Sven Lewandowski, Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität Hannover und wissenschaftlicher Beirat der„Zeitschrift für Sexualforschung“ (Foto: www.svenlewandowski.de), hat sich mit systemtheoretischen Überlegungen zur Sexualität einen Namen gemacht. In der SWS-Rundschau, der Zeitschrift der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft in Österreich, ist 2008 ein Artikel von ihm über den Wandel des Sexuellen in der modernen Gesellschaft erschienen. Im abstract schreibt er:„Der vorliegende Essay analysiert sexuelle Wandlungsprozesse aus gesellschafts- und insbesondere systemtheoretischer Perspektive und führt diese auf die Differenzierungsform der modernen Gesellschaft zurück. In idealtypischer Weise werden zentrale Leitunterscheidungen und Schemata diskutiert, die das Verhältnis der abendländischen Gesellschaften zum Sexuellen bestimm(t)en. Gezeigt wird dabei, dass sich die Sexualität der modernen Gesellschaft im Wesentlichen an der Differenz Begehren/ Befriedigung sowie am Orgasmusparadigma orientiert und eine Umstellung auf einen Primat sexueller Lust, mithin auf Selbstreferenz stattgefunden hat. Illustriert wird diese Umstellung schließlich an den Phänomenen Selbstbefriedigung, Pornographie und Prostitution, deren Entwicklungen jeweils zum sexuellen Wandel beitragen als auch dessen Ausdruck sind“
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31. März 2011
von Tom Levold
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Wie beeinflussen Rahmenbedingungen professionelles lösungsfokussiertes Arbeiten? Und wie lösungsfokussiertes Vorgehen wiederum die institutionellen, gesellschaftlichen und persönlichen Rahmen? Diese Fragen bilden den Hintergrund für die jährliche EBTA-Konferenz, die erstmals in den neuen Bundesländern stattfindet. Die Konferenz bietet eine Vielzahl von Workshops, Diskussionsgruppen, Life-Demos (Harry Korman, Yvonne Dolan) und ein kulturelles Rahmenprogramm. Vom Kennenlernen des lösungsfokussierten Ansatzes bis zum Austausch alter Hasen erstrecken sich die Inhalte, die sich an TherapeutInnen und BeraterInnen in nahezu allen Anwendungsfeldern richten: Jürgen Hargens wird über den Rahmen eines lösungsfokussierten Gesprächs nachdenken, Heinrich Dreesen wird für„Entschleunigung“ sorgen, Ben Furman behauptet„it takes a web to fix a kid“, Ursula Bühlmann-Stähli will für Kinder Raketen zünden, Tom Küchler exploriert den Sozialraum, Deal Russel fragt sich, wieso man so viel sprechen sollte und Paul Köck, wie man sich als TherapeutIn am besten unnütz macht und das Team aus Aschendorf berichtet aus der lösungsfokussierten Praxis in der Kinderpsychiatrie, Hans Benniks beschäftigt sich mit lösungsfokussierter Suizidprävention, Joachim Hesse denkt über den Dreh einer lösungsorientierten Diagnostik nach, Marianne Roessler stellt den„signs-of-saftey approach“ im Kontext von drohender Gewalt dar, Frederic Linssen widmet sich impliziten Hypothesen, Michael Gross leuchtet die Bezugsrahmen von Pflegekindern aus , Kirsten Dierolf wird die Konferenz nutzen, um lösungsfokussiert Arbeitende stärker zu vernetzen, Scott Miller und Kenneth Gergen blicken über den lösungsfokussierten Tellerrand hinaus und vieles mehr. Kongresssprache wird Deutsch und Englisch sein. Die Diskussionen im Plenum und die Mehrzahl der Workshops werden simultan übersetzt. EBTA-Tagungen sind bekannt als inspirierende, lebendige Treffen, die einen fruchtbaren Austausch über Theorie und Praxis der Lösungsfokussierten Arbeit für KollegInnen aus ganz Europa bieten. Nach Dresden laden herzlich ein Flow e.V. & NIK.
