So betitelt Peter Bormann eine 81 Seiten starke Einführung in die systemtheoretische Kommunikationstheorie (Abb.: Wikimedia Commons):„Differenzlehren wie die ‚Dekonstruktion‘ (im Anschluß an Jacques Derrida) oder die soziologische ‚Bielefelder Systemtheorie‘ (ausgehend vom Werk von NiklasLuhmann) können nun als Reaktionen auf (den) Plausibilitätsverlust traditioneller sozial wissenschaftlicher Ansätze angesehen werden. Zugleich hat aber die Bielefelder Systemtheorie mittlerweile ein derartiges Komplexitätsniveau erreicht, daß der elegante Einstieg in diese faszinierende Theorieformation sehr schwer fallen muß. Da ich in letzter Zeit des öfteren auf kurze und knappe Charakterisierungen der Systemtheorie angesprochen wurde, schien es mir sinnvoll zu sein, den Text zur sozialwissenschaftlichen Grundlagenkrise in eine Art„Mini-Leitfaden zur modernen (Theorie- )Geschichte der Kommunikation“ umzuwandeln. Das heißt: Das Ziel dieses Vademecums ist es, Hintergrundwissen zu einigen älteren und aktuellen Kommunikationskonzeptionen, vor allem dem systemtheoretischen Ansatz von Niklas Luhmann und Peter Fuchs, zu vermitteln. Dabei wurde auf eine schnörkellose und klare Darstellung Wert gelegt, die insbesondere den Zugang zur komplexen Bielefelder Systemtheorie erleichtern soll. Sollten interessierte Laien nun anhand dieses Textes in relativ kurzer Zeit ein ausreichendes Grundverständnis für die Systemtheorie entwickeln können, so hätte diese Arbeit ihren Zweck voll und ganz erfüllt“
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19. Mai 2008
von Tom Levold
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Wie der Bundestagspräsident Norbert Lammert gestern überraschend auf der Bundespressekonferenz bekannt gab, haben sich alle 612 Abgeordnete des Deutschen Bundestages verpflichtet, zukünftig ihre 16prozentige Diätenerhöhung für die Opfer von Unwettern und anderen klimatisch bedingten Katastrophen einzusetzen. Zu den ersten Begünstigten gehören die Opfer des Zyklons Nargis in Myanmar. Wie Lammert mitteilte, setzt jeder Abgeordnete für jeden Euro seiner Diätenerhöhung noch einmal einen Euro aus seinem privaten Vermögen in den Spendentopf ein.„Wir haben eingesehen, dass wir in der Vergangenheit als Parlament viele Entscheidungen getroffen haben, die zur sich abzeichnenden Weltklimakatastrophe beigetragen haben. Dies bedauern wir zutiefst. Als Zeichen der Umkehr möchten wir die Zweckbindung unserer Diätenerhöhung an die Unterstützung der Opfer dieser Entwicklung verstanden wissen. Wir sehen unsere Aktion
gleichzeitig als Signal an die Vorstände der großen Deutschen Unternehmen, die maßlose Erhöhung ihrer Bezüge in den vergangenen Jahren ebenfalls für diesen Zweck einzusetzen“, so Lammert wörtlich. Der Bundesverband der Deutschen Industrie und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände zeigten sich in ersten Reaktionen begeistert.„Wir freuen uns über diese Initiative des Bundestages und werden unser Bestes tun, um die Aktion zu unterstützen. Viele unserer Vorstände wissen ohnehin nicht mehr recht, was sie mit ihrem Geld anfangen sollen“, äußerte sich der Präsident des BDI, Jürgen R. Thumann, in einer ersten Stellungnahme. Dem Vernehmen nach soll Joseph Ackermann (Foto: Deutsche Bank) bereits in einer spontanen Reaktion ein Drittel seines Jahresgehaltes von 13,2 Millionen für die Aktion gestiftet haben. Der ehemalige Mannesmann-Chef Klaus Esser überwies dem Vernehmen nach sogar die kompletten 30 Mio. aus seiner Vodafone-Abfindung. Ex-Bundespräsident Roman Herzog zeigte sich gerührt:„Endlich geht ein Ruck durch Deutschland, wie ich ihn mir nicht besser hätte erträumen können“.