systemagazin

Online-Journal für systemische Entwicklungen

systeme 2018

Heft 1

Ottomeyer, Klaus (2018): Die Rückkehr der Autokraten und die Krisen der Männlichkeit. In: systeme 32 (1): 5-27.

abstract: Im folgenden Beitrag geht es um eine Zusammenschau eines offenbar weltweit festzustellenden Comebacks autokratischer Konstel­lationen. Diesem Phänomen wird hier nachgegangen mit Blick auf deren Einbettung in signifikante Krisen im Erleben von Männern bzw. der Definition dessen, wozu Männer gut sein sollen, sowie – im größeren Zusammenhang – in Konsequenzen kapitalistischer Gesellschaftsstrukturen. Zunächst gibt es eine Skizze aktueller Männlichkeits-­Krisen in Österreich. Dem folgt ein kurzer Abriss zur weltweiten Wiederauferstehung von Nationalismus und Patriarchat. Als bedeutsame Faktoren dieses Phänomens werden die kognitive Struktur des Populismus beleuchtet und kulturelle Krisen als Nährboden fundamentalistischen Beharrens auf Gewissheit diskutiert. Un­ter anderem wird ein Blick auf die gesellschaftlichen Veränderungen der 1960er geworfen sowie auf die gegenläufige Sehnsucht nach einer Vereinfachung der moralischen Ordnung. Die klassischen Mann-­Rollen (Ernährer, Beschützer, Liebhaber) und ihre Dekonstruktion kommen zur Sprache. Insgesamt ist ein Trend zur Verwahrlosung festzustellen. Es scheint (noch) nicht viel zu sein, was dagegen helfen kann, doch machen eine Reihe von Bewegungen zurzeit Hoffnung.

Kriz, Jürgen (2018): Über das Unbewusste in der Systemischen Therapie. In: systeme 32 (1): 28-52.

abstract: Der vorliegende Beitrag skizziert zunächst das Eingebettetsein psychischer und interpersoneller Prozesse in einflussreiche Wirkungen aus der somatischen und der kulturellen Prozessebene. Aus der lebhaften Wechselwirkung dieser Prozesse lässt sich die Bedeutsamkeit des Unbewussten in der Systemischen Therapie nachvollziehen. Es spricht einiges dafür, dass wir als Menschen ständig mit zwei bedeutungsgebenden Systemen unterwegs sind, welche in einer „objekti­ven“ Welt physikalischer Reize eine sinnvolle Lebenswelt erschaffen: Zum einen das System organismischer Bedeutungszuweisungen, zum anderen das System intersubjektiver Symbolwelten, das vor allem auf kognitiv­sprachlichen Interpretationen beruht. Das organismische System operiert weitestgehend ohne Bewusstsein – wirkt aber erheblich auf die kognitiven Prozesse ein. Wenn wir um professionelle Hilfe gebeten werden, tun wir gut daran, die Ganzheit aller vier Prozessebenen – der somatischen, psychischen, interpersonellen und kulturellen – in Rechnung zu stellen und zu berücksichtigen, dass besonders von der somatischen und der kulturellen Prozessebene starke Wirkungen ausgehen, welche dem Bewusstsein weitgehend verborgen sind. Wenn man sich klar macht, dass es hier jeweils um die Arbeit mit unbewussten Wirkeinflüssen auf das komplexe Gesamtgeschehen geht und als Metapher die doppelte Perspektive auf der „Bühne des Bewusstseins“ nutzt, kann man die systemischen Grund„techniken“ vielleicht leichter kreativ an die kon­kreten Bedürfnisse anpassen und ressourcenorientiert ausgestalten.

Reger, Karl-Heinz (2018): Kann Hannah Arendts politische Theorie als Grundlegung systemischen Denkens gedeutet werden? In: systeme 32 (1): 53-60.

abstract: Gibt es einen impliziten politischen Aspekt in jeder beraterischen und psychotherapeutischen Arbeit und kann ein solcher theoretisch begründet werden? Beide Fragen werden im folgenden Aufsatz bejaht und hierzu die politische Philosophie Hanna Arendts als ein möglicher, nach Überzeugung des Autors besonders geeigneter Bezugspunkt dargestellt. Perspektivität, Natalität, Pluralität und Diskurs: Das stets neue Beginnen im Dialog ermöglicht Freiheit im Politischen und Entwicklungsmöglichkeit im Therapeutischen. Hier begegnen sich beide Phänomenbereiche.

Geyerhofer, Stefan, Martin Ritsch & Christoph Thoma (2018): Systemische Haltung und störungsspezifisches Wissen – vom Entweder- oder zum Sowohl-als-auch. In: systeme 32 (1): 61-89.

abstract: Wir möchten in diesem Beitrag etwas fortsetzen, das in der deutsch­sprachigen Szene Systemischer Therapie erst eine sehr kurze Tradi­tion hat, in anderen Sprachräumen seit Langem abgeschlossen ist – nämlich eine kritische Auseinandersetzung mit jener erkenntnis­theoretischen Diskussion, die die Systemische Therapie der letzten Jahre stark geprägt hat und meist mit dem Begriff „Kybernetik zweiter Ordnung“ – kurz „Kybernetik 2“ – umschrieben wird. Wir wollen uns dabei auf die noch wenig beachteten Nebenwirkungen dieser Metatheorie oder mehr noch den Nebenwirkungen der jahrelangen Beschäftigung damit konzentrieren und überblicksmäßig ein paar davon zur Diskussion stellen. Es soll unter anderem aufgezeigt werden, wie diese Diskussion die Integration störungsspezifischen Wissens in Konzepte Systemischer Therapie im deutschsprachigen Raum erschwert hat.

Hoffmann-Bisinger, Ilka R. (2018): Ask! the client – Innere Bilder in der Analogen Systemischen Kurztherapie. In: systeme 32 (1): 90-112.

abstract: Die Arbeit mit inneren Bildern in der Psychotherapie ist auf vielfältige Weise möglich. In diesem Artikel wird die Arbeit mit Bildern, die von TherapeutInnen generiert wurden, von der Arbeit mit Bildern, die von KlientInnen generiert wurden, unterschieden. Innerhalb der Arbeit mit klientInnen­generierten inneren Bildern in der Psychotherapie werden, abhängig von der therapeutischen Haltung, vier verschiedene Interventionsformen differenziert, u. a. auch die koope­rativen analogen Interventionen. Kooperative analoge Interventionen sind ein zentrales Element der Analogen Systemischen Kurztherapie (Ask!). Sie werden hier an zwei Fallbeispielen dargestellt und im Anschluss, vor allem in Bezug auf die Aktivierung impliziten Wissens von KlientInnen, diskutiert.

Reul, Leonhard (2018): Von der Kunst des langen Atems. Überlegungen zu Langsamkeit und Geduld in der Systemischen Therapie. In: systeme 32 (1): 113-131.

abstract: Langsamkeit und Geduld sind in einer sich zunehmend beschleunigenden und zeitökonomisch denkenden Gesellschaft selten und dadurch rechtfertigungsbedürftig geworden. Auch im therapeutischen Feld wird verstärkt mit Effizienz argumentiert. Systemische Therapie vermag mittels durchdachter Kurzzeittherapiekonzepte entsprechende gesellschaftliche Anforderungen zu bedienen. Psychotherapeutische Wirkforschung ermutigt auch zu länger dauernden Therapieverläufen. Manche Erfahrungen und Probleme der Klienten erfordern mehr Geduld und therapeutische Ausdauer. Beziehungsaufbau benötigt Zeit – auch für Rückschauen. Diese bieten im Sinne einer Systemimmanenz häufig Lösungsideen für ge­ genwärtige Probleme. Im Zustand wechselseitiger Kenntnis kann es zu bedeutsamen Therapie­-Augenblicken kommen. Diese günstigen Zeitpunkte ermöglichen KlientInnen das Sichtbarwerden von bislang selten formulierten Selbst­ und Situationsbeschreibungen. Ein derart verändertes Bewusstsein oder neue Bewertungen dieser Situationen sollen KlientInnen auch in ihrer Gegenwart hilfreich sein. Ferner bietet ein verlangsamter Therapiestil KlientInnen die Möglichkeit, eigene Vollzüge in der Zeit und Bezüge zur Zeit bewusst zu reflektieren und zu erweitern.

Rufer, Martin & Wolfgang Loth (2018): Aha-Erlebnisse und „Bedingungen der Möglichkeit“ – Günter Schiepek zum 60. Ein E-Mail-Gespräch. In: systeme 32 (1): 132-139.

abstract: Im Februar dieses Jahres wurde Günter Schiepek 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass haben wir beide (MR und WL) uns über unsere Erfahrungen mit Günter Schiepek ausgetauscht, persönliche und werkbezogene. Beide sind wir seit vielen Jahren mit seinen Arbeiten vertraut und haben dazu veröffentlicht. Günter Schiepek war auch über viele Jahre Mitglied der Redaktion von systeme und hat ihr wissenschaftliches Profil wesentlich mitgeprägt. Auch das ein Anlass dafür, ihm dieses Gespräch zu widmen. Es fand statt vom 06. bis 16.02.2018, wegen unserer weit auseinanderliegenden Wohnorte per E-Mail.

Joskwicz-Jabloner, Lisa (2018): Rezension – Corina Ahlers (2017): Kommunikative Kompetenz. Das Rollenspiel in der systemischen Psychotherapie. Münster (Waxmann). In: systeme 32 (1): 140-141.

Loth, Wolfgang (2018): Rezension – Manfred Hintermair & Cornelia Tsirigotis (Hrsg) (2017): Beratung und Kooperation in Handlungsfeldern der Hörgeschädigtenpädagogik. Empowermentprozesse initiieren. Heidelberg (Median­-Verlag). In: systeme 32 (1): 142-143.

Grabenberger, Silke (2018): Rezension – Sabine Klar (2018): Kleine Götter und ihre Viecher. Eine Schatzsuche. Berlin (AAVAA Verlag). In: systeme 32 (1): 144-144.

Kaimer, Peter (2018): Rezension – Jan Olthof (2017): Handbook of Narrative Psychotherapy for Children, Adults and Families. Theory and Practice. London (Karnac). In: systeme 32 (1): 145-147.


Heft 2

Raile, Paolo (2018): Tick, Trick, Track und die Systemik. Eine Systemanalyse der schlausten Neffen der Welt. In: systeme, 32 (2), S. 161-176. 

Abstract: In diesem Text geht es um die Systemische Therapie und ihre Gemeinsamkeiten mit Tick, Trick und Track – die Neffen der berühmten Comicfigur Donald Duck. Anhand ausgewählter Geschichten der drei Neffen werden die Grundlagen der systemischen Therapiemodelle anschaulich erklärt.

Conen, Marie-Luise (2018): Von Tagträumen und Realitäten – Jugendhilfe im Jahre 2038. In: systeme, 32 (2), S. 177-186. 

Abstract: Auf dem Hintergrund zunehmender negativer Entwicklungen in der Jugendhilfe werden in Bezug auf einzelne relevante Aspekte mögliche positive Zukunftsszenarien entwickelt. Im Jahr 2038 – 20 Jahre von 2018 aus gerechnet – sind ein hoher Organisierungsgrad sowie eine umfangreiche Repolitisierung der Beschäftigen in der öffentlichen und auch freien Jugendhilfe zu verzeichnen. Mit den Eltern wird wieder solidarisch und von Verständnis für ihre Belastungen geprägt gearbeitet. Die Misstrauenskultur sowohl gegenüber den Familien als auch gegenüber den freien Trägern bzw. Jugendämtern ist überholt. Der Bund hat die Schuldenbremse aufgehoben und beteiligt sich in großem Umfang an den Kosten der nunmehr erkannten hohen gesellschaftspolitischen Bedeutung der Jugendhilfe. Die Qualität der ASD-SozialarbeiterInnen hat enorm zugenommen; sie führen wieder Beratungen mit ihren KlientInnen selbst durch. Diagnosen sind aufgrund nicht erfüllter Orientierungserwartungen wieder in den Hintergrund getreten. Der zunehmenden Pathologisierung von Lebensproblemen wurde Einhalt geboten. Die Hilfen zur Erziehung haben sich befreit von der aus Finanzkalkül gesetzten „Kurzzeitorientierung“ und setzen auf Nachhaltigkeit der Hilfen von durchschnittlich zwei Jahren Dauer.

Meysen, Thomas & Lydia Schönecker (2018): Inklusion aller jungen Menschen in die Kinder und Jugendhilfe: Zwischenräume zwischen zwei Hilfesystemen und ihre Überwindung. In: systeme, 32 (2), S. 187-197. 

Abstract: Kinder, Jugendliche, junge Volljährige und ihre Familien sind derzeit auf zwei Sozialleistungssysteme aufgeteilt. Die segregierende Trennlinie verläuft zwischen einem Intelligenzquotienten von 69 (Eingliederungshilfe) und darüber (Kinder- und Jugendhilfe), zwischen körperlicher Einschränkung (Eingliederungshilfe) und „nur“ Erziehungsfragen oder seelische Behinderung (Kinder- und Jugendhilfe). Die Überwindung dieser menschenrechtlich und ethisch unhaltbaren Differenzierung wird in breitem Konsens getragen und unter Schlagworten wie „Große Lösung“, „Inklusive Lösung“ oder „Gesamtzuständigkeit“ akklamiert. Das Scheitern eines ersten Gesetzgebungsvorstoßes zeigt jedoch, dass sich zwischen den Systemen Zwischenräume auftun, die bei der Konstruktion eines gemeinsamen, einheitlichen Systems erst zu überwinden sind. Sollen zukünftig Entwicklung und Teilhabe die Grundorientierungen sein oder bleibt Erziehung konstitutives Element auch einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe? Folgt Hilfeplanung in einem inklusiven SGB VIII einer medizinisch-diagnostischen Objektivierungsidee oder dem Leitgedanken eines partizipativen Verständigungsprozesses? Diesen und weiteren Fragen spürt der Beitrag nach und gibt einen Ausblick.

Thimme, Till (2018): Tauziehen, Tanzen, Trampolinspringen. Einblicke in eine bewegungstherapeutisch-systemische Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. In: systeme, 32 (2), S. 198-214. 

Abstract: Dieser Beitrag thematisiert die Verbindung von zwei Therapieansätzen: der klinischen Bewegungstherapie und der Systemischen Therapie. Anhand eines Fallberichtes aus der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie werden Kombinationsmöglichkeiten bewegungsorientierter und systemischer Interventionen aufgezeigt. Dabei wird deutlich, dass die Verknüpfung beider Ansätze vielfältige und attraktive Zugänge zum Erleben und Verhalten der Beteiligten bietet, ein gutes Ankoppeln an Ressourcen und Stärken erlaubt und ein spielerisches Ausloten von Lösungen jenseits der Sprache ermöglicht. Neben einer theoretischen Verortung werden Vorteile und Besonderheiten der bewegungstherapeutisch-systemischen Arbeit aus Klienten- und Therapeutenperspektive beleuchtet. Der Beitrag zeigt Möglichkeiten auf, körper- und bewegungsbezogene Interventionen in systemische Kontexte zu integrieren, und reiht sich in die aktuelle Diskussion um den Stellenwert von handlungs- und erlebnisorientierten Methoden in der Therapie ein.

Nicolai, Elisabeth (2018): Schule und Jugendhilfe Ideen zur Kooperation zweier Kulturen. In: systeme, 32 (2), S. 215-221. 

Abstract: Schule und Jugendhilfe sind Systeme, die zwei sehr unterschiedlichen Funktionslogiken folgen. Daraus ergeben sich Chancen und Herausforderungen für die Kooperation der beiden, die eigentlich mit denselben Zielgruppen, Kindern, Jugendliche und deren Eltern, arbeiten. Die kulturellen Unterschiede werden in diesem Artikel unter historischen und aktuellen Aspekten betrachtet und die Möglichkeiten zur Verbesserung durch systemische Haltungen und Methoden erörtert.

Witt, Susanne (2018): Geschwister im Kontext von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung. Risikokonstellationen, Qualität der Geschwisterbeziehung und aktuelle psychische Belastung. In: systeme, 32 (2), S. 222-240. 

Abstract: Trotz der großen Bedeutung von Geschwistern im Alltag von Kindern und Jugendlichen wurde bis jetzt in Forschung und Praxis das Thema „Geschwister“ meist nur nachrangig behandelt. In dem vorliegenden Artikel werden die Ergebnisse einer Studie zu der Häufigkeit von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung eines oder mehrerer Kinder in einer Familie dargestellt. Des Weiteren werden die Auswirkungen auf die Geschwisterbeziehung und die psychische Belastung bis in das Erwachsenenalter beleuchtet. Bei der Darstellung handelt sich es um eine Zusammenfassung der Dissertation zu diesem Thema.

Winter, Mirja, Annette Müllenbeck & Franziska Schmidt (2018): SG-Siegel für Qualität in der Jugendhilfe! In: systeme, 32 (2), S. 241-143. 

Abstract: Das System der Kinder- und Jugendhilfe hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich zu einem hochspezifizierten, anerkannten und wertgeschätzten System ausdifferenziert. Dem Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu schaffen, kommt tagtäglich eine Vielzahl hochprofessionalisierter Fachkräfte nach. Die Kinder- und Jugendhilfe ist heutzutage dabei stark systemisch geprägt, hat sie doch familiale und andere soziale Systeme stark im Blick und agiert ressourcenaktivierend und lösungsorientiert im Dialog mit den anvertrauten jungen Menschen und ihren Familien. Systemisch-lösungsorientierte Ansätze erweisen sich dabei immer wieder als hilfreich und nachhaltig.

In der Ausgestaltung einer systemischen Kinder- und Jugendhilfe bedarf es dabei höchster Fachlichkeit und Qualitätsstandards, um Angebote bedürfnis- sowie bedarfsgerecht und in diesem Sinne hilfreich und nachhaltig zu entwickeln als auch umzusetzen. Aber steckt auch systemische Jugendhilfe drin, wenn es drauf steht? Eine wichtige Frage für Kund_innen und Klient_innen, um Orientierung im Hinblick darauf zu erhalten, Qualität im Kinder- und Jugendhilfebereich zu erkennen. Für Einrichtungen stellt sich die Herausforderung, Qualität vor dem Hintergrund vielfältiger, systemisch-orientierter Jugendhilfe sichtbar zu machen.

Denn vor allem in Zeiten, in denen soziale Arbeit einerseits Qualitätsstandards ge nügen muss, sich Einrichtungen anderseits aber marktliberal behaupten müssen, nimmt die Frage der Qualitätssicherung einen zentralen Stellenwert ein.

Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung bietet die Systemische Gesellschaft (SG) seit Anfang des Jahres systemisch arbeitenden Einrichtungen und Einrichtungseinheiten im (sozial-)pädagogischen, beraterischen, therapeutischen oder klinischen Arbeitsfeld die Möglichkeit, sich für das Qualitätssiegel „SG-geprüfte systemische Qualität“ zu zertifizieren.

Wahlster, Andreas (2018): Rezension – Maria Borcsa & Christoph Nikendei (Hrsg.)(2017): Psychotherapie nach Flucht und Vertreibung. Eine praxisorientierte und interprofessionelle Perspektive auf die Hilfe für Flüchtlinge. Stuttgart (Thieme). In: systeme, 32 (2), S. 244-245. 

Loth, Wolfgang (2018): Rezension – Ilke Crone (2018): Das vorige Jetzt. Familienrekonstruktion in der Praxis. Heidelberg (Carl-Auer). In: systeme, 32 (2), S. 246-248. 

Unterholzer, Carmen (2018): Rezension – Elisabeth Klar (2017): Wasser atmen. Salzburg (Residenz Verlag). In: systeme, 32 (2), S. 249-250. 

Osemann, Birgit (2018): Rezension – Holger Lindemann, Claude-Hélène Mayer & Ilse Osterfeld (2018) Systemisch-lösungsorientierte Mediation und Konfliktklärung. Ein Lehr-, Lern- und Arbeitsbuch für Ausbildung und Praxis. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht). In: systeme, 32 (2), S. 250-251. 

Unterholzer, Carmen (2018): Rezension – Christiane Wirtz (2018): Neben der Spur. Wenn die Psychose die soziale Existenz vernichtet. Eine Frau erzählt. Bonn (Verlag J. H. W. Dietz Nachf). In: systeme, 32 (2), S. 251-253. 

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