systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

17. Februar 2012
von Tom Levold
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Das Problem der Intentionalität

Das Problem der Intentionalität beschäftigt die Philosophie seit je, dass nämlich mentale Phänomene immer auf irgendetwas ausgerichtet sind („aboutness“), d.h. äußere, physikalische wie mentale Phänomene repräsentieren oder sich auf diese beziehen, ein Phänomen, dass physikalisch nicht erklärbar ist. Claudia Bergomi, Mitarbeiterin von Wolfgang Tschacher an der Universität Bern, hat sich dem Problem, wie man vielleicht doch eine naturwissenschaftlich fundierte Erklärung für dieses Phänomen finden kann, in einem interessanten Papier„Intentionalität: Vorschlag für eine Naturalisierung auf der Basis der Theorie der Selbstorganisation“ gewidmet, das in der Reihe„Forschungsberichte der Abteilung für Psychotherapie“ auch im Internet veröffentlicht worden ist. In der Zusammenfassung heißt es:„In der vorliegenden Arbeit wird ein Naturalisierungsvorschlag der Intentionalität beschrieben, der sich auf die Selbstorganisationstheorie, insbesondere die Synergetik, stützt. Der hier beschriebene Ansatz von Tschacher und Kollegen verwendet hauptsächlich die Sprache der Physik und der Mathematik, und bietet eine mögliche Erklärung für die Entstehung zielgerichteter, nicht-reflexiver, handlungsorientierter Intentionalität in physischen Systemen. In seiner aktuellen Form bietet der Ansatz allerdings keine Erklärung für die Entstehung höherer (bzw. anderer) Formen von intentionalen Beziehungen, wie z.B. bei propositionalen Sätzen, sowie keine Erklärung des phänomenalen Charakters intentionaler Zustände. Dennoch könnte der beschriebene Vorschlag einen Startpunkt für einen gangbaren und wissenschaftlich fundierten Weg zur Naturalisierung der Intentionalität dastellen und zur Bestimmung der Grenzen reduktionistischer Ansätze für die Erklärung der Intentionalität beitragen“
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14. Februar 2012
von Tom Levold
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Alexander Kluge wird 80!

5. Februar 2012
von Tom Levold
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Do Antidepressants Cure or Create Abnormal Brain States?

Joanna Moncrieff ist senior lecturer in Psychiatry am University College in London, David Cohen ist Professor an der School of Social Work am College of Health and Urban Affairs an der Florida International University in Miami. Gemeinsam haben sie für PLOS Medicine einen interessanten Artikel geschrieben, der sich mit der pharmakologischen Behandlung von Depression beschäftigt. Das Standard-Modell der gegenwärtigen pharmakologischen Behandlung von Depression geht davon aus, dass es sich dabei um eine Störung eines biochemischen Gleichgewichtes handelt, das durch die Gabe von Anti-Depressiva wieder ausgeglichen wird. Allerdings fallen die Forschungsergebnisse, die eine solche„desease-centred“ Hypothese stützen, eher bescheiden aus. Als Alternative schlagen die Autoren ein “drug-centred” Modell vor, das davon ausgeht, das psychotrope Medikamente biochemische Zustände im Körper erzeugt, die u.U., sozusagen als Nebenwirkungen auch Erleichterung bei spezifischen Symptomen verschafft. Medikamenteninduzierte Effekte von Antidepressiva variieren deutlich in Abhängigkeit von ihrer chemischen Klassifizierung – von Sedierung und kognitiver Beeinträchtigung über milde Stimulation bis hin zu gelegentlicher offener Agitation. Die Ergebnisse klinischer Versuche können den Autoren zufolge als medikamenteninduzierte Effekte verstanden werden. Es gibt wenig Hinweise darauf, dass Anti-Depressiva oder andere Medikamente in der Lage sind, eine dauerhafte Stimmungsverbesserung oder andere gewünschte Effekte bei der Behandlung von Depression zu erzielen.
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