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Die unermüdliche Cornelia Tsirigotis hat ihren Wirkungskreis soeben von Aachen nach Frankfurt verlegt, wo sie Leiterin eines Förder- und Beratungszentrums für hörgeschädigte Kinder geworden ist (Herzliche Grüße und Wünsche für einen guten Start nach Hessen:-)). Trotzdem hat sie es geschafft, eine Geschichte für den Adventskalender beizusteuern:„Was oder wie ich einmal von KlientInnen gelernt habe eine Fragestellung, zu der mir viel weniger ein einzelnes herausragendes Beispiel einfällt als vielmehr eine prompte spontane Antwort: Alles, was ich über Eltern oder Kinder gelernt habe, habe ich von KlientInnen gelernt! Zumindest habe ich diesen Eindruck von mir, das meiste, was mir in meiner Arbeit wichtig ist, von KlientInnen gelernt zu haben. Das mag daran liegen, dass meine jahreslanges Aufgabengebiet Arbeit mit Eltern hörbehinderter Kinder im Kontext von Förderschule und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Kliniken kein Studienfach oder Ausbildungsberuf ist, so dass ich immer das Gefühl hatte, nichts zu wissen eine gute Voraussetzung, wie ich später in der systemischen Ausbildung lernte“
Zum heutigen Adventskalendertürchen
19. Dezember 2010
von Tom Levold
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Ernst von Glasersfeld, der am 12.11.2010 im Alter von 93 Jahren gestorben ist, hat den Begriff des„Radikalen Konstruktivismus“ geprägt. Fritz B. Simon hat für systemagazin einen Nachruf verfasst:„Unter den Vordenkern des Konstruktivismus, wie er heute die Diskussion in systemisch und/oder konstruktivistisch bezeichneten Praxisfeldern von der Therapie und Sozialarbeit über die Organisationsberatung bis hin zum Management – bestimmt, ist er wahrscheinlich der unbekannteste. Dies mag verwunderlich erscheinen, denn nicht nur der Begriff Radikaler Konstruktivismus, sondern auch einige seiner Schlüsselkonzepte sind Ernst von Glasersfeld zu verdanken. Dass dies so ist, dürfte auch an den von ihm (mit-)gestalteten Theorieentwürfen liegen, oder anders gesagt: Er hat seine Theorien, die jeden absoluten Wahrheitsanspruch in Frage stellen, auch personifiziert. So hat er weder für seine Ansätze missioniert noch andere Modelle aggressiv bekämpft. Argumentationen und rationaler Auseinandersetzung hat er sich immer gern gestellt, aber er war nie ein Eiferer, der Jünger um sich schart und Fangemeinden pflegt, kein Schulengründer. Diese persönliche Bescheidenheit und Zurückhaltung hat ihn als Erfinder eines von ihm selbst als radikal bezeichneten Konstruktivismus nicht vor vielen Gegnern bewahrt, die diesen Konstruktivismus als zu radikal erlebten“