Die Systemische Gesellschaft vergibt 2016 erstmalig einen Praxispreis.
Ziel des Praxispreises ist es, ein herausragendes oder innovatives Projekt auszuzeichnen, das nachhaltig systemisch angelegt ist. Bei der vorgestellten Arbeit sollte es sich um ein aktuelles und originelles Praxisprojekt oder Praxiskonzept handeln. Auch Weiterbildungs-Abschlussarbeiten können eingereicht werden. Es kann sich um systemische Praxis in allen möglichen Bereichen handeln: Arbeit, Wohnen, Bauen, Essen, Trinken, Erziehen, Geld, Internationalisierung …
Folgende *Kriterien* werden zur Bewertung herangezogen:
·Die systemische Haltung und die Nachhaltigkeit des systemischen Ansatzes sollten deutlich erkennbar sein. Es sollte also der Unterschied deutlich werden, der einen Unterschied macht.
·Eine Praxisorientierung im Sinne von „next practice“ (zukunftsorientiert), aber auch „best practice“ ist wichtig.
·Es soll sich um ein herausragendes oder innovatives Projekt handeln, das sich entweder einem neuen Bereich zuwendet oder systemisches Arbeiten mit neuen Arbeitsfeldern kombiniert.
Das Preisgeld beträgt *bis zu 1.500,- Euro* pro Jahr und kann auf 1 bis 3 Preisträger verteilt werden. Es wird *Unterstützung beim Bekanntmachen des Projektes* geleistet.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine 6-köpfige Jury.
Die Preisvergabe erfolgt im Rahmen der SG-Mitgliederversammlung im März 2016 in Dresden.
Bitte reichen Sie eine Kurzbeschreibung sowie eine schriftliche Konzeption von max. 20 Seiten (andere Formen können akzeptiert werden; z.B. auditiv, kreativ etc.) *bis zum 1. November* ein bei:
Systemische Gesellschaft e.V. – „SG-Praxispreis“ – Brandenburgische Straße 22 – D-10707 Berlin
E-Mail: info@systemische-gesellschaft.de
http://systemische-gesellschaft.de/service/sg-aktivitaeten/sg-praxispreis/



Heute ist der 75. Geburtstag von Steve de Shazer, dem (Mit-)Begründer der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie. Anlässlich dieses Tages möchte ich auf einen kurzen Online-Text von ihm aufmerksam machen, in dem er seine Verbindung zu und Bezugnahme auf seinen Lieblingsphilosophen Ludwig Wittgenstein erörtert. Unter der Überschrift „Don’t think, but observe“ schreibt er einleitend: „Understandably, I have often been asked about my interest in and frequent citation of Wittgensteins work in both my writing and my training seminars. Since I maintain that SFBT is a practice or activity that is without an underlying (grand) theory, it seems at least strange if not contradictory to refer over and over to a philosopher’s work. This mistakenly leads some readers and seminar participants to the idea that Wittgensteins work might actually provide the (missing) theory. However, as they quickly discover, if they are looking for a philosophical System or theory, reading Wittgenstein is at least disconcerting and confusing since he does not provide such a System or theory. Rather, his work is ,non-systematic, rambling, digressive, discontinuous, interrupted thematically and marked by rapid transitions from one subject to another’ (Stroll, p. 93). This means that the reader has to work hard to follow the criss-crossing of the various threads of the argument. Wittgenstein deliberately usesthis approach in very subversive and Strategie ways designed to make the reader look aqain and thus think in new and different ways.“ Den 

