uli, willkommen im Club 70+, verbunden mit meinen besten Wünschen zu Deinem heutigen, runden Geburtstag!

Martin Rufer, Bern (Wohlen)


Lieber Uli Clement, 
lang ist’s her, dass wir uns in Palo Alto kenengelernt haben. Ich erinnere mich noch gern daran. Seither in Distanz habe ich mich immer wieder gefreut, wenn ich neue Publikationen von dir lesen konnte. Zu deinem runden Geburtstag herzlichen Glückwunsch und noch viele aktive Jahre, in denen die systemische Szene von deinen Ideen profitieren kann. 

Wilhelm Rotthaus


Ich danke Ulrich Clement vor allem für seinen großartigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Sexualtherapie im deutschsprachigen Raum und für ausgezeichnete Veröffentlichungen, die praxistauglich, fundiert und lesbar für jeden sind.
Besonders schätze ich die wunderbare langjährige Kooperation zwischen unseren Instituten und eine warmherzige Kollegialität. Auch wenn wir uns eher nur selten persönlich begegnet sind, ist die Verbindung präsent.
Ich wünsche Uli alles erdenklich Gute, viele erfüllte Momente und wohltuende Augenblicke und ein langes Leben.
ganz herzlich

Friederike von Tiedemann


Lieber Uli,

zunächst was ganz Persönliches, wie es sich zu Geburtstagen ja auch immer anbietet: Ich hatte vor zwei Tagen mal wieder einen dieser Träume, die mich sofort auch an dich denken lassen. Meine Frau und ich hatten, wie schon in einem meiner vorigen Träume, wieder eine Erfindung gemacht und diese in einer Art Pressekonferenz vorgestellt. An die Konferenz erinnere ich mich nicht genau, aber an die abschließende Frage eines der Wissenschaftsjournalisten: „Und wie nennen Sie Ihre Erfindung?“ Ich antwortete spontan: „Schatzi-Touchy“, und wachte wieder mal lächelnd auf.

Auf solche Ideen zur Dynamik des Begehrens kommt ein träumendes Bewusstsein wohl nur, wenn es so inspirierende und beglückende Freundschaften leben darf wie die zu dir. You made my night, once again.

Bei dir, so erlebe nicht nur ich es, verbinden sich Humor, Gelassenheit und ernste Lebenserfahrung auf eine Weise, die Gefahr läuft, vorbildlich zu werden. Und was Philosophieren wirklich bedeuten kann, möchte ich bei weiteren Begegnungen immer weiter prüfen dürfen. Wolltest du da nicht etwas dazu schreiben? Oder hab ich das geträumt?

Wenn ich thematisch locken darf: Die Erfindung des anderen Traums bestand darin, tatsächlich zeitweise mit und in dem Körper des anderen existieren zu können. Einen Namen dafür gab der Traum nicht her. Auch kein Interesse seitens der Presse. Nur die erstaunte Reaktion beim traumhaften Experiment: „Ja, es geht!!“

Inspiriere uns alle weiter. Make our day.

Ich wünsche dir zum siebten dekadischen Geburtstag von Herzen Lebenslust und – ganz uneigennützig – Schaffenskraft. Bei so viel Mainstreamerei rundherum braucht es Menschen, die gegen den Strom ankommen. 

Matthias Ohler


Lieber Uli,

es erscheint immer wieder schwer zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht, auch die seit unserer ersten Begegnung bei einem Sexualwissenschaftlichen Seminar in der Thibaut-Straße. Das muß rund ein Viertel Jahrhundert her sein. Viele Veränderungen hat es seitdem gegeben. Ich bewundere, wie zielstrebig Du neben anderen eben dieses Feld beackert und es unsäglich bereichert hast durch Deine an Originalität gesegneten, profunden Beiträge vielfältigster Art. 

Besonders gerne denke ich an die Kongresse, die Du über viele Jahre zusammen mit Arnold Retzer, später mehr oder weniger alleine verantwortet hast, die sich in dem zunächst noch wenig bedachten Gebiet der Paartherapie, in das sich nicht jede/r Psychotherapeut/in hinein wagt, welches sich aber unter Eurer gemeinsamen Verantwortung und Anstrengung zu einem ganz besonderen Arbeitsfeld und die Kongresse und Symposien zu Highlights entwickelt haben. Allein der Titel erzeugte schon lange vorher knisternde Erwartungen, die sich dann so oder so auch immer erfüllten! Ich bin froh, daß ich -sehr am Rande- dort ein wenig förderlich sein und mit tun durfte. Wenn ich unter guten Freunden ankündigte, ich führe mal wieder für 3 Tage nach Heidelberg zu „Paarungen“, pfiffen die gern vernehmlich feixend durch die Zähne und wünschten mir viel Vergnügen, welches ich unter so vielen hochkarätigen Kollegen niemals nicht hatte. 😀 Honi soit qui mal y pense!

Viele Begebenheiten ziehen da vor dem geistigen Auge vorüber. Aber heute ist Dein Geburtstag, und der 70. dazu! Ich grüße Dich zu ihm besonders herzlich und wünsche Dir nicht nur einen wunderbaren und denkwürdigen Tag, sondern auch noch viele gute und schaffensfrohe Jahre bei möglichst guter Gesundheit! Das ist natürlich nicht ganz uneigennützig, denn in der einen oder anderen Weise lässt Du uns ja davon auch immer wieder profitieren. Dafür, lieber Uli, sei Dir vielmals und sehr herzlich gedankt!

Wolfgang Traumüller


Lieber Uli:

Du bleibst für mich der coolste Rocker in der systemischen Hardcore-Szene, mit Deinen „blue suede shoes“ inzwischen zwar nicht mehr auf „Route 66“, aber weiterhin vielen interessierten Menschen viele „Kicks“ bereitend. Deine Seminare zur Systemischen Sexualtherapie sind offensichtlich weiterhin der Renner, inzwischen schon bei der Generation +-2000, die ich in der Bergheimer Strasse 20 in Deine Seminare strömen sehe. Neben unseren vielen fachlichen Treffen in der Psychosomatischen Unklinik und später in der IGST werden mir zwei gemeinsame musikalische  „Gigs“ um 1990 herum, mit Dir am wilden Piano einer sehr von Chuck Berry´s Songs beeinflussten Dreier- bzw. Vierercombo, immer in Erinnerung bleiben. Ziemlich „groovy“ finde ich auch, wie offensiv und gut organisiert Du in der jetzigen Lebensphase mit Deinen körperlichen Einschränkungen umgehst.

„Keep on running“ wäre als Zukunftswunsch insofern illusionär, „Let it Be“ aber auch nicht nötig, zwischen beiden Polen wünsche ich Dir (um zwei gemeinsame ehemalige Kollegen in diesen Geburtstagswunsch einzubeziehen)  ein gutes „Navigieren beim Driften“.

Dein Jochen   

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