21. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
20. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Systemisches Denken in der Heimerziehung: Anregungen für Pädagogik, Beratung und Organisation
Heute gibt es mal einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit – mit einem Artikel aus dem Jahre 1991 in der Zeitschrift„Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie“. Geschrieben haben ihn Jochen Schweitzer (Foto: Tom Levold) und Dieter Reuter, mit Vorschlägen für eine systemische Heimerziehung. Auch wenn sich in der Heimpädagogik in den letzten 20 Jahren so manches getan hat, lässt sich doch nach der Lektüre resümieren, dass das systemische Potential bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Im abstract heißt es:„Ausgangspunkt dieses Aufsatzes ist eine Analyse charakteristischer Problempunkte in der Heimerziehung auf unterschiedlichen Systemebenen: Familiendynamik, Familie-Heim, größeres Familie-Helfer-System, Heimerziehung als Profession. Neuere Konzepte der Systemtheorie (Selbstorganisation, Beobachterabhängigkeit, Passen“, Grenzen der Planung in Humansystemen) werden genutzt, um Anregungen für eine mit systemischem Denken konsistente Praxis der Heimerziehung zu entwickeln: Vom Aufnahmeverfahren bis zur Entlassung, von der Krisenintervention bis zur Familienpädagogik, vom Umgang mit Heimmitarbeitern bis zu Organisationsfragen“
Zum vollständigen Text
19. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Talking brains: a cognitive semantic analysis of an emerging folk neuropsychology
Wie verändert sich das Bild mentaler Prozesse im Zeitalter der Hirnforschung in der Alltagspsychologie? Der Forscher Paul Rodriguez, der sich u.a. mit methodologischen Fragen im Zusammenhang mit bildgebenden Verfahren beschäftigt, hat 2006 eine interessante Arbeit veröffentlicht, in der er – in Anschluss an die metapherntheoretischen Konzepte von Lakoff und Johnson – anhand von Beispielen aus den öffentlichen Diskursen zeigt, wie die Idee des Gehirns zunehmend ein Konzept mentaler Zustände ersetzt. Im Abstract heißt es:„What is the influence of neuroscience on the common sense way we talk about behavior and mental experience? This article examines this influence and the diffusion of neuroscience terms as it appears in everyday language that reflects shared cultural knowledge. In an unsolicited collection of speech acts and metaphors I show that the word brain often substitutes for mind and brain states are often asserted as the cause of mental states. I also present several examples of visual depictions of the brain, including modern brain scans, which have become the basis for new cultural symbols that are identified with mental experience. Taken together, the linguistic and visual brain metaphors highlight the concrete nature of the brain in contrast to the abstract nature of the mind. This, in turn, provides a physical dimension to the way we conceptualize mental phenomena in ordinary language. Thus, a modern folk neuropsychology is emerging which provides an alternative, reductionist, and sometimes competing network of concepts for explaining the mind in comparison to conventional folk psychology“
Zum vollständigen Text
18. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Eine systemtheoretische Neubegründung der Psychopathologie
Man kann nicht gerade behaupten, dass der systemische Diskurs in der Gegenwart reich an neuen Perspektiven sei, was die Fortentwicklung der klinischen Theorie betrifft. Zuviel Energie ist in den vergangenen Jahren in den Versuch geflossen, Systemische Therapie mainstreamkompatibel zu machen. Natürlich gibt es immer wieder gewichtige Ausnahmen, so z.B. das Buch von Peter Fuchs über die„Verwaltung der vagen Dinge„, das im vergangenen Jahr erschienen ist. Soeben ist im Carl-Auer-Verlag ein Band des Bonner Psychiaters und Psychotherapeuten Roland Schleiffer erschienen, der nichts anderes als eine systemtheoretische Neubegründung der Psychopathologie zum Thema hat. In seinem Vorwort wünscht Fritz Simon, dass das„extrem innovative“ Buch zum„Meilenstein in der Entwicklung der Psychiatrie“ werden solle:„Ein zweiter Band scheint unabdingbar“! Schleiffers Buch ist ein Muss für jeden theoretisch interessierten klinischen Praktiker. Wie er die Systemtheorie Luhmanns mit Säuglings- und Bindungsforschung, Affekttheorie und Entwicklungspsychologie zusammenbringt und die Frage der Pathologie dabei neu fasst, ist äußerst spannend zu lesen und eröffnet der systemischen klinischen Theorie wieder neue Optionen. systemagazin bringt als Leseprobe das Kapitel 7, den Epilog,
zum Volltext geht es hier
17. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Mein neuer Entkorker für das Gläschen zum Feierabend
16. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Falsch-Diagnosen bei ADHS
Ein Artikel bei Spiegel-Online Wissenschaft gibt die Ergebnisse einer interessanten Studie von Forschern an der University of British Columbia in Vancouver über Falsch-Diagnosen bei ADHS. Darin heißt es:„Bei früh eingeschulten Kindern wird besonders häufig eine Aufmerksamkeitsstörung ADHS diagnostiziert und behandelt. Ihr im Verhältnis zu älteren Klassenkameraden unreiferes Verhalten wird häufig irrtümlich als krankhaft interpretiert, wie kanadische Forscher in einer Studie mit fast einer Million Grundschulkindern herausgefunden haben. Besonders hoch sei das Risiko für Fehldiagnose und falsche Behandlung bei Kindern, die kurz vor dem Stichtag für das Einschulungsalter Geburtstag hatten. Sie seien typischerweise die jüngsten und unreifsten ihrer Klasse, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin„Canadian Medical Association Journal“. Analysen bestätigten die Befürchtungen, dass Kinder innerhalb der normalen Spannbreite des Verhaltens zunehmend mit Medikamenten behandelt werden, sagt Erstautor Richard Morrow von der University of British Columbia in Vancouver. Jüngere Kinder einer Klasse würden aufgrund ihres alterstypischen Verhaltens häufig falsch eingeschätzt. Die Studie zeigte, dass ADHS-Diagnosen bei solchen Kindern um 39 Prozent erhöht seien und die Gabe von Medikamenten sogar um 48 Prozent. Angesichts dieser Zahlen warnen die Forscher davor, Kinder unnötig den potentiellen Schäden und Langzeitfolgen einer Fehldiagnose und medikamentösen Behandlung auszusetzen. Denn Mittel gegen ADHS wie Methylphenidat können sich negativ auf den Appetit, das Wachstum und den Schlaf der Kinder auswirken. Auch das Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei erhöht, sagen die Wissenschaftler. Außerdem verhielten sich Eltern und Lehrer gegenüber ADHS-Kindern häufig anders. Das wiederum könne zu psychischen Folgen wie einem schlechten Selbstwertgefühl bei den Kindern führen.
„Diese Studie wirft Fragen für Ärzte, Lehrer und Eltern auf, wir müssen uns fragen, was sich ändern muss“, sagt die Psychiaterin Jane Garland, Mitautorin der Studie von der University of British Columbia. Man müsse zukünftig stärker auf das relative Alter der Kinder achten und auch mehr ihr Verhalten außerhalb der Schule für die Einschulungstests in Betracht ziehen.
Für ihre Studie hatten die Forscher Daten von 937.943 Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren ausgewertet und den gesundheitlichen Werdegang dieser Kinder über elf Jahre hinweg verfolgt. Alle Kinder wurden in der kanadischen Provinz British Columbia eingeschult, wo der Stichtag für die Einschulung am 31. Dezember liegt. Kinder, die kurz vor diesem Datum Geburtstag haben, dürfen im Folgejahr in die erste Klasse gehen; Kinder, die erst Anfang Januar geboren sind, müssen ein Jahr warten. In Deutschland ist der Stichtag je nach Bundesland verschieden, liegt aber bei den meisten im Sommer. Der Effekt des relativen Alters auf die ADHS-Diagnosen sei in der gesamten Studienzeit und bei Kindern aller untersuchten Altersklassen zu beobachten gewesen, sagen die Forscher. Immer seien die im Dezember geborenen Kinder stärker betroffen gewesen als die im Januar geborenen und daher später eingeschulten Kinder. Das gelte sowohl für Mädchen als auch für Jungen, obwohl Jungen insgesamt bis zu dreimal häufiger mit der Aufmerksamkeitsstörung diagnostiziert und entsprechend behandelt werden.
Warum Jungen stärker betroffen sind, ist noch nicht eindeutig geklärt. Vermutungen nach könnte dies aber an der leicht unterschiedlichen Ausprägung der Symptome bei beiden Geschlechtern liegen: Jungen mit ADHS werden oft durch Hyperaktivität und impulsives Verhalten auffällig, bei Mädchen äußert sich die Aufmerksamkeitsstörung häufiger durch Verträumtheit und Unkonzentriertheit – und wird daher möglicherweise seltener erkannt“
Zum vollständigen Text
15. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Einführung in die Theorie des Familienunternehmens
Die Einführungen in systemische Theorie- und Praxisfelder sind eine der erfolgreichten Reihen im Carl-Auer Verlag Heidelberg. Fritz B. Simon ist nicht nur Verleger, sondern gleichzeitig auch einer der produktivsten und erfolgreichsten Autoren seines Hauses und hat in dieser Reihe schon Einführungen in die systemische Organisationstheorie, systemische Wirtschaftstheorie, die Systemtheorie des Konflikts und eine Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus vorgelegt. In diesem Jahr erscheint seine Einführung in die Theorie des Familienunternehmens, ein Feld, dessen systemtheoretische Bearbeitung er als (Gründungs-)Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke maßgeblich mitentwickelt hat. systemagazin bringt als Leseprobe das Kapitel 5„Das Unternehmen“.
Zum vollständigen Text geht es hier
14. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Principles of the self-organizing system
Ross Ashby war ein britischer Psychiater, Neurowissenschaftler und Mathematiker und neben Grey Walter, Gregory Bateson, Gordon Pask und Stafford Beer einer der bedeutenden Vertreter der Kybernetik auf der britischen Insel (Foto: wikipedia.de). Eine Zeit lang arbeitete er auf Einladung von Heinz von Foerster an dessen Biological Computer Laboratory am Department of Electrical Engineering an der University of Illinois, an dem viele Konzepte entwickelt worden sind, die die systemische Theorie und die Kybernetik vorangebracht haben. Heinz von Foerster hat auch gemeinsam mit G.W. Zopf 1962 den Band„Principles of Self-Organization: Transactions of the University of Illinois Symposium“ (Pergamon Press: London, UK, S. 255-278) herausgegeben, in dem der Aufsatz Ashbys mit dem Titel„Principles of the self-organizing system“ erschienen ist. Dieser Artikel ist längst ein Klassiker der kybernetischen Literatur geworden, die Zeitschrift E:CO hat ihn 2004 noch einmal neu veröffentlicht, er ist auch online zu lesen,
und zwar hier
13. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Systemische Konzepte in einer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie vom Solo- zum Formationstanz
Das SYMPA-Forschungsprojekt über Systemische Methoden in der Psychiatrischen Akutversorgung ist schon öfter an dieser Stelle Thema gewesen. Hier ist ein Link zu einem Artikel, der im Kontext 2009 erschienen ist.„Ausgehend von einer Beteiligung am Forschungs- und Qualifizierungsprojekt SYMPA (SYstemtherapeutische Methoden in der Psychiatrischen Akutversorgung) werden die strukturellen und konzeptionellen Veränderungen in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik dargestellt. Neben der Darstellung der wichtigsten Forschungsergebnisse sowie des Projektdesigns steht im Fokus der Betrachtung die Praxis der systemischen Familientherapie in der Klinik, die Genogrammarbeit, die stationsübergreifende Intervision sowie der Einsatz des Reflecting-Teams und schließlich die Sicherstellung einer systemischen Orientierung in der Stationsarbeit. Die Einführung des Sympa-Handbuchs sowie eine berufsgruppenübergreifende systemische Qualifizierung der Mitarbeiter sind die Basis der Verankerung systemischer Konzepte in der Akutpsychiatrie“. Autoren sind Bernward Vieten, Daniela Engelbrecht, Beate Joachimsmeier, Wolfgang Möller, Christine Oertzen, Klaus von Wrede und Frank Zimmerer.
Zum vollständigen Text geht es hier
12. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Muster familientherapeutischer Kurzzeit-Therapie
Der Carl-Auer-Verlag hat sich schon viele Male Verdienste um die Neuherausgabe von Klassikern der Systemischen Therapie erworben. In diesem Frühjahr bringt er das erste Buch von Steve de Shazer, dem Begründer des Lösungsfokussierten Ansatzes neu heraus, das gerade erst in den Buchläden zu finden ist. Auf der website des Verlags heißt es:„Mit dieser Neuausgabe des ersten Buches von Steve de Shazer wird ein Meilenstein der systemischen Literatur wieder zugänglich, der die Familientherapie gleich in mehrfacher Hinsicht neu ausgerichtet hat. De Shazer schlägt hier die Brücke zu den anderen Pionieren der systemischen Therapie Bateson, Erickson, MRI, Mailänder Schule und führt deren und seine Konzepte zu einer neuen, bis heute stilprägenden Art, zu denken, zu erkennen und zu entscheiden zusammen. Das Buch untermauert zum einen die Abkehr von der klassischen Art, Psychotherapie zu betreiben, nach der man erst die Gründe für ein Problem herausfinden muss, um es zu lösen und markiert damit die Geburtsstunde der lösungsorientierten Beratung. Zum anderen etabliert es die Kurzzeit-Therapie als vollwertige, eigenständige Therapieform, die mit besonderen Methoden arbeitet. Hinzu kommen die völlig andere Bewertung von therapeutischen Phänomenen wie Widerstand sowie neuartige Interventionen wie Reframing, Hausaufgaben, Komplimente usw“ So ist es. Ein Buch, das sich nach wie vor zum Lesen lohnt. systemagazin bringt als exklusive Leseprobe das 1. Kapitel„Eine binokulare Theorie der Veränderung“.
Zum vollständigen Text
10. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Peace on Earth
9. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Online systemisch beraten
Zum vollständigen Text
8. März 2012
von Tom Levold
Keine Kommentare
Methoden und Best Practices in Change Management und Führungskräfteentwicklung
Markus und Kristin Schwemmle, mit dem Institut für systemische Beratung in Wiesloch eng verbundene Organisationsberater, legen zum dritten Mal einen Sammelband mit Beiträgen zum systemischen Changemanagement und zur Personalentwicklung vor, aus dem systemagazin als Vorabdruck ein Interview mit Uwe Lockenvitz und Antje Wilmink zum Thema„Mixed Leadership Die Erfolgspotenziale gemischter Führung“ präsentieren, das Nele Haasen geführt hat.
Zum Vorabdruck und allen Informationen zum Buch geht es hier



