4. September 2012
von Tom Levold
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3. September 2012
von Tom Levold
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Declaration of the American Society for Cybernetics
„Cybernetics is a way of thinking, not a collection of facts. Thinking involves concepts: forming them and relating them to each other. Some of the concepts that characterize cybernetics have been about for a long time, implicitly or explicitly. Self-regulation and control, autonomy and communication, for example, are certainly not new in ordinary language, but they did not figure as central terms in any science“ So beginnt die„Declaration of the American Society for Cybernetics„, verfasst von Ernst von Glasersfeld, unter Mitwirkung von Stuart Umpleby, Paul Trachtman, Ranulph Glanville, Francisco Varela, Joseph Goguen, Bill Reckmeyer, Heinz von Foerster, Valentin Turchin, und Glasersfelds Frau Charlotte. Es ist ein Manifest der Kybernetik, nur fünf Seiten lang, aber eindringlich und ausdrucksstark. Es schließt mit einem optimistischen Statement hinsichtlich des gesellschaftlichen Potentials der Kybernetik 2. Ordnung, das man angesichts der derzeitigen weltpolitischen Situation allerdings nur mit einer gewissen Wehmut zur Kenntnis nimmt:„The wheel, the harnessing of electricity, the invention of antiseptics and the printing press have all had somewhat similar effects on the mechanics of living. Cybernetics has a far more fundamental potential. Its concepts of self-regulation, autonomy, and interactive adaptation provide, for the first time in the history of Western civilization, a rigorous theoretical basis for the achievement of dynamic equilibrium between human individuals, groups, and societies. Looking at the world today, it would be difficult not to conclude that a way of thinking which, rather than foster competition and conflict, deliberately aims at adaptation and collaboration may be the only way to maintain human life on this planet“
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2. September 2012
von Tom Levold
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Numerous Factors that matter beyond treatment strategies in Family Therapy

Unter dieses Motto, das einem Satz aus dem Editorial des Herausgebers Jay L. Lebow entnommen ist, könnte man die Beiträge der aktuellen Ausgabe der Family Process von Juni 2012 stellen. Die einzelnen Beiträge sind in Rubriken zusammengefasst:„Therapist and Educator Experiences“,„Systemic Considerations in the Treatment of Multi-Stressed Families“,„Families and Culture“ und„Family Therapy For Families With Members With Significant Difficulties In Functioning“. Aus dem letzteren Bereich ist auch ein Artikel online zu lesen, nämlich von„Understanding Autism: How Family Therapists Can Support Parents of Children with Autism Spectrum Disorders“ von Alexandra H. Solomon & Beth Chun.
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1. September 2012
von Tom Levold
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Familienklasse
Die erfolgreiche multifamilientherapeutische Arbeit, die Eia Asen und seine Gruppe in England entwickelt haben, findet auch in anderen Ländern, z.B. Dänemark und Deutschland, viel Resonanz. Beachtlich sind insbesondere die Erfolge, die im Rahmen eines multifamilientherapeutischen Ansatzes (family education) mit Kindern und Jugendlichen erzielt werden, die Schulprobleme haben. Das Konzept sieht hier nämlich vor, anstatt der Schüler alleine die ganze Familie in den Blick zu nehmen und mit der Schule zusammenzubringen. Die Arbeit mit den Familiengruppen wird auf den Schulalltag übertragen. Angeregt durch diese Modelle entwickelte die Tagesklinik Baumhaus des Schleiklinikums Schleswig gemeinsam mit der Schule Hesterberg in Schleswig das FiSch-Programm (Familie in Schule) zur Reintegration von Schülern mit sozialemotionalen Auffälligkeiten. Das FiSch-Team, Ulrike Behme-Matthiessen, Kerstin Bock, Andree Nykamp und Thomas Pletsch, haben ihre Erfahrungen nun zu einem„Handbuch Familienklasse“ zusammengestellt, das Jürgen Hargens für systemagazin gelesen hat, der resümiert:„Das Buch ist klar in der Sprache, benennt die bedeutsamen (Struktur-) Faktoren, gibt praktische Empfehlungen und macht Mut gerade durch die Praxisberichte aus anderen Gegenden. Es sollte für alle pädagogisch Tätigen zu einer Pflichtlektüre werden, auch (oder insbesondere) deshalb, weil es zeigt, dass etwas möglich ist zu tun (und zu ändern). Oder in leichter Abwandlung der Idee des Buches, Kinder in ihrem Lernen/Entwickeln zu unterstützen es kann Fachleute helfen, dazu zu lernen und das eigene Handeln zu ändern“
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31. August 2012
von Tom Levold
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Martin Mosebach nach Pakistan übergesiedelt
Der Schriftsteller Martin Mosebach hat seinen Wohnsitz von Frankfurt am Main in die pakistanische Hauptstadt Islamabad verlegt, wo er zukünftig auch seiner schriftstellerischen Tätigkeit nachgehen wird. Wie Mosebach in einer Presseerklärung betonte, sei dieser Schritt Ergebnis einer langen Auseinandersetzung mit den Bedingungen, die er für seine kreatives Schaffen brauche:„Entgegen der Forderung nach unbedingter Freiheit, die Künstler gern beanspruchen, ist in der Geschichte der Kunst die Beschränkung dieser Freiheit der Entstehung von Kunst höchst förderlich gewesen. Nicht alles aussprechen zu dürfen, von rigiden Regeln umstellt zu sein, hat auf die Phantasie der Künstler überaus anregend gewirkt und sie zu den kühnsten Lösungen inspiriert; berühmt ist die Devise ‚Die Zensur verfeinert den Stil‘ oder die Maxime des wahrhaft zensurerfahrenen Karl Kraus: ‚Ein Satz, den der Zensor versteht, wird zurecht verboten.'“ Leider habe die Bundesrepublik Deutschland von seinen wiederholten Forderungen nach einem gesetzlichen Blasphemie-Verbot keine Notiz genommen. Aus diesem Grund habe er seine Arbeit in ein Land verlegen müssen, das strengere Regeln und Einschränkungen für die künstlerische Betätigung setze. Hiervon verspreche er sich intensivere Impulse und Anregungen für sein Spätwerk. Ein Künstler müsse, wolle er wirkliche Freiheit erwerben, die Auseinandersetzung mit der äußeren Unfreiheit suchen:„Freiheit ist für ihn nicht ein Recht oder ein Bündel von Rechten. Freiheit ist eine Eigenschaft seiner Person, die sie in einem Leben der Selbstüberprüfung erworben hat. Es kann sehr wohl eintreten, dass diese Freiheit mit den Auffassungen der Gesellschaft kollidiert. Es kann eintreten, dass der Künstler für diese seine Freiheit einen hohen Preis zu bezahlen hat. Ich bin davon überzeugt, dass der wirklich freie Künstler diesen Preis gern bezahlt“. Um seinen Worten nun auch Taten folgen zu lassen, habe er sich zu diesem Ortswechsel entschlossen und sei gespannt, wie die pakistanische Obrigkeit darauf reagiere. Die Inhaftierung eines 11jährigen Mädchens mit dem Vorwurf der Blasphemie in Pakistan hält Mosebach allerdings für ungerecht, da es sich um eine Analphabetin und nicht um eine freie Künstlerin gehandelt habe und daher aus ihrer Unfreiheit auch keine kreativen Impulse zu erwarten seien.
30. August 2012
von Tom Levold
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Achtsamkeit

Nachdem schon vorgestern an dieser Stelle auf den Kommentar von Jürgen Beushausen zum Aufsatz von J. Herwig-Lempp und L. Kühling in der Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung hingewiesen wurde, ob Soziale Arbeit anspruchsvoller als Psychotherapie ist oder nicht, geht es heute um die anderen Beiträge der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift. Im Mittelpunkt steht das Thema„Achtsamkeit“, das in unterschiedlichen Bereichen (Theorie: Buddhistische Psychologie und systemische Ansätze, Teamdynamik und Psychokardiologie) ausbuchstabiert wird. Dazu gibt es ebenfalls auf das Thema bezogen einige Rezensionen zu lesen.
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28. August 2012
von Tom Levold
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Ist es nützlich, Soziale Arbeit als anspruchsvoller als Psychotherapie zu bezeichnen?
Ein einem diskussionswürdigen Aufsatz in der vorletzten Ausgabe der„Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung“ haben Johannes Herwig-Lempp und Ludger Kühling eine Diskussion mit Thesen eröffnet, die deutlich machen sollen, dass Soziale Arbeit gegenüber Beratung und Therapie anspruchsvoller sei. In seiner Antwort, die in der aktuellen Ausgabe zu lesen ist, greift Jürgen Beushausen die Fragestellung auf und versucht in einer differenzierenden Antwort, die Frage von der Zugehörigkeit zu Berufsgruppen abzukoppeln:„J. Herwig-Lempp und L. Kühling (2012) stellen sieben Thesen vor, in denen sie darlegen, weshalb Soziale Arbeit anspruchsvoller als Psychotherapie ist. Diese Thesen, die durch sechs weitere Thesen ergänzt werden, stehen im Mittelpunkt des Beitrages. An Hand der Wirkfaktoren psychosozialer Hilfen wird verdeutlicht, dass die Art der professionellen Haltungen und Interventionen entscheidend ist und nicht welcher Berufsgruppe ein Helfer angehört. Im Weiteren werden Attribute sozialer Arbeit, ihre Schwächen und Stärken zusammengefasst. Abschließend wird gefragt, ob es nützlich ist, Soziale Arbeit als anspruchsvoller als Therapie zu konstruieren. Bilanzierend wird die Notwendigkeit eines„Sprunges“, einer Veränderung zweiter Ordnung, in der Kultur der Zusammenarbeit gefordert. Mit den hier vorgestellten Thesen soll die Diskussion über die Identität Sozialer Arbeit erneut angestoßen werden“ Erfreulicherweise sind die Texte mit Genehmigung des Verlages auf der website der DGSF zu lesen.
26. August 2012
von Tom Levold
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Spezielle Aspekte und Probleme in der Psychotherapie mit Folteropfern unter Beteiligung von Dolmetschern
Ferdinand Haenel ist Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Seit 1993 arbeitet er am Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Diagnostik und Behandlung von Personen mit Folterfolgen aus anderen Kulturkreisen, worüber er auch zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat. In der systhema 2/1997 hat einen Beitrag zum Thema der Schwierigkeiten der Kommunikation mit Folteropfern verfasst, wenn diese sich auf den Einsatz von Dolmetschern stützen muss:„Ausschnitte aus unserer Praxis der Psychotherapie mit durch Folter traumatisierten Menschen anderer Sprache und Kultur sollen einen kleinen Einblick darüber vermitteln, wie unzureichend es ist, die in den Therapiestunden als Übersetzer beteiligten Dolmetscher und Dolmetscherinnen rein als mechanische Sprachvermittler anzusehen. Denn ebenso wie die Behandler werden auch sie in die Übertragung des Patienten miteinbezogen und können ihrerseits Gegenübertragungsgefühle entwickeln. Bleibt das unberücksichtigt, können entscheidende, den therapeutischen Prozess mitbestimmende Faktoren sowie die Möglichkeit und Gefahr einer stellvertretenden Traumatisierung der Dolmetscher übersehen werden“
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24. August 2012
von Tom Levold
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Tanz die Orgel
23. August 2012
von Tom Levold
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Peggy Penn (26.2.1931-27.7.2012)
Mit Peggy Penn ist eine Altmeisterin der systemischen Familientherapie am 27.7. im Alter von 81 Jahren gestorben. Durch Workshops und Teilnahme an Tagungen war sie auch in den deutschsprachigen Ländern bekannt. Klaus Deissler und Harlene Anderson haben für systemagazin einen Nachruf verfasst, der neben ihren Beiträgen für die Psychotherapie vor allem die große Bedeutung thematisiert, die der Umgang mit Sprache für sie hatte, was sich auch in einigen Gedichtbänden niederschlug. Ihr Verlag CavanKerry Press bringt auf seiner website einen Auszug aus ihrem letzten Gedichtband„My Painted Warriors“ (2012), der hier Peggy Penn zum Gedenken zu lesen ist:
A Summer Day
New York City, September 2003
The green cathedral, where I sit gulping air
like water, in the body smell of summer,
stretches nets of lace-light through trees to fall
on my lap; one hand rests on the other.
Ring fingers touch and hide a small arthritic
spur. Rowed by women, the rowboats waste no time,
sliding by in a gray Monet blur;
the men lie trailing their hands in the water.
Chaste girls paint their many toenails red,
blue, and green, a feint of dance in pointillist
dots. A wedding party scrambles over
the hill; the Russian bride to bed the Irish
groom with scoured cheeks. In red décolletage,
bridesmaids vine themselves around a blue
gazebo for photos.
An old woman in a wheelchair and
a fur, parrots like a rapper, Hotdog,
hotdog, . . .I wanna hotdog!
The groom helps his mother onto a rock, and they
smile in their duet of not forgotten gratitudes.
22. August 2012
von Tom Levold
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narrative practice conversations about gender and culture in the context of trauma
Für kurze Zeit ist auf der website von Wiley ein Artikel von Pennie J. Blackburn mit dem Titel„Creating space for preferred identities: narrative practice conversations about gender and culture in the context of trauma“ kostenlos zu laden, der in Heft 1/2010 im Journal of Family Therapy erschienen ist. Im Abstract heißt es:„This paper describes a narrative approach to work with the effects of extreme trauma and forced migration. It describes an approach to work across cultures in cases in which the culturally informed dominant discourses have shaped the effects of the trauma on those that survived them. The paper sets out the stories of two women as exemplars of the complexities of such practice. Examples of the main forms of narrative practice conversations are given and the work is developed through considerations of ways in which therapists can work respectfully between cultures“
Zum Volltext geht es hier
21. August 2012
von Tom Levold
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Back on the block: Interkulturelle Familientherapie
systemagazin ist aus den Ferien zurück und liefert einen verspäteten Vorabdruck, der schon kein Vorabdruck mehr ist, da das Buch schon im Frühjahr erschienen ist. Es handelt sich um das zweite Kapitel eines sehr erwähnenswerten Buches von Saied Pirmoradi über Interkulturelle Familientherapie und -beratung, das die Entwicklung kultureller Sensibilität von Berufstätigen im psychosozialen Bereich erweitern will, ein Vorhaben, das angesichts der zunehmenden Bedeutung des Themas der Interkulturalität nicht hoch genug einzuschätzen ist.„Neben erkenntnistheoretischen Grundlagen werden zentrale psychologische und psychotherapeutische Konzepte aus der systemischen Perspektive analysiert und praxisrelevante Aspekte beleuchtet. Besondere Beachtung finden dabei der Erstkontakt, der Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung, die kultursensible Problemdefinition sowie die Erarbeitung passender Behandlungsvorschläge für ratsuchende Familien mit Migrationshintergrund“, heißt es im Verlagsprospekt. Saied Pirmoradi stammt aus dem Iran, hat in Deutschland Psychologie studiert und arbeitet in Berlin als als Dozent und interkultureller Familientherapeut am INSA-Berlin. Er hat u.a. das Lehrbuch von Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer ins Farsi übersetzt und ist Sprecher der Fachgruppe »Interkulturelle Familientherapie und -beratung« der DGSF.
Zum Vorabdruck
21. Juli 2012
von Tom Levold
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