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Systemische Therapie – Qualität und Wirtschaftlichkeit. Notizen zu einer praxisgerechten psychotherapeutischen Wissenschaft

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Klaus G. Deissler und Ahmet Kaya, Marburg: Systemische Therapie – Qualität und Wirtschaftlichkeit. Notizen zu einer praxisgerechten psychotherapeutischen Wissenschaft

Zusammenfassung: Auslöser für die folgende Stellungnahme zur Auseinandersetzung um das Verhältnis zwischen systemischer Praxis und Wissenschaft war die Veröffentlichung des Abschlussberichts des IQWIG zur Vorbereitung der G-BA3-Entscheidung über die Systemische Therapie als Kassenverfahren im Jahr 2017. Zu diesem Bericht liegen bereits

Klaus G. Deissler

verschiedene Stellungnahmen vor – unter anderem von systemischen Therapieverbänden als auch von systemisch orientierten Wissenschaftlern. Im Folgenden werden wir auf einige Punkte dieses Abschlussberichts kritisch-würdigend eingehen, indem wir die vom IQWIG vertretene Wissenschaftlichkeit zur systemischen Psychotherapiepraxis in Beziehung setzen.

Aus unserer Perspektive hat das IQWIG dem Auftrag des G-BA folgend die Standards und Prinzipien pharmakologisch-empirischer Forschung bei der Beurteilung der Forschungsergebnisse der Systemischen Therapie angewandt und dabei sowohl Hinweise als auch Anhaltspunkte für die Wirksamkeit der Systemischen Therapie festgestellt. Dabei lässt der Abschlussbericht des IQWIG jedoch einige wichtige Punkte bei der Beurteilung der Systemischen Therapie außer Betracht, die gerade ihre besonderen Qualitätsmerkmale ausmachen. Diese Qualitätsmerkmale sind:

  • Psychotherapie mit eigenständigem Forschungsbereich und eigenem Vokabular
  • Mehrpersonenperspektive und Kürze der Therapie als Faktor der Kostenreduktion
  • Offenheit für Nicht-Vorhersehbarkeit: Therapeutische Zusammenarbeit als Erzeugung von Erstmaligkeit
  • Kundenzufriedenheit als notwendige Voraussetzung für Therapieerfolg
  • Therapeutische Zusammenarbeit als Vorbereitung zukünftiger Möglichkeiten

Den vollständigen Text können Sie hier lesen…

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