
So übertitelt Jürg Willi sein – übrigens sehr persönliches – Buch über„Persönliche Entwicklung unter veränderten Umständen – die ökologische Sicht der Psychotherapie“. Hans-Georg Pflüger hat es besprochen und stellt fest:„Der Autor rechnet sein psychotherapeutisches Vorgehen, basierend auch auf der philosophischen Grundlage von Martin Bubers Weltbild, der Systemischen Therapie zu und weiß wohl, dass es sich bei dieser Differenzierung um zwei sich überschneidende und gegenseitig beeinflussende Perspektiven handelt. Dennoch ist ihm die Unterscheidung wichtig, nur bedingt vom äußeren Bild des Lebenslaufes auf die persönliche Entwicklung zu schließen und umgekehrt. Im Grunde bringt das Buch weder neue therapeutische Erkenntnisse noch wirft es solche Fragen auf, dennoch ist es äußerst informativ, weil es eine Tiefe, Fülle und Sorgfalt bietet, die manch vergleichbares Buch vermissen lässt“
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23. April 2008
von Tom Levold
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Russell Crane von der Brigham Young University in Utah, USA, beschäftigt sich seit längerem mit den gesundheitsökonomischen Aspekten des Einsatzes von Familientherapie als Behandlungsform. Ein Beitrag über die Kosten-Nutzen-Rechnung von Familientherapie ist im Psychotherapeutenjournal 1/2007 erschienen und kann auch online gelesen werden.„Die vorliegende Arbeit fasst Effektivitätsstudien zur Einbeziehung familientherapeutischer Behandlungen in die medizinische Versorgung psychischer Erkrankungen zusammen. Das zur Verfügung stehende Datenmaterial stammt aus drei unterschiedlichen Quellen: 1. einer im Westen der USA (Region Utah) ansässigen großen Health Maintenance Organization (HMO, Krankenkasse) mit 180.000 Mitgliedern; 2. dem Medicaid-System (staatlicher Gesundheitsdienst für bedürftige Bürger) des US-Staates Kansas; 3. einer großen nationalen US-Krankenversicherungsgesellschaft mit neun Millionen Versicherten. Die gewonnenen Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Einbeziehung familientherapeutischer Maßnahmen in die medizinische Versorgung die Häufigkeit von Arztbesuchen insbesondere bei Menschen, die oft einen Arzt aufsuchen, reduzieren können. Ebenso ergaben die in zwei unterschiedlichen Krankenversicherungssystemen durchgeführten Studien, dass die Einbeziehung von Familientherapie als Behandlungsform die Gesundheitskosten nicht ansteigen lässt“


