systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

14. Juni 2026
von Tom Levold
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Wenn moralische Sensibilität in Bevormundung und Ideologie umschlägt

In den sogenannten „westlichen“ Gesellschaften ist seit einigen Jahren eine zunehmende Moralisierung öffentlicher Selbst- und Weltdeutungen zu beobachten. Das spricht einerseits für eine gesteigerte Sensibilisierung für moralische Themen, andererseits für eine problematische, weil normative Einengung sozialer Diskurse.

Auch im systemischen Feld stellt sich verschärft die Frage, wann moralische Sensibilität in Bevormundung und Ideologie umschlägt. Diese Frage wird im systemagazin seit längerem verhandelt – etwa in Debatten über professionelle Identität, den ideologisch aufgeladenen Aktivismus in den systemischen Verbänden oder den Umgang systemischer Praxis mit normativen Zumutungen. Weiterlesen

11. Juni 2026
von Tom Levold
1 Kommentar

Marianne Krüll wird 90

Heute wird Marianne Krüll 90 Jahre alt und systemagazin gratuliert von Herzen. In der heutigen systemischen Szene ist sie wohl nicht mehr vielen bekannt, hat sie doch in den letzten 20 Jahren zunehmend weniger in den einschlägigen Journals veröffentlicht. Weiterlesen

7. Juni 2026
von Tom Levold
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Verwaltung der vagen Dinge revisited

Vor 15 Jahren erschien Peter Fuchs‘ Buch über die Verwaltung der vagen Dinge, eine systemtheoretische Reflexion über die Besonderheit der Psychotherapie. Aus diesem Grund erscheint hier ein ausführlicher (und durchaus kritischer) Rezensionsessay von Wolfgang Loth, den dieser zum Erscheinen des Buches 2011 in der Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung veröffentlicht hat. Weiterlesen

4. Juni 2026
von Tom Levold
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Esoterik – Unmögliche Kontingenz: Zur Funktionslogik des Paranor­malen

Esoterik – Unmögliche Kontingenz: Zur Funktionslogik des Paranor­malen. Unter diesem Titel hat Uli Reiter, freischaffender Künstler und Systemtheoretiker, in der Reihe „Systemische Forschung“ im Carl-Auer-Verlag ein Buch veröffentlicht, das den Verlagsinformationen zufolge Esoterik „nicht als Irrtum, Trugbild oder Glaubensform [behandelt], sondern als eigenes soziales Phänomen, das sich entlang gesellschaftlicher Lücken, Paradoxien und Anschlussprobleme ausdifferenziert“. Weiterlesen