Pauline Boss ist auch hierzulande vielen Kolleginnen und Kollegen durch ihre Arbeiten zum Thema des uneindeutigen Verlustes bekannt geworden. Damit wird einerseits der unklare Verlust einer Person bezeichnet, die
körperlich nicht mehr präsent ist, etwa bei vermissten Personen, die aber aufgrund des unklaren Status ihrer Existenz auch nicht aufgegeben und betrauert werden kann. Andererseits kann aber auch ein uneindeutiger Verlust darin bestehen, dass ein Mensch noch körperlich anwesend ist, aber seine soziale Rolle nicht mehr erfüllen und in der Beziehung nicht mehr als Partner präsent sein kann, etwa bei Demenzkranken. Mit diesem Buch, das von Astrid Hildenbrand in gewohnter Qualität übersetzt worden ist und Ende dieser Woche bei Klett-Cotta erscheint, hat Pauline Boss ihr forscherisches und therapeutisches Lebenswerk zusammengefasst. systemagazin bringt einen Vorabdruck aus dem 7 Kapitel„Ambivalenz als etwas Normales begreiflich machen“, eine Rezension folgt.
Zum Vorabdruck geht es hier
28. August 2008
von Tom Levold
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Dennoch bekomme ich auch jede Menge schöne Rückmeldungen zum systemagazin, für die ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte. Das systemagazin besteht nun seit über dreieinhalb Jahren und hat sich wohl mittlerweile als ein Medium im systemischen Diskurs etablieren können. Fast jeden Tag finden Sie hier einen Link, eine Rezension oder andere interessante Informationen. Dafür möchte ich auch in Zukunft sorgen. Ich freue mich aber, dass sich ab sofort die Perspektive des systemagazin-Blogs, d.h. der Kreis der AutorInnen, erweitern wird. Ich habe eine Reihe von KollegInnen eingeladen, daran in unregelmäßigem Abstand mitzuwirken. Bereits am 14.8. hat Wolfgang Loth mit einem Beitrag den Anfang gemacht. Jetzt setzt Ulrich Schlingensiepen (Foto) aus Stuttgart die Reihe mit einem Hinweis zu einer interessanten Ausstellung fort. In nächster Zukunft werden Sie an dieser Stelle immer wieder diese und auch andere Stimmen zu lesen bekommen, die Ihnen ihre Beobachtungen, Textfunde, Kommentare oder Meinungen mitteilen werden. Lassen Sie sich überraschen. Ich danke schon jetzt allen für ihre Mitwirkung am Projekt systemagazin, das damit sicherlich noch lebendiger werden wird und freue mich auf Ihre Rückmeldungen.