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Keine Versorgungsverträge zwischen Pharmaindustrie und Krankenkassen

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Folgende unterstützenswerte Resolution wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der DGSP-Jahrestagung vom 10.-13.11.2010 in Frankfurt/Main einstimmig angenommen:

Seit dem 1. Oktober 2010 überträgt die AOK Niedersachsen die Budgetverantwortung der Versorgung von bis zu 12.000 an Schizophrenie erkrankte Menschen an eine 100%ige Tochter der Pharmafirma Janssen-Cilag. In der aktuellen Novellierung des §140b SGB V, die direkte Verträge zwischen Pharmafirmen und Kranken-kassen ermöglicht, sehen wir einen gefährlichen Paradigmenwechsel in der medizinischen Versorgung.
Wir protestieren gegen diesen Ausverkauf der Psychiatrie. Wir wollen eine Versorgung, die sich an den Bedürfnissen von Patienten und Angehörigen sowie an modernen wissenschaftlichen Leitlinien ausrichtet und nicht an den Produkt- und Gewinninteressen von Pharmafirmen. Es geht uns um eine umfassende Therapie, die sich nicht auf Medikamente reduzieren lässt.
– Wir fordern die Politik auf, die Novellierung des §140b SGB 5 zurückzunehmen.
– Wir fordern die Krankenkassen auf, sich solchen Verträgen im Interesse ihrer Mitglieder zu
  verweigern.
– Wir fordern alle Leistungserbringer auf, die gute Idee der Integrierten Versorgung nicht durch die
  Beteiligung der Pharmaindustrie zu verraten.

Frankfurt, 13. November 2010

Friedrich Walburg
1. Vorsitzender der DGSP e.V.
und einstimmig mitgezeichnet von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der DGSP Jahrestagung vom 10.-13.11.2010 in Frankfurt/Main

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