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PID 4/2010: Migration

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Das letzte – und wie immer sehr informative – Heft 2010 von„Psychotherapie im Dialog” zum Thema Migration (Bravo!) umfasst 90 Seiten – pardon, 88 Seiten, denn dem Thieme-Verlag ist es unter heldenhaften verlegerischen Anstrengungen gelungen, auch in diesem Heft ein ganzes Blatt, das sind immerhin zwei ganze Druck-Seiten, einzusparen! Natürlich spart das ganz erheblich Kosten. Wieviel, darf Verlagsgeheimnis bleiben. Der Trick: Schneidet ein Beitrag beim Seitenumbruch schlecht ab (was ja schon mal passieren kann) und der Umbruch fällt in das Literaturverzeichnis, dann, ja dann findet man die Quellenangaben nicht mehr im Heft, sondern auf der Internetseite des Verlages – aber auch nicht mit dem zugehörigen Beitrag verbunden, sondern in einer separaten Datei. In der noch nicht einmal der Autor des Beitrages zu entdecken ist. In der aktuellen Ausgabe hat es den Autor Fatih Güç getroffen, aber das ist reiner Zufall – Der Seitenumbruch regiert. Und  wer will es dem Verlag verdenken, 11 überflüssige Literaturangaben aus dem Heft zu entsorgen? Es kann sich jedenfalls dabei auf keinen Fall um einen wissenschaftlich lesend und arbeitenden Abonnenten handeln! Denn der nimmt, wie eine Mitteilung des Verlages auf eine entsprechende Anfrage meinerseits beschied, die Hürde des Medienwechsels als solche gar nicht mehr wahr (und ich hatte schon Hoffnung, ich sei in meiner Karriere als wissenschaftlich lesend und arbeitender Abonnent schon weiter fortgeschritten):„Wir halten es für durchaus zumutbar, im Internet die komplette Literaturliste einzusehen. Dort steht sie in der Html-Fassung des Beitrags komplett im Zusammenhang des Artikels sowie auch als separates pdf. Dieses Prozedere hat sich bei vielen unserer wissenschaftlichen Fachzeitschriften bewährt und zu keinerlei negativen Rückmeldungen geführt. Der wissenschaftlich lesend und arbeitenden Abonnent unserer Zeitschriften bewegt sich den ganzen Tag im Internet, so dass de Hürde des Medienwechsels nicht mehr als solche wahrnehmbar ist, wie es vielleicht vor 5 Jahren noch der Fall war. Es gibt übrigens auch Journals, bei denen die kompletten Literaturverzeichnisse nur im Internet stehen und gar nicht mehr in der Print-Fassung abgedruckt sind. Soweit wollen wir bei der PiD aber vorerst nicht gehen“ Soweit der Thieme-Verlag. Na, da wollen wir als nicht wissenschaftlich lesend und arbeitende Abonnenten ja mal wirklich froh sein!
Zu den vollständigen abstracts…

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