
„Der Umbau des Sozialstaates ist in aller Munde. Die Veranstaltung will die Auswirkungen dieses politischen Geschehens auf die zwischenmenschlichen Beziehungen vor allem im Bereich helfender Berufe und entsprechender Organisationen thematisieren. Im Mittelpunkt des Symposions soll die Entwicklung von Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten stehen, die angesichts der alles durchdringenden Ökonomisierung andere ästhetischere Beziehungsformen kultivieren als jene, die auf der rein marktwirtschaftlichen Logik basieren. Veränderungs-, Entwicklungs- und Gesundungsprozesse benötigen eine eigene Qualität von Beziehungen, so die These der Veranstaltung. Die eingeladenen Referentinnen und Referenten verfügen vor dem Hintergrund ihrer je eigenen wissenschaftlichen Herkunft über eine eingehende Expertise zum Thema. Das Zusammenführen ihrer Ansätze soll dem Symposion jenen Geist verleihen, der gemeinsames kreatives Nachdenken und Lernen inspiriert. Am Ende der Veranstaltung soll hieraus die Formulierung konkreter Merkmale eines (?) zukunftsweisenden Beziehungsverständnisses hervorgehen. Da Beziehung und Dialog zu den Kernelementen des Veranstaltungsthemas gehören, sind alle TeilnehmerInnen mit ihrer Expertise eingeladen, sich an der Entwicklung alternativer Entwürfe zu beteiligen. Aus diesem Grunde ist das Symposion dialogorientiert aufgebaut und verlässt bewusst das klassische Vortragsschema. Im Rahmen eines Internetforums sollen auch nach dem Symposion noch praktische Erfahrungen mit dem schließlich Erarbeiteten sowie etwaige weitere Ausdifferenzierungen gemäß dem Motto Sprache schafft Wirklichkeit diskutiert werden können“ Soweit die Organisatoren der Tagung„Helfende Beziehung als Ware“, die am 18. und 19. April 2008 in Oldenburg stattfinden und von Eugene Epstein organisiert wird. Als Referenten sind auf der Tagung Mary und Kenneth Gergen, Klaus Dörner, Arlie Hochschild und Gerald Hüther vertreten. Die Tagungsgebühr beträgt 260,- .
Anmeldung und nähere Informationen gibt es hier



Köln (GWG): In einem offenen Brief vom 22. Januar 2008 wendet sich der Wissenschaftliche Beirat der„Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie“ (GwG) an die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel. Vertreten durch ihren Sprecher, Prof. Dr. Jürgen Kriz, fordern die 19 Wissenschaftler des Beirats, dass dem„angeblichen Bewertungsverfahren zur Gesprächspsychotherapie“ seitens des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)„endlich ein Ende gesetzt wird“. Dem G-BA werfen die Wissenschaftler vor, dass er das Verfahren zu einer„Farce verkommen“ ließe und„Machtmissbrauch“ mit seiner„Lobby-Politik“ betreibe. Der G-BA hatte am 20. Dezember 07 nicht wie allgemein erwartet worden war die Gesprächspsychotherapie nach über 20 Jahren Annerkennungsprozedere endlich als Kassenleistung für die Patienten zugelassen, sondern die Entscheidung wieder vertagt und die Psychotherapie-Richtlinien geändert.