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Deutschland schrumpft

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KfW-Research: „Die Geburtenrate von Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag im Jahr 2024 bei 1,23 Kindern pro Frau. Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung bei dieser Geburtenrate rapide schrumpfen. Auf 100 Menschen der ersten Eltern-Generation kämen noch 62 Kinder, 38 Enkel und 23 Urenkel. Dieses demografische Ausdünnen passiert innerhalb nur eines Jahrhunderts. Und das ist mehr als ein theoretisches Gedankenspiel. Es beschreibt einen demografischen Trend in Deutschland.
Bereits heute sind gut 40 % der Schulkinder eingewandert oder haben wenigstens ein Elternteil, das eingewandert ist. Gemäß der 16. Bevölkerungs­vorausschau des Statistischen Bundesamtes würde die Bevölkerung bei einem Außenwanderungs­saldo von Null selbst bei einer Geburtenrate von 1,47 bis zum Jahr 2070 um mehr als 23 Mio. Menschen sinken, das heißt um rund 520.000 pro Jahr. Das hätte gravierende Konsequenzen für die Wirtschaft, da vor allem die Zahl der Menschen im Erwerbsalter weniger würde, während die der Menschen im Rentenalter weiter steigt.
Deutschland braucht daher Zuwanderung in erheblichem Umfang, idealerweise von jungen Menschen und Fachkräften, die in Deutschland eine Ausbildung machen oder gleich einen Beruf ergreifen und im Land bleiben, um eine Familie zu gründen. Für den längeren Zeithorizont wäre auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt eine höhere Geburtenrate wünschenswert.“

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