systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

8. September 2012
von Tom Levold
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Die Theorie der Systemtheorie – erkenntnistheoretisch

Im Internet ist ein Text von Peter Fuch über die erkenntnistheoretischen Implikationen der Systemtheorie zu lesen, der ursprünglich im Band„Theorie als Lehrgedicht – Systemtheoretische Essays I“ (hrsg. von Marie-Christin Fuchs) im Bielefelder transcript-Verlag 2004 erschienen ist:„Wenn es um die Frage der Bedingung der Möglichkeit von (soziologischer) Erkenntnis geht und wenn diese Frage gerichtet wird an die Systemtheorie der Bielefelder Provenienz, dann erhält man ein Antwortpaket, in das verschiedene Motive und Aspekte der Theorie hineinverschlungen sind, die untereinander keine hierarchischen (deduktiven oder induktiven) Beziehungen unterhalten, sondern eher heterarchisch verknotet sind und eine Gemengelage darstellen, in der Führungswechsel leitender Motive vorgesehen sind und in der sich von jedem gerade führenden Motiv aus Re-Arrangements des Erkenntnisproblems ergeben. Deswegen ist jeder (durch Textualität erzwungene) Bau von Sequenzen, in denen bestimmte Theoriemotive auf bestimmte folgen und anderen vorangehen, eigentümlich künstlich. In einer Metapher, die keinen Anspruch auf große Tragweite erhebt, könnte man vielleicht sagen, daß diese Theorie holographisch oder hologrammatisch abgebildet werden müßte, aber vorab nicht so abgebildet werden kann. Alle folgenden Überlegungen sollten unter dieser Kautele gelesen werden“
Zum vollständigen Text…

6. September 2012
von Tom Levold
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Balotelli

Lange haben wir keine Post mehr aus Perturbistan bekommen, doch nun gibt es wieder einen neuen Beitrag von Lothar Eder zu lesen, der dieses Mal vor allem politically incorrect daherkommt und daher sicherlich perturbierende Wirkung entfalten wird. Mit politisch korrekten Statements ist daher zu rechnen.

„Wir nannten es als Kinder Mohrenkopf, in anderen Gegenden Deutschlands, so erfuhr ich später, wird es Negerkuss genannt; gemeint ist dieses Etwas aus Zuckerschaum, von Schokolade ummantelt, das im Kramerladen oder beim Bäcker 10 oder 20 Pfennige gekostet hat. Es war süß, himmlisch und ein Paradies auf der Zunge. Nun, der Mohr bzw. sein Kopf haben in Zeiten der politischen Korrektheit ihre Arbeit (jawohl, seine Arbeit, nicht etwa seine Schuldigkeit hat er getan, der Mohr, wie wir schiller- oder wenigstens stadelmaierbewanderten Klugmeier wissen!) längst getan und deshalb heißt die Sache mittlerweile Schaumspeise mit Migrationshintergrund…“
Weiterlesen kann man hier…

5. September 2012
von Tom Levold
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Der ethische Status des Kindes in der Familien- und Kinderpsychotherapie

1993 veröffentlichten Ludwig Reiter, Stella Reiter-Theil und Holger Eich zu diesem Thema einen Text in der„Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie“. Im abstrakt heißt es:„Die Implikationen der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Psycho- und Familientherapie werden aufgezeigt. Bezugnehmend auf den medizinethischen Diskurs zur Patientenaufklärung und informierten Zustimmung schlagen die Autoren vor, Minderjährige – ihren Kompetenzen entsprechend – verstärkt in Entscheidungen über die Teilnahme an Therapie und Behandlungsziele einzubeziehen. Mängel herkömmlicher Vorgehensweisen werden analysiert und im Lichte ethischer Prinzipien diskutiert. Empirische Daten zur angemessenen Beurteilung der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen werden ausgewertet und Möglichkeiten für die praktische therapeutische und beraterische Arbeit empfohlen“. Der Artikel ist hier im Volltext zu lesen.Darüberhinaus baten die AutorInnen um kritische Kommentare von publizistisch tätigen TherapeutInnen aus dem Gebiet der Familientherapie/systematischen Therapie. Im Folgejahr gab es einen zweiten Text, der die Kritik dieser KollegInnen wiedergab und mit Überlegungen der AutorInnen zur weiteren Entwicklung der ethischen Diskussion in der Psychotherapie abschloss. Auch dieser Text ist online verfügbar,
und zwar hier…

4. September 2012
von Tom Levold
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Dirk Baecker über Überforderung durch Kommunikation