Bundespräsident Christian Wulff hat auf einer Pressekonferenz in Schloss Bellevue am gestrigen Abend zum gemeinsamen Wahlkampf von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy (Image by א (Aleph), http://commons.wikimedia.org) Stellung bezogen. Er freue sich darüber, dass Präsident Sarkozy nun permanent das Wort Allemagne im Munde führe. Allerdings scheine das Staatsoberhaupt Frankreichs nicht zu wissen, dass Frau Merkel nur den zweitwichtigsten Posten im Lande innehabe.„Es wäre passender gewesen, wenn der französische Präsident vertrauensvoll auf mich als Staatsoberhaupt Deutschlands zugekommen wäre. Ich bin aber immer noch jederzeit bereit, ihn – von Präsident zu Präsident – im Wahlkampf zu unterstützen. Es ist schließlich keine Schande,
prominente Freunde zu haben“, äußerte Wulff wörtlich. Außerdem ließ er durchblicken, dass es zwischen ihm und seinem französischen Kollegen viel mehr Gemeinsamkeiten gäbe als zwischen Sarkozy und der Bundeskanzlerin.„Wir machen beide gerne Urlaub mit guten Freunden und können uns auch in diesen rauhen Zeiten immer noch über jede noch so kleine finanzielle Unterstützung freuen, von wem auch immer sie kommen mag. Darüber hinaus liegt uns in Zeiten der allgemeinen Arbeitsplatzvernichtung außerordentlich viel daran, unseren Arbeitsplatz um jeden Preis zu erhalten“, betonte Wulff vor der Presse. Außerdem sei beiden gemeinsam, dass es niemanden gäbe, der ihnen irgendeine Form von Größe attestiere – das könne den Schulterschluss nur stärken. Einen gemeinsamen Auftritt mit Angela Merkel in Frankreich schloss Wulff aber aus. Auf die Frage, ob er einen Wahlkampf in Frankreich mit der Würde seines Amtes vereinbaren könnte, antwortete er: „Wenn der Präsident Frankreichs mich rufen Würde, Würde ich natürlich sofort kommen“.
8. Februar 2012
von Tom Levold
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