17. März 2012
von Tom Levold
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17. März 2012
von Tom Levold
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16. März 2012
von Tom Levold
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Ein Artikel bei Spiegel-Online Wissenschaft gibt die Ergebnisse einer interessanten Studie von Forschern an der University of British Columbia in Vancouver über Falsch-Diagnosen bei ADHS. Darin heißt es:„Bei früh eingeschulten Kindern wird besonders häufig eine Aufmerksamkeitsstörung ADHS diagnostiziert und behandelt. Ihr im Verhältnis zu älteren Klassenkameraden unreiferes Verhalten wird häufig irrtümlich als krankhaft interpretiert, wie kanadische Forscher in einer Studie mit fast einer Million Grundschulkindern herausgefunden haben. Besonders hoch sei das Risiko für Fehldiagnose und falsche Behandlung bei Kindern, die kurz vor dem Stichtag für das Einschulungsalter Geburtstag hatten. Sie seien typischerweise die jüngsten und unreifsten ihrer Klasse, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin„Canadian Medical Association Journal“. Analysen bestätigten die Befürchtungen, dass Kinder innerhalb der normalen Spannbreite des Verhaltens zunehmend mit Medikamenten behandelt werden, sagt Erstautor Richard Morrow von der University of British Columbia in Vancouver. Jüngere Kinder einer Klasse würden aufgrund ihres alterstypischen Verhaltens häufig falsch eingeschätzt. Die Studie zeigte, dass ADHS-Diagnosen bei solchen Kindern um 39 Prozent erhöht seien und die Gabe von Medikamenten sogar um 48 Prozent. Angesichts dieser Zahlen warnen die Forscher davor, Kinder unnötig den potentiellen Schäden und Langzeitfolgen einer Fehldiagnose und medikamentösen Behandlung auszusetzen. Denn Mittel gegen ADHS wie Methylphenidat können sich negativ auf den Appetit, das Wachstum und den Schlaf der Kinder auswirken. Auch das Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei erhöht, sagen die Wissenschaftler. Außerdem verhielten sich Eltern und Lehrer gegenüber ADHS-Kindern häufig anders. Das wiederum könne zu psychischen Folgen wie einem schlechten Selbstwertgefühl bei den Kindern führen.
„Diese Studie wirft Fragen für Ärzte, Lehrer und Eltern auf, wir müssen uns fragen, was sich ändern muss“, sagt die Psychiaterin Jane Garland, Mitautorin der Studie von der University of British Columbia. Man müsse zukünftig stärker auf das relative Alter der Kinder achten und auch mehr ihr Verhalten außerhalb der Schule für die Einschulungstests in Betracht ziehen.
Für ihre Studie hatten die Forscher Daten von 937.943 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren ausgewertet und den gesundheitlichen Werdegang dieser Kinder über elf Jahre hinweg verfolgt. Alle Kinder wurden in der kanadischen Provinz British Columbia eingeschult, wo der Stichtag für die Einschulung am 31. Dezember liegt. Kinder, die kurz vor diesem Datum Geburtstag haben, dürfen im Folgejahr in die erste Klasse gehen; Kinder, die erst Anfang Januar geboren sind, müssen ein Jahr warten. In Deutschland ist der Stichtag je nach Bundesland verschieden, liegt aber bei den meisten im Sommer. Der Effekt des relativen Alters auf die ADHS-Diagnosen sei in der gesamten Studienzeit und bei Kindern aller untersuchten Altersklassen zu beobachten gewesen, sagen die Forscher. Immer seien die im Dezember geborenen Kinder stärker betroffen gewesen als die im Januar geborenen und daher später eingeschulten Kinder. Das gelte sowohl für Mädchen als auch für Jungen, obwohl Jungen insgesamt bis zu dreimal häufiger mit der Aufmerksamkeitsstörung diagnostiziert und entsprechend behandelt werden.
Warum Jungen stärker betroffen sind, ist noch nicht eindeutig geklärt. Vermutungen nach könnte dies aber an der leicht unterschiedlichen Ausprägung der Symptome bei beiden Geschlechtern liegen: Jungen mit ADHS werden oft durch Hyperaktivität und impulsives Verhalten auffällig, bei Mädchen äußert sich die Aufmerksamkeitsstörung häufiger durch Verträumtheit und Unkonzentriertheit – und wird daher möglicherweise seltener erkannt“
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15. März 2012
von Tom Levold
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Die Einführungen in systemische Theorie- und Praxisfelder sind eine der erfolgreichten Reihen im Carl-Auer Verlag Heidelberg. Fritz B. Simon ist nicht nur Verleger, sondern gleichzeitig auch einer der produktivsten und erfolgreichsten Autoren seines Hauses und hat in dieser Reihe schon Einführungen in die systemische Organisationstheorie, systemische Wirtschaftstheorie, die Systemtheorie des Konflikts und eine Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus vorgelegt. In diesem Jahr erscheint seine Einführung in die Theorie des Familienunternehmens, ein Feld, dessen systemtheoretische Bearbeitung er als (Gründungs-)Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke maßgeblich mitentwickelt hat. systemagazin bringt als Leseprobe das Kapitel 5„Das Unternehmen“.
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14. März 2012
von Tom Levold
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Ross Ashby war ein britischer Psychiater, Neurowissenschaftler und Mathematiker und neben Grey Walter, Gregory Bateson, Gordon Pask und Stafford Beer einer der bedeutenden Vertreter der Kybernetik auf der britischen Insel (Foto: wikipedia.de). Eine Zeit lang arbeitete er auf Einladung von Heinz von Foerster an dessen Biological Computer Laboratory am Department of Electrical Engineering an der University of Illinois, an dem viele Konzepte entwickelt worden sind, die die systemische Theorie und die Kybernetik vorangebracht haben. Heinz von Foerster hat auch gemeinsam mit G.W. Zopf 1962 den Band„Principles of Self-Organization: Transactions of the University of Illinois Symposium“ (Pergamon Press: London, UK, S. 255-278) herausgegeben, in dem der Aufsatz Ashbys mit dem Titel„Principles of the self-organizing system“ erschienen ist. Dieser Artikel ist längst ein Klassiker der kybernetischen Literatur geworden, die Zeitschrift E:CO hat ihn 2004 noch einmal neu veröffentlicht, er ist auch online zu lesen,
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13. März 2012
von Tom Levold
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Das SYMPA-Forschungsprojekt über Systemische Methoden in der Psychiatrischen Akutversorgung ist schon öfter an dieser Stelle Thema gewesen. Hier ist ein Link zu einem Artikel, der im Kontext 2009 erschienen ist.„Ausgehend von einer Beteiligung am Forschungs- und Qualifizierungsprojekt SYMPA (SYstemtherapeutische Methoden in der Psychiatrischen Akutversorgung) werden die strukturellen und konzeptionellen Veränderungen in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik dargestellt. Neben der Darstellung der wichtigsten Forschungsergebnisse sowie des Projektdesigns steht im Fokus der Betrachtung die Praxis der systemischen Familientherapie in der Klinik, die Genogrammarbeit, die stationsübergreifende Intervision sowie der Einsatz des Reflecting-Teams und schließlich die Sicherstellung einer systemischen Orientierung in der Stationsarbeit. Die Einführung des Sympa-Handbuchs sowie eine berufsgruppenübergreifende systemische Qualifizierung der Mitarbeiter sind die Basis der Verankerung systemischer Konzepte in der Akutpsychiatrie“. Autoren sind Bernward Vieten, Daniela Engelbrecht, Beate Joachimsmeier, Wolfgang Möller, Christine Oertzen, Klaus von Wrede und Frank Zimmerer.
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12. März 2012
von Tom Levold
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Der Carl-Auer-Verlag hat sich schon viele Male Verdienste um die Neuherausgabe von Klassikern der Systemischen Therapie erworben. In diesem Frühjahr bringt er das erste Buch von Steve de Shazer, dem Begründer des Lösungsfokussierten Ansatzes neu heraus, das gerade erst in den Buchläden zu finden ist. Auf der website des Verlags heißt es:„Mit dieser Neuausgabe des ersten Buches von Steve de Shazer wird ein Meilenstein der systemischen Literatur wieder zugänglich, der die Familientherapie gleich in mehrfacher Hinsicht neu ausgerichtet hat. De Shazer schlägt hier die Brücke zu den anderen Pionieren der systemischen Therapie Bateson, Erickson, MRI, Mailänder Schule und führt deren und seine Konzepte zu einer neuen, bis heute stilprägenden Art, zu denken, zu erkennen und zu entscheiden zusammen. Das Buch untermauert zum einen die Abkehr von der klassischen Art, Psychotherapie zu betreiben, nach der man erst die Gründe für ein Problem herausfinden muss, um es zu lösen und markiert damit die Geburtsstunde der lösungsorientierten Beratung. Zum anderen etabliert es die Kurzzeit-Therapie als vollwertige, eigenständige Therapieform, die mit besonderen Methoden arbeitet. Hinzu kommen die völlig andere Bewertung von therapeutischen Phänomenen wie Widerstand sowie neuartige Interventionen wie Reframing, Hausaufgaben, Komplimente usw“ So ist es. Ein Buch, das sich nach wie vor zum Lesen lohnt. systemagazin bringt als exklusive Leseprobe das 1. Kapitel„Eine binokulare Theorie der Veränderung“.
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10. März 2012
von Tom Levold
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9. März 2012
von Tom Levold
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8. März 2012
von Tom Levold
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Markus und Kristin Schwemmle, mit dem Institut für systemische Beratung in Wiesloch eng verbundene Organisationsberater, legen zum dritten Mal einen Sammelband mit Beiträgen zum systemischen Changemanagement und zur Personalentwicklung vor, aus dem systemagazin als Vorabdruck ein Interview mit Uwe Lockenvitz und Antje Wilmink zum Thema„Mixed Leadership Die Erfolgspotenziale gemischter Führung“ präsentieren, das Nele Haasen geführt hat.
Zum Vorabdruck und allen Informationen zum Buch geht es hier
6. März 2012
von Tom Levold
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Identität vermittelt sich durch Geschichten. In Geschichten wird deutlich, wie wir uns in privaten und öffentlichen Bezügen positionieren. In Hinblick auf den Stellenwert von Familien- und Liebesbeziehungen sind diese Geschichten aber immer in das Spannungsfeld öffentlicher und privater Narrative eingespannt, die über Rollenvorstellungen, Werte und soziale Erwartungen im jeweiligen Kontext Auskunft geben. In einer empirischen Untersuchung haben Mary Breheny und Christine Stephens von der Massey University in Neuseeland die Narrative von älteren Menschen auf die Handhabung unterschiedlicher und widersprüchlicher Normen untersucht, die sich aus diesem Spannungsfeld ergeben. Ihr Text ist im neuen Online-Journal„Narrative Works: Issues, Investigations, & Interventions“ erschienen:„Attempts to understand difficult family relationships have ignored the inextricable links between positive and negative relationships. Narrative analysis provides insight into complex relationships within social context. We analysed interviews with older people in New Zealand using levels of narrativity to reveal the negotiations required to manage personal identity at the intersection of competing public narratives. Participants and interviewers used public narratives of family life that reinforce family roles while simultaneously drawing upon alternative narratives of identity and morality. Investigating narratives of difficult family relationships reveals the influence of dominant social norms on the negotiation of social identities through personal stories“
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5. März 2012
von Tom Levold
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Moritz Renner ist Jurist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsches, europäisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin (Foto: www.moritzrenner.de). In einem Beitrag für die Schweizer Zeitschrift Ancilla Juris, die sich mit Grundlagenfragen der Rechtstheorie auseinandersetzt, schreibt er über den Gerechtigkeitsbegriff Niklas Luhmanns:„Niklas Luhmanns systemtheoretische Rekonstruktion der Kontingenzformel Gerechtigkeit gilt als der anspruchsvollste Versuch einer positivistischen Gerechtigkeitstheorie. Der Versuch zielt darauf ab, den Begriff der Gerechtigkeit aus den Operationen des Rechtssystems selbst zu entwickeln und setzt an der formalen Konsistenz rechtlicher Entscheidungen an. Vielfach ist Luhmanns Theorie daher ihr vermeintlicher Verlust der Einzelfallgerechtigkeit vorgeworfen worden. Neuere, an der Dekonstruktion orientierte Luhmann-Interpretationen begegnen diesem Einwand, indem sie die Offenlegung der Selbstwidersprüche des selbstreferentiellen Rechtssystems als eine Form der Rechtskritik auffassen, welche dem Rechtsdiskurs zwar immanent bleibt, zugleich aber auf die Möglichkeit seiner Transzendierung verweist“
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4. März 2012
von Tom Levold
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3. März 2012
von Tom Levold
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Der von Haim Omer entwickelte Ansatz gewaltlosen Widerstands von Eltern im Umgang mit ihren gewalttätigen, dissozialen, sich verweigernden oder anderweise agierenden Kindern ist mittlerweile in Deutschland gut bekannt geworden und hat eine breite Anhängerschaft gewonnen. Oft ist aber Schulverweigerung nicht einfach ein Ausdruck von Machtkonflikten zwischen Eltern und Kindern, sondern auch mit massiven Ängsten auf Seiten der Kinder verbunden, denen gegenüber Eltern sich besonders hilflos erleben. In einem neuen Buch, das Haim Omer mit einem jungen Kollegen, Eli Lebowitz, verfasst hat, gehen die Autoren darauf ein, wie Eltern ihre„Ankerfunktion“ im Umgang mit ängstlichen Kindern auf eine gute und sichere Weise ausüben können. systemagazin bringt als Leseprobe exklusiv das 4. Kapitel des Buches, das soeben auf dem Markt erschienen ist.
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