Mit dem„Systemischen Labor“ geht der Carl-Auer-Verlag und seine Carl-Auer-Akademie neue Wege. Geplant ist„eine Reihe von Veranstaltungsformaten an unterschiedlichen Orten, bei denen spannende Weiterentwicklungen aus dem systemischen Feld gesammelt und weitergetragen werden“, die mit einer Veranstaltung am 8. und 9. März in Berlin begann. Winfried Kretschmer, Chefredakteur und Geschäftsführer des online-Magazins changeX (Foto rechts: changeX), und Dominik Fehrmann, freier Mitarbeiter von changeX (Foto links: changeX), haben einen Bericht über die beiden Tage verfasst, der für systemagazin-Leser kostenlos gelesen werden kann:„Nicht
grundlos heißt die Veranstaltung„Systemisches Labor“. Hier soll experimentiert, soll etwas gewagt werden. So will es die neu gegründete Carl-Auer Akademie, die mit dieser Veranstaltung ihren Betrieb aufnimmt. Und im 1. Systemischen Labor präsentiert sie gleich eine denkbar heikle Versuchsanordnung: Theorie U trifft auf Systemtheorie. Oder personal gesprochen: C. Otto Scharmer, Vater der Theorie U, trifft auf Fritz B. Simon und Rudolf Wimmer, leidenschaftliche Vertreter der neueren soziologischen Systemtheorie. Ein Experiment, das auf großes Interesse stößt. Das zeigt die hohe Zahl der Teilnehmer, allesamt Experten für Veränderungsprozesse – ob als Berater, Mediatoren oder Coachs. Die zweitägige Veranstaltung in Berlin ist restlos ausgebucht“
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8. April 2011
von Tom Levold
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Nach den Erfolgen, die japanische Techniker bei der Entwicklung von Pflege-Robotern für die Betreuung von Demenzkranken verzeichnen konnten, wurden heute bekannt, dass in Osaka erstmals ein Psychotherapie-Roboter der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, der noch im Sommer auf den Markt gebracht werden soll. Diese bahnbrechende Innovation macht den Erfindern zufolge den Einsatz von menschlichen Psychotherapeuten überflüssig und hebt damit die zahlreichen Nachteile bestehender Psychotherapie-Verfahren auf. Vor allem von Vertretern der evidenzbasierten Psychotherapie wurde die Neuentwicklung einhellig begrüßt.„Endlich haben wir eine verlässliche Alternative zu Verfahren, die aufgrund der Anwendung durch Menschen immer schon fehleranfällig waren“, heißt es in einer Verlautbarung der„Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)“. Mit Hilfe der Psychotherapie-Roboter könne evidenzbasierte Therapie nun endlich manualgetreu durchgeführt werden, ohne dass persönliche Störvariablen den Therapieverlauf beeinträchtigen. Bislang funktionierte manualgesteuerte Psychotherapie nur mit Studenten, da ausgebildete Therapeuten meist dazu neigen, eigene Ansichten über Nutzen und Zweck therapeutischer Vorgehensweisen zu entwickeln. Psychotherapieforschung könne nun ein bislang ungeahntes Niveau erreichen, da nicht nur die Standardisierung von Interventionen, sondern erstmals auch Doppel-Blind-Versuche in der Psychotherapieforschung möglich wären. Zudem würden durch den Wegfall der Psychotherapieausbildung enorme gesellschaftliche Kosten eingespart. Die Roboter sollen ohne jede Selbsterfahrung über hervorragende Fähigkeiten zur Spannungsregulation und Affektabstimmung verfügen. Verschiedene Programme für Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Systemische Therapie und Gesprächstherapie sind frei einstellbar, darüber hinaus können Parameter wie Strukturierungsgrad, Abstinenz, Nähe-Distanz etc. vorgegeben werden. Ein WLAN-Modul ermöglicht die sofortige Übermittlung von Anträgen, Berichten und Gutachten an die entsprechenden Adressaten im Gesundheitswesen. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll bereits überlegt haben, den Einsatz von Psychotherapie-Robotern in den deutschen Psychotherapie-Richtlinien zu verankern.