In einem Artikel von Rudolf Wimmer für den von Tom Rüsen herausgegebenen Band„Familienunternehmen erfolgreich sanieren. Der Einfluss des Familienfaktors bei Restrukturierungen“, der soeben im Erich Schmidt-Verlag erschienen ist, beschreibt der Autor die Gesellschafterkonstellation als Quelle der Selbstgefährdung, wobei er besonders die Erosion der unternehmerischen Kraft der Familie, personelle Fehlentscheidungen und besondere finanzielle Risiken, die in der Familienkonstellation schlummern, untersucht:„Die in Familienunternehmen systematisch eingebauten Selbstgefährdungspotenziale gewinnen immer dann besonders an Fahrt, wenn die verantwortlichen Entscheidungsträger in der Familie wie im Unternehmen aus welchen Gründen auch immer die nachhaltige Sicherung der Ertragskraft der Firma aus dem Blick verlieren. Wenn das passiert, dann ist immer Gefahr im Verzug. Denn ein langfristig ausgerichtetes, ertragsorientiertes Wachstum versorgt das Unternehmen mit jenem Sauerstoff, der die unerlässliche Voraussetzung dafür bildet, dass die Eigentümerfamilie ihre unternehmerische Identität von Generation zu Generation aufrechterhalten kann (bei gleichzeitiger Steigerung der im Unternehmen akkumulierten Vermögenswerte). Dieser Zusammenhang kann gerade bei Familienunternehmen leicht aus dem Blick geraten, weil es sich hier um einen Typ von Unternehmen handelt, der von seinem Wesen her den Sinn und Zweck des unternehmerischen Tuns in erster Linie gerade nicht in der bloßen Gewinnmaximierung sieht. Dieser grundlegende Unterschied zu vielen börsenorientierten Gesellschaften verliert jedoch seine ganze Identität stiftende Funktion, wenn die Ertragskraft des Unternehmens auf längere Sicht substanziell Schaden nimmt“
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30. März 2011
von Tom Levold
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Wie beeinflussen Rahmenbedingungen professionelles lösungsfokussiertes Arbeiten? Und wie lösungsfokussiertes Vorgehen wiederum die institutionellen, gesellschaftlichen und persönlichen Rahmen? Diese Fragen bilden den Hintergrund für die jährliche EBTA-Konferenz, die erstmals in den neuen Bundesländern stattfindet. Die Konferenz bietet eine Vielzahl von Workshops, Diskussionsgruppen, Life-Demos (Harry Korman, Yvonne Dolan) und ein kulturelles Rahmenprogramm. Vom Kennenlernen des lösungsfokussierten Ansatzes bis zum Austausch alter Hasen erstrecken sich die Inhalte, die sich an TherapeutInnen und BeraterInnen in nahezu allen Anwendungsfeldern richten: Jürgen Hargens wird über den Rahmen eines lösungsfokussierten Gesprächs nachdenken, Heinrich Dreesen wird für„Entschleunigung“ sorgen, Ben Furman behauptet„it takes a web to fix a kid“, Ursula Bühlmann-Stähli will für Kinder Raketen zünden, Tom Küchler exploriert den Sozialraum, Deal Russel fragt sich, wieso man so viel sprechen sollte und Paul Köck, wie man sich als TherapeutIn am besten unnütz macht und das Team aus Aschendorf berichtet aus der lösungsfokussierten Praxis in der Kinderpsychiatrie, Hans Benniks beschäftigt sich mit lösungsfokussierter Suizidprävention, Joachim Hesse denkt über den Dreh einer lösungsorientierten Diagnostik nach, Marianne Roessler stellt den„signs-of-saftey approach“ im Kontext von drohender Gewalt dar, Frederic Linssen widmet sich impliziten Hypothesen, Michael Gross leuchtet die Bezugsrahmen von Pflegekindern aus , Kirsten Dierolf wird die Konferenz nutzen, um lösungsfokussiert Arbeitende stärker zu vernetzen, Scott Miller und Kenneth Gergen blicken über den lösungsfokussierten Tellerrand hinaus und vieles mehr. Kongresssprache wird Deutsch und Englisch sein. Die Diskussionen im Plenum und die Mehrzahl der Workshops werden simultan übersetzt. EBTA-Tagungen sind bekannt als inspirierende, lebendige Treffen, die einen fruchtbaren Austausch über Theorie und Praxis der Lösungsfokussierten Arbeit für KollegInnen aus ganz Europa bieten. Nach Dresden laden herzlich ein Flow e.V. & NIK.

