So lautet das Motto der Quadriga gGmbH, die seit 2003 regelmäßig einen Preis an herausragende Persönlichkeiten vergibt, die entweder als„Role Model“ aus Deutschland kommen oder als „Role Model“ für für Deutschland empfohlen werden. Auf der website der Gesellschaft heißt es unter„Philosophy“ sehr schön:„The Quadriga honours four personalities and projects whose thoughts and acts are built on values. Values, which conduce vision, courage and responsibility. The Quadriga honours role models. Role models for Germany and role models from Germany. By combining value orientation and the distinction of innovative and future-benefitting ideas, the Quadriga is able to show both its authenticity and public value“ Vor diesem Hintergrund ist natürlich die Entscheidung völlig unverständlich, die diesjährige wertbezogene und authentische Entscheidung zur Verleihung des Preises an Wladimir Putin zurückzuziehen. Wer wollte behaupten, dass Putin nicht„rich in value and attitude“ sei? Um welche Werte es sich hierbei handelt, ist doch schließlich eine ganz andere Frage. Zu den herausragenden Persönlichkeiten, die bislang für ihren Reichtum an Werten und Haltungen ebenfalls durch die Quadriga ausgezeichnet wurden, gehören auch die Role Models Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Hamid Karzai und Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg. Wenn die ein bisschen zusammenrücken, passt auch ein lupenreiner Demokrat wie Putin noch hinein. Und Preisträger mit„vision, courage and responsibility“, für was auch immer, wird man auch zukünftig finden
19. Juli 2011
von Tom Levold
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Schneller geht’s kaum. Der Kongress hat vom 1. bis zum 3. Juli getagt und nun liegt schon der begeisterte und anregende Tagungsbericht von Andreas Manteufel aus Bonn vor:„Gehens auch zum Ärztekongress?, fragt mich die freundliche Pensionswirtin bei meiner Ankunft in der Mozartstadt. Ich vermute, dass sie eine andere Veranstaltung meint und erkläre, dass ich an einer Tagung über Gehirnforschung und Psychotherapie teilnehme, die viele Berufsgruppen zusammenführt, neben Ärzten auch Psychologen, Philosophen, Sozialwissenschaftler, und neben Wissenschaftlern auch viele Psychotherapeuten. Das ist uns egal, wir sagen Ärztekongress, das ist einfacher, unterweist sie mich darin, dass es sich keineswegs um ein Missverständnis, sondern eher um eine verständliche Komplexitätsreduktion handelt. Neurobiologie der Psychotherapie Perspektiven und systemtherapeutische Innovationen ist für Nichteingeweihte ja auch ein bisschen sperrig“, schreibt Manteufel und erzählt – eingerahmt von eigenen Bildern – dann durchaus nachvollziehbar, was es auf dem Kongress zu hören und zu sehen gab.
