
Am 8. Dezember 2007, dem Tag von Mariä Empfängnis, hat das Jubiläumsjahr zur Feier der Marienerscheinungen in Lourdes (Foto: Micha) vor 150 Jahren begonnen. Per Dekret hast Du verfügt, dass alle Gläubigen, die während dieser Zeit in frommer Gesinnung nach Lourdes pilgern, für sich oder für die Seelen anderer im Fegefeuer einen vollkommenen Ablass von Sündenstrafen erlangen können. Leider hagelt es da wieder Hohn und Spott seitens derjenigen, die gar nicht wissen, wovon die Rede ist. Wir finden dieses Dekret dagegen wunderbar. Denn wir waren schon zweimal in Lourdes. Wer sich mehr als einen Tag in diesem Las Vegas des Katholizismus, dieser schwarzen Hölle des Do-it-yourself-Exorzismus aufgehalten hat, hat nämlich nicht nur einen Sündenablass verdient, sondern sogar einen gewissen Anspruch auf ein kleines Extra-Sünden-Guthaben für alle Fälle.
Da fängt aber leider unser kleines Problemchen an. Wir werden es wahrscheinlich nicht schaffen, bis zum 8.12.2008 nach Lourdes zu pilgern, obwohl wir jede Menge vollkommenen Sündenablass vertragen könnten. Einfach zu viel Arbeit! Zu gerne würden wir Weihwasser in Marienplastikfläschen oder Jesuskanister füllen, blinkende Dornenkronen auf unser Haupt setzen und Kreuzigungs-T-Shirts überziehen – und uns wieder sündenfrei fühlen. Da muss doch was zu machen sein. Schließlich sind wir Papst. Wir möchten Dir folgenden Vorschlag machen: Du erteilst uns den Ablass und wir unterstützen ab sofort im systemagazin Deine Initiative zur Heiligsprechung von Karol Woytila. Wunder gibt es schließlich immer wieder.
Mit frommem Gruß
Dein systemagazin

dürfen ebenso wie die 24-Stunden-Zellenbeleuchtung nur noch aus solarbetriebenen Geräten gewonnen werden. Das Wasser, in das die Gefangenen zur Vortäuschung eines Ertränkungstodes getaucht werden, wird zukünftig regelmäßig auf einen ausgeglichen PH-Wert untersucht. Briefpost an die Gefangenen, die kein Recycling-Papier verwendet, wird nicht mehr zugestellt. Auch die Säcke, die den Insassen über den Kopf gestülpt werden, müssen ab Weihnachten ein Ökosiegel tragen, ebenso wie die Gefangenenkleidung, die ab sofort nicht mehr rot, sondern (mit Ökofarbe) grün gefärbt ist. Grün ist die Farbe des Lebens und der Hoffnung, erläuterte Bush und bedauerte, dass die Welt nicht schon nach der Einführung eines Öko-Panzers für die US-Streitkräfte im Frühjahr dieses Jahres anerkannt habe, dass es auch dieser Regierung ernst sei mit der ökologischen Erneuerung der Welt.