„Magersucht, extreme Ängste, Aggressionen, Minderwertigkeitskomplexe, Depression die Krankheiten der Seele und ihre Erscheinungsformen sind vielfältig. Vielfältig sind auch die Methoden, mit denen Psychotherapeuten versuchen, mit dem Leiden umzugehen. Psychoanalyse, Familientherapie, Verhaltenstherapie und viele weitere Methoden gibt es, für den Laien sind sie kaum zu überschauen. Wie helfen sie, was unterscheidet sie voneinander? Und für wen ist welche Methode die richtige? In der elfteiligen Reihe„Therapien für die Seele“ stellt SWR2 die unterschiedlichen Therapieformen und ihre Begründer vor. Zu hören ist die Sendereihe vom 7. Februar bis 18. April 2007, jeweils mittwochs ab 10.03 Uhr in SWR2 Leben.
Viktor Frankl, Karl Rogers, Fritz Perls, Milton Erickson – große Therapeuten, die mit Ihrem Menschenbild nicht nur das Denken in der Psychologie, sondern auch unser Alltagsdenken geprägt haben. Aber welcher Name gehört eigentlich zu welcher Therapieform? Was für Persönlichkeiten waren die Gründerväter. Wer sind ihre Nachfolger, und was zeichnet die verschiedenen Therapieformen aus? In SWR2 Leben geht es nicht um bloße Fakten, vielmehr lernen die Hörer das Besondere der jeweiligen Therapieform anhand von Menschen und ihrer Entwicklung kennen. In manchen Sendungen steht dabei die Geschichte eines Patienten und seine Therapie-Erfahrung im Vordergrund, in anderen die Gedanken und das Menschenbild der großen Therapeuten.
In der Auftaktsendung am 7. Februar um 10.03 Uhr geht es um die systemische Familientherapie. Sie bezieht das menschliche Umfeld mit ein. Wenn beispielsweise ein Mädchen an Magersucht leidet, können Verhaltensänderungen von Familienangehörigen viel bewirken. Die folgenden Sendungen stellen Logotherapie, Verhaltenstherapie, Psychodrama, Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Psychoanalyse und weitere Therapien bzw. Methoden vor. In der letzten Sendung am 18.4. geht es um den Dialog der Therapieformen“
Quelle: SWR2 Leben – Therapie für die Seele
24. Januar 2007
von Tom Levold
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Sexualtheoretiker müssen sich irgendwann, spätestens nach ihrem Ableben, die Frage gefallen lassen, wie es denn um ihre eigene Sexualpraxis bestellt gewesen ist. Das gilt in ganz besonderem Maße für die Person Sigmund Freuds, dessen Libido seit Jahrzehnten alle möglichen Biografen auf der Spur sind. Nun ist mal wieder jemand fündig geworden, nämlich der Heidelberger Soziologe, Psychoanalytiker und Freud-Forscher Franz Maciejewski, dem es gelang, im vergilbten Fremdenbuch eines kleinen Schweizer Hotels eine Eintragung ausfindig zu machen, aus der hervorgeht, dass Freud hier am 13.8.1898 mit seiner Schwägerin Minna in einem Doppelzimmer mit Doppelbett abgestiegen ist. Das erregt den Freud-Forscher, weil diese Tatsache aus irgendeinem Grunde bedeute, dass„die Psychoanalyse
nicht länger durch die Einheit der Person (Freud) zusammengehalten werden“ könne, als ob – wie Ludger Lütkehaus in der NZZ treffend bemerkt,„sie jemals dadurch zusammengehalten worden wäre“. Wir sind gespannt auf die zukünftigen Enthüllungen über das Sexualleben der Freud-Biografen.