Systemische Zuversicht
heisst Vertrauen
heisst tun oder lassen, was möglich ist
Wir Menschen haben einen beispiellosen Tsunami des Verschwindens losgetreten, der uns schon zu Lebzeiten die Energien raubt, spätestens aber mit dem Wissen um den eigenen Tod zu einem Ärgernis, oft aber auch zur Erlösung wird. „Das führt unweigerlich zu einer Theologie, die sich seit Jahrhunderten darauf spezialisiert hat, dem skandalösen Verschwinden von Menschen durch ihren biologischen Tod mit einem theoretischen Überbau und Versprechen zu begegnen“ (P.Blom). Diesem Ärgernis, in christlicher Tradition – geleitet von weihnächtlichen Visionen und österlichen Tröstungen – zu begegnen, ist nachvollziehbar. Im Wissen, dass Transzendenz ja nicht etwas für Phantasten ist, Energien sich erhalten, auch wenn Aggregatszustände sich verändern, bleibt es trotzdem fraglich, ob und für wen „systemische Zuversicht“ denn Sinn macht, gleichsam als säkulare Tröstung gegen der Zerfall. Ich für meinen Teil, in der Begegnung mit mir selber, dem/den andern und der Natur im Allgemeinen, lasse mich – sozusagen immanent – leiten von der Erfahrung und vom Wissen, dass es sich lohnt zu vertrauen.