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Online-Journal für systemische Entwicklungen

„Laterale Führung in sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern – Aufgaben und Projekte leiten mit Freiwilligen oder nicht formal unterstellten Mitarbeiter*innen”

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Datum/Zeit
Date(s) - 10.03.20 - 11.03.20
Ganztägig

Veranstaltungsort
tandem Praxis & Institut

Kategorien





Seminar vom 10. bis 11. März 2020 in Freiburg

Mit Maja Dorothea Schellhorn

Detaillierte Infos unter: tandem-freiburg.org

 

Laterale Führung – Führen ohne Weisungsbefugnis

Führung wird oft mit direkter Personalverantwortung gleichgesetzt. Tatsächlich ist die direkte Personalverantwortung aber nur eine Dimension von Führung, eine von mehreren. In den meisten Organisationen und Unternehmen gibt es auch anspruchsvolle und verantwortungsvolle Aufgaben, die zusammen mit anderen geleistet werden müssen, ohne dass man über diese Personen Weisungsbefugnis hat. Laterale Führung – Führung von der Seite her – das heißt: Ergebnisverantwortung für eine Aufgabe oder ein Projekt zu haben und dabei auf die Zusammenarbeit mit Menschen angewiesen zu sein, ohne die formale Berechtigung, ihnen Anweisungen geben und ggf. Fehlverhalten sanktionieren zu können. Laterale Führung ist gerade in sozialen und pädagogischen Handlungsfeldern weit verbreitet. Wir finden sie beispielsweise in der Leitung von Querschnittsaufgaben, in Projektleitungen, in der Leitung von Arbeits- und Projektgruppen mit bestimmten Aufträgen, bei themen- oder projektbezogenen Kooperationen mit Kolleg*innen, die aus gleicher, aus niedrigerer oder auch aus höheren Hierarchieebenen kommen können sowie in der Anleitung und Führung von Ehrenamtlichen.

Damit diese Form der Führung gelingen kann, braucht man ganz besondere Führungskompetenzen. Man muss die Mitarbeitenden und Zuarbeitenden – die man sich oft auch nicht aussuchen kann! – überzeugen, gewinnen, motivieren, begeistern und über andere als formale Mittel binden, um die notwendigen Kooperationen zu sichern.

Was dabei zu beachten ist und wie das gelingen kann, erfahren Sie in diesem Seminar.

 

Das Seminar richtet sich an Menschen insbesondere in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern, die laterale Führungsaufgaben haben.

 

Ihr Nutzen: Wie profitieren Sie vom Seminar?

1) Sie erkennen die Besonderheiten, die Herausforderungen und die wertvollen Aspekte von sog. Lateraler Führung.

2 )Sie erhalten konkrete Ideen, wie Sie Ihre Kooperationspartner*innen zu einer vertrauensvollen, engagierten, kontinuierlichen und verbindlichen Mitarbeit bewegen können, und welcher Führungsstil hierfür förderlich ist;

3) Sie gewinnen eine realistische Einschätzung, welches Führungsverhalten hinderlich ist, und was Sie (von wem) nicht erwarten können.

4) Sie erweitern Ihr Verständnis für die systemischen Zusammenhänge und die Spannungsfelder, die speziell in diesen Kooperationen entstehen können.

5) Sie gewinnen ein klares Bild davon, welche Art von Anbindung an- und Einbindung in die Organisation (die Einrichtung, das Unternehmen) diese Art von Aufgabe notwendig braucht, damit sie Erfolg haben kann.

6) Sie reflektieren systematisch Ihre Machtbasis – im Sinn von konstruktiver Gestaltungsmacht – und erarbeiten konkrete Ansatzpunkte, um Ihre Machtbasis zu erweitern.

7) Durch den Austausch mit Menschen in vergleichbaren Funktionen können Sie die eigene Situation besser verstehen und nehmen eine Vielfalt von „Best-Practise-Ideen“ mit.

 

 

Was sind die konkreten Inhalte?

1) Überzeugen, gewinnen, motivieren, begeistern: Wie gelingt das?

2) Die Bedeutung von Sinn, Status und Anerkennung des Projekts bzw. des Arbeitsfelds

3) Mitarbeitende einbeziehen und einbinden entsprechend ihrem „Reifegrad“ und ihrer persönlichen Motivation

4) Klärung der eigenen Rolle gegenüber den Mitarbeitenden und den Vorgesetzten

5) Kräftefeldanalyse und Entwickeln von guten Strategien, um das Arbeitsfeld zu etablieren und zu sichern

6) Macht im Sinn von konstruktiver Gestaltungsmacht: Machtfundamente analysieren und Möglichkeiten finden, um die eigene Machtbasis zu stärken

7) Notwendiger Erfolgsfaktor: Einbindung des Projekts bzw. Aufgabenfelds in die Einrichtung; Anbindung an die Ziele und „den Willen“ der übergeordneten Ebene.

 

 

Arbeitsformen: Wie arbeiten wir im Seminar?

Gearbeitet wird in einem Wechsel von Inputs der Referentin zu Modellen und Konzepten und von Reflexionen im Plenum und in Teilgruppen. Wir entwickeln gemeinsam Wege und Lösungen zu den Fragestellungen und Anliegen aus Ihrer Arbeitspraxis.

 

Teilnehmer*innenzahl

Am Seminar können maximal 14 Personen teilnehmen.

 

Termin und Arbeitszeiten

Dienstag,      10. März 2020,        9.30-12.30 und 14.00-17.00 Uhr

Mittwoch,     11. März 2020,        9.00-12.30 und 14.00-17.00 Uhr

 

 

 

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