systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

Der systemtherapeutische Einbezug von Angehörigen

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Angehörige von Klienten in die systemische Therapie einzubeziehen ist aus systemischer Sicht nicht nur nützlich, sondern geradezu zwangsläufig und eine wichtige Ressource. Gleichzeitig aber auch eine Herausforderung, nicht nur für die Therapeuten, sondern auch oft für die Klienten. Jürg Liechti und Monique Liechti-Darbellay fragen in ihrem Buch„Im Konflikt und doch verbunden”, das soeben im Carl-Auer-Verlag Heidelberg erschienen ist:„Wie gewinnt man einen Vater zur Mitarbeit, ohne die pubertierende Tochter zu vergraulen? Was tun, wenn die Stiefmutter die Therapie blockiert? Wie spricht man als Therapeut mit einer Hausärztin, die das Problem in den überängstlichen Eltern sieht?” Sie decken „gute Gründe“ für Widerstand auf, erläutern den Unterschied zwischen Problem und Diagnose und arbeiten das zentrale Moment für den Erfolg eines Mehrpersonensettings heraus: die Eigenmotivation. Sie steigt im gleichen Maß, wie die Auswirkungen des beklagten Leids auf das Umfeld mit berücksichtigt werden. Von großem didaktischem Wert erweisen sich die Transkripte aus realen Therapiesitzungen. Sie illustrieren das Sammeln von Informationen und das Erarbeiten von Hypothesen über das System, führen die Mikroanalyse vor und vermitteln die angemessene „Therapierhetorik“, die Bewegung in die Kommunikation bringt. Einsteigern in die systemische Psychotherapie und Beratung macht das Buch Mut, Bezugspersonen in die Arbeit einzubeziehen und deren Ressourcen zu erschließen und zu nutzen. Erfahrene Therapeuten profitieren vom mosaikhaften Zusammenfließen von Theorie und Praxis. systemagazin bringt einen Auszug aus dem Buch als Vorabdruck.
Zum Vorabdruck…

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