Endlich wirksame Unterstützung für belastete ALG-II-Empfänger: Die Bundesagentur für Arbeit will mehrere tausend Demenzkranke für einen Job in der Betreuung von Langzeit-Arbeitslosen anwerben. Die neuen Arbeitskräfte sollen als Agentur-Assistenten die Betroffenen aufmuntern und über den Verlust der Perspektive hinwegtrösten. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der„Süddeutschen Zeitung“ (SZ):„Hier kann etwas Gutes geleistet werden“. Nach einer kurzen Weiterbildung könnten die dementen Menschen sich wieder gebraucht fühlen. Die Qualifizierungszeit könne auf einem minimalen Niveau gehalten werden, da Demenzkranke ohnehin schnell vergessen würden. Zwar liege in dieser Tatsache ein gewisser Nachteil, der allerdings dadurch mehr als ausgeglichen würde, dass auch frustrierende Erfahrungen im Einsatz erfahrungsgemäß ebenso schnell vergessen werden. Insofern sei die burn-out-Gefahr hier vergleichsweise niedrig. Außerdem könnten die Löhne für die Einsätze optimal mit den hohen Pflegekosten verrechnet werden, die bei den Demenzkranken anfallen, was Angehörige und Sozialämter entlasten könne. Insgesamt sollen bundesweit für das Programm, das am 1. September starten soll, etwa 10.000 Stellen geschaffen werden. Unklar ist bislang noch, wie die Demenzkranken ohne Begleitung zu ihrem Einsatzort gelangen.
25. August 2008
von Tom Levold
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Dennoch bekomme ich auch jede Menge schöne Rückmeldungen zum systemagazin, für die ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte. Das systemagazin besteht nun seit über dreieinhalb Jahren und hat sich wohl mittlerweile als ein Medium im systemischen Diskurs etablieren können. Fast jeden Tag finden Sie hier einen Link, eine Rezension oder andere interessante Informationen. Dafür möchte ich auch in Zukunft sorgen. Ich freue mich aber, dass sich ab sofort die Perspektive des systemagazin-Blogs, d.h. der Kreis der AutorInnen, erweitern wird. Ich habe eine Reihe von KollegInnen eingeladen, daran in unregelmäßigem Abstand mitzuwirken. Bereits am 14.8. hat Wolfgang Loth mit einem Beitrag den Anfang gemacht. Jetzt setzt Ulrich Schlingensiepen (Foto) aus Stuttgart die Reihe mit einem Hinweis zu einer interessanten Ausstellung fort. In nächster Zukunft werden Sie an dieser Stelle immer wieder diese und auch andere Stimmen zu lesen bekommen, die Ihnen ihre Beobachtungen, Textfunde, Kommentare oder Meinungen mitteilen werden. Lassen Sie sich überraschen. Ich danke schon jetzt allen für ihre Mitwirkung am Projekt systemagazin, das damit sicherlich noch lebendiger werden wird und freue mich auf Ihre Rückmeldungen.