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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Mentalisieren statt Zuschlagen – Systemische Arbeit bei familiärer Gewalt

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Datum/Zeit
Date(s) - 09.10.20 - 10.10.20
9:30 - 18:00

Veranstaltungsort
StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung, Supervision und Systemisches Coaching e.V.

Kategorien





Intensive Erregungszustände im Kontext von Bindungsbeziehungen können Kinder und Eltern oft „rot sehen“ lassen. Mentalisieren ist dann nicht mehr möglich – also die Fähigkeit, den eigenen Affekt zu regulieren und sich über die Gefühle und Gedanken von an- deren Menschen klarzuwerden und sich in sie hineinzuversetzen.

Das kann zu unreflektierten Annahmen über die eigene Person und über andere Menschen führen und zu gewalttätigen Handlungen, sei es mit Fäusten, Beschimpfungen oder Herabsetzungen.

Dieser Workshop befasst sich mit verschiedenen Formen von körperlicher, emotionaler und sexueller Gewalt, sowohl gegen Kinder wie auch in Partnerbeziehungen. Es wird gezeigt, wie ein mentalisierungsinformierter systemischer Ansatz familiäre Gewalt behandeln und reduzieren kann.

Konzepte und pragmatische Techniken werden mit vielen Videobeispielen und Minirollenspielen illustriert – bei der Arbeit mit Paaren und Familien wie auch beim Einsatz von Multifamilientherapie.

Ort / Gemeindehaus Gedächtniskirche, Großer Saal, 1. Stock, Seidenstraße 73, 70174 Stuttgart

Prof. Dr. med. Eia Asen / Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie, Systemischer Therapeut. Studium der Medizin in Berlin, seit 1973 in London psychiatrisch tätig. Bis 2013 Ärztlicher Direktor des Marlborough Family Service in London, und jetzt am Anna Freud National Centre for Children and Families tätig, plus Gastprofessur am University College London.

Zielgruppe / alle psychosozialen Berufe

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