systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

systhema 2018

Heft 1

 

Kaiser-Nolden, Eva (2018): Editorial: Ein systemischer Blick auf Organisationen. In: systhema 32 (1): 4-5.

Bergendahl, Monika (2018): In fünf Jahren aus den 90er Jahren ins neue Jahrtausend – ein Organisationsentwicklungsprozess. In: systhema 32 (1): 6-19.

abstract: In diesem Beitrag wird ein Organisationsentwicklungsprozess aus zwei Perspektiven beschrieben. Der erste Teil stellt die Sicht der geschäftsführenden Leitung und internen Organisationsentwicklerin dar. Im zweiten Teil wird die Sicht des externen Beraters dargestellt. Es wird aufgezeigt, an welchem Punkt der Veränderungsprozess ins Stocken geraten ist und wie die Einbindung eines externen Beraters neue Impulse setzen kann.

Kaiser-Nolden, Eva (2018): Systemische Kultur-Erkundung in Organisationen – Inspirationen aus der Kulturforschung in Organisationen nutzen. In: systhema 32 (1): 20-36.

abstract: Dieser Artikel stellt verschiedene Definitionen und Dimensionen vor, die Forscher vorrangig in der Untersuchung nationaler Kulturen beschrieben haben, und wendet diese auf Teams, Organisationen und Institutionen an. Diese verschiedenen Zugänge zu und Blickwinkel auf kulturelle Wirklichkeiten werden jeweils für die Anwendung in Teamcoaching oder Organisationsentwicklung in Frageform aufbereitet. Abschließend werden einige Vorgehensweisen beschrieben, mit denen gerade die unsichtbaren Kulturanteile erkundet werden können.

Kubitza, Roland (2018): Zwischen Familien- und Organisationslogik. Eine Landkarte für Supervision (nicht nur) in Kindertagesstätten. In: systhema 32 (1): 37-49.

abstract: Für die Supervision von Teams und Leitungen in Einrichtungen zur Betreuung von Kindern unter 6 Jahren bietet sich als eine mögliche Beschreibung von Kommunikationsstrukturen und Handlungsmustern ein angepasstes Modell der Familien- und Organisationslogiken an, wie es Arist von Schlippe für die systemische Konfliktberatung in Familien und Familienunternehmen beschrieben hat (v. Schlippe, 2014). Dieser Aufsatz geht der Frage nach, welche Auswirkungen die Spannung zwischen diesen Logiken von Familien und Organisationen in einer Kita hat, was dies für das Professionalitätsverständnis von Erzieherinnen bedeutet und welche konkreten Themen und Möglichkeiten sich daraus für die Supervision von Teams und Leitungen ergeben.

Koch, Maie-Brit (2018): Systemische Organisationsentwicklung – Konkretes aus der Kommunikationspraxis. Ein Erfahrungsbericht, wie der Werkzeugkasten der systemischen Organisationsentwicklerin der Kommunikationsberaterin dabei hilft, neue Fragen zu stellen, Unbequemes dienlich zu machen und dem Klienten den Weg in eine nachhaltigere Kommunikation zu öffnen. In: systhema 32 (1): 50-60.

abstract: Dieser Beitrag führt in die Praxis der Kommunikationsberatung. Anhand eines Fallbeispiels wird gezeigt, wie bereichernd das Handwerkzeug der Systemischen Organisationsentwicklung bei sensiblen Fragestellungen innerhalb von Organisationen wirken kann. Der Beitrag dokumentiert, wie neue (systemische) Fragestellungen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung als Beraterin wichtige Sichtweisen auf den Klienten öffnen können.

Schindler, Hans (2018): In der wunderschönen Zeit dazwischen (8). In: systhema 32 (1): 61-66.

abstract: Im Juli 2017 hat nun das IQWIG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) den Abschlussbericht zur „Systemischen Psychotherapie bei Erwachsenen“ vorgelegt. Nur kurz zur Erinnerung: Schon 2008 hatte der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie nach jahrelanger Prüfung die Systemische Therapie sowohl bei Erwachsenen wie auch bei Kindern und Jugendlichen als „wissenschaftlich anerkannt“ eingestuft. Dieses „faire“ Ergebnis ist dem Ringen von Prof. Dr. Jürgen Kriz als damaligem Mitglied dieses Gremiums zu verdanken. Spätestens seit diesem Entscheidungsprozess wissen wir, im Wissenschaftlichen Beirat geht es nicht um sachliche, quasi objektive Bewertungen von Forschungsergebnissen. Es wird „gekämpft“. Dann begann das Warten. Erst nach fünf Jahren und nur durch das beherzte Eingreifen des unparteiischen Mitglieds im GBA Dr. Harald Deisler kam es dann zu einem Prüfauftrag. Dieser ging an das IQWIG, das bis dato nur Arzneimittel geprüft hatte. Vermutlich war diese Vergabe mit der Hoffnung verbunden, dass dort nicht schon VertreterInnen der anderen Verfahren sitzen und wie bei der Entscheidung des GBA in Bezug auf die Gesprächspsychotherapie (2006) zu keiner wohlwollenden Prüfung in der Lage sind. Beim IQWIG wurden neue MitarbeiterInnen eingestellt, die mehr als 3000 Studien im Volltext sichteten, um nachher bei 42 randomisierten Studien (RCT) zu landen, die sie für methodisch ausreichend fanden, um darauf ihren Endbericht zu stützen.

Schlippe, Arist von (2018): Übung zur Musterunterbrechung bei Konflikten: Kleine Kreditangebote. In: systhema 32 (1): 67-68.

abstract: Ein wesentliches Kennzeichen von Konflikten ist, dass über die Zeit zwischen den Konfliktparteien eine sich selbst verstärkende Dynamik von Misstrauen entsteht, die zunehmend Züge von Dämonisierung gewinnen kann: der andere wird zunehmend und immer undifferenzierter in einem „schlechten Licht“ gesehen. Irgendwann stellt sich der „feindselige Wahrnehmungsfehler“ ein, der darin besteht, dass auch positive Handlungen als Konflikthandlungen interpretiert werden, als „Trick“. In der Arbeit nach dem Modell des gewaltlosen Widerstands wird empfohlen, diesem Wahrnehmungsfehler dadurch zu begegnen, dass man dem anderen/der anderen Partei gegenüber Gesten des guten Willens zukommen lässt (Omer & v. Schlippe, 2004; v. Schlippe, 2014). Wichtig ist, dass diese Gesten nur kleine Aufmerksamkeiten (keine großen Geschenke oder Versprechen) umfassen und an keinerlei Bedingungen gekoppelt werden. Im Gegenteil, ihre Zurückweisung ist zu erwarten und sollte entspannt kommentiert werden, ohne dass die Geste selbst zurückgenommen wird („Du musst die Zeitschrift nicht lesen, ich habe nur, als ich sie sah, an dich gedacht und sie für dich mitgenommen“).

Kaiser-Nolden, Eva (2018): Metapher zur Team- und Organisationsentwicklung: Der Eisberg unseres Teams. In: systhema 32 (1): 69-70.

abstract: Der Eisberg als Metapher geht auf Virginia Satir zurück (Satir et al., 1991, S. 67). Sie nutzte ihn, um unterschiedliche Ebenen der Kongruenz zu veranschaulichen. Ebene 1: Was wir fühlen, erwarten, wahrnehmen und ersehnen. Hier ging es Satir darum, die eigene Bewusstheit und Akzeptanz dieser inneren Prozesse zu stärken. Ebene 2: Was wir als ganzheitlich empfindendes Selbst sind. Hier arbeitete Satir an der Stärkung einer tiefen, energetischen Zentriertheit, am Bezug zu sich selbst und der Umwelt und am Selbstwert. Und Ebene 3: Das Menschsein und die Verbundenheit mit den spirituellen und universellen Kräften des Lebens. Hier nahm Satir das menschliche Wachstum und die spirituelle Erfahrung von Leben, Lebendigkeit und Natur in den Blick. Diese Metapher des Eisbergs kann auch als Landkarte und zur Visualisierung von wirkmächtigen Unterschieden in Teams genutzt werden. Inhaltlich füllt sich dieser „Team-Eisberg“ mit Ebenen, die Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd (2000, S. 169) für die systemische Strukturaufstellungsarbeit vorgeschlagen haben.

Berg, Matthias (2018): Rezension – Stephan Rietmann & Maik Sawatzki (2018): Zukunft der Beratung. Von der Verhaltens- zur Verhältnisorientierung? Wiesbaden (Springer VS). In: systhema 32 (1): 71-72.

Crone, Ilke (2018): Rezension – Stefan Hammel (2017): Grüßen Sie Ihre Seele! Therapeutische Interventionen in drei Sätzen. Stuttgart (Klett Cotta). In: systhema 32 (1): 72-73.

Scheuvens, Ruth (2018): Tagungsbericht – „Umgang mit Traumata“ – Konzepte der Stabilisierung. Thementag mit Alexander Korittko am 19.01.2018 in der Landesturnschule Schloss Oberwerries. In: systhema 32 (1): 74-75.

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