
„Ist der Blick auf Ressourcen unter schwierigen Umständen überhaupt (noch) hilfreich oder eine sozialromantische Verklärung, die den Ernst der Lage verkennt?“, fragt Herausgeberin Cornelia Tsirigotis im Editorial des aktuellen Heftes von Systhema, das sich mit systemischem und ressourcenorientiertem Arbeiten mit Familien in schwierigen Lebensbedingungen befasst. Zu diesem Schwerpunkt gehören Beiträge von Wolfgang Loth, der noch einmal die Diskussion um den Störungsbegriff aufgreift, Peter Luitjens (über Systemische Kindertherapie im Kontext struktureller Gewalt), Hans-Jürgen Lahann (über Chancen und Risiken ressourcen- und lösungsorientierter Ansätze) und Karin Wisch über Schulung Begleitung von Pflegeeltern. Hans Lieb, Waltraud Danzeisen und Anke Goddar erörtern den §8a des Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetzes, der so manchen KollegInnen Bauchschmerzen bereitet. Darüber hinaus gibt es einen Originalbeitrag von Harlene Anderson – eine Schriftfassung ihres Vortrages auf der diesjährigen Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft in Berlin. Und schließlich kann man auch Wolfgang Loth als Fotografen kennenlernen
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Im kürzlich vorgestellten Heft der„Sozialen Systeme“ ist auch ein Aufsatz enthalten, der auf der Website der Zeitschrift im Volltext geladen werden kann, allerdings in englischer Sprache. Die Autoren sind Harrison White, Jan Fuhse, Matthias Thiemann und Larissa Buchholz.„Der Aufsatz setzt Niklas Luhmanns Systemtheorie in Beziehung zur soziologischen Netzwerkanalyse, um Grundlagen für eine allgemeine Netzwerktheorie zu entwickeln. Er beginnt mit Luhmanns Diskussion von Sinn als einer zentralen Kategorie der Soziologie. Luhmanns Formulierung wird erweitert von einem Fokus auf die Dyade und doppelte Kontingenz hin zur Reichweite von Netzwerken und daher multipler Kontingenz. Während Kommunikations- und Handlungsaspekte von Sinn in Netzwerken ineinandergreifen, entflechtet der Aufsatz analytisch deren jeweils besondere Bedingungen und führt dabei die Konzepte Netdoms, Netdom Switching und Discipline ein. Netzwerktheorie lenkt damit den Blick auf das Zusammenspiel von zeitlichen, sozialen und interpretativen Dynamiken in der Konstitution und Verkettung von Sinnhorizonten. Darüber hinaus entfaltet der Aufsatz das Konzept »Style« als synkopierte Komplexität, um Luhmanns Top-Down-Ansatz bei der selbstreferentiellen Reproduktion von funktionalen Subsystemen zu ergänzen“


