Bereits in der siebten Auflage erscheint 2007 das Buch„Zirkuläres Fragen. Systemische Therapie in Fallbeispielen: Ein Lernbuch“, das Fritz B. Simon gemeinsam mit seiner Frau Christel Rech-Simon verfasst hat, die ausgebildete analytische Kinder- und Jugendpsychotherapeutin ist und sich einen Ruf durch die Übersetzung zahlreicher englischsprachiger Aufsätze und Bücher zur systemischen Therapie und Beratung gemacht hat. Johannes Herwig-Lempp hat anlässlich der ersten Auflage des Buches eine Rezension für den„Kontext“ verfasst:„Das Buch von Simon und Rech-Simon benötigt keine Pointe, es ist kein Witz auch wenn es manchmal witzig ist. Es stellt eine sehr schöne, praxisnahe Präsentation systemischen Arbeitens dar, die sich nicht nur an Therapeuten und Therpeutinnen richtet, sondern an alle, die das Zirkuläre Fragen im weitesten Sinn lernen und für sich weiterentwickeln möchten: Erzieherinnen, Sozialarbeiterinnen, Psychologinnen, Organisationsberaterinnen, Ärztinnen. Das Buch ist gut und als anspruchsvolle, aber dennoch leicht verdauliche Lektüre zu empfehlen. Es wird vielleicht keine sieben Jahrzehnte überdauern, aber doch einige Jahre als Standardwerk gelten können“
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25. Januar 2007
von Tom Levold
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Sexualtheoretiker müssen sich irgendwann, spätestens nach ihrem Ableben, die Frage gefallen lassen, wie es denn um ihre eigene Sexualpraxis bestellt gewesen ist. Das gilt in ganz besonderem Maße für die Person Sigmund Freuds, dessen Libido seit Jahrzehnten alle möglichen Biografen auf der Spur sind. Nun ist mal wieder jemand fündig geworden, nämlich der Heidelberger Soziologe, Psychoanalytiker und Freud-Forscher Franz Maciejewski, dem es gelang, im vergilbten Fremdenbuch eines kleinen Schweizer Hotels eine Eintragung ausfindig zu machen, aus der hervorgeht, dass Freud hier am 13.8.1898 mit seiner Schwägerin Minna in einem Doppelzimmer mit Doppelbett abgestiegen ist. Das erregt den Freud-Forscher, weil diese Tatsache aus irgendeinem Grunde bedeute, dass„die Psychoanalyse
nicht länger durch die Einheit der Person (Freud) zusammengehalten werden“ könne, als ob – wie Ludger Lütkehaus in der NZZ treffend bemerkt,„sie jemals dadurch zusammengehalten worden wäre“. Wir sind gespannt auf die zukünftigen Enthüllungen über das Sexualleben der Freud-Biografen.