Nachdem gestern ein Vortrag von Sabine Klar zum Thema„Helfen wir unseren KlientInnen auch beim Widerstand?“ veröffentlicht wurde, der auf dem ÖAS-Kongress im September in Wien gehalten wurde, können Sie heute die Erwiderung von Kurt Ludewig unter dem Titel:„PsychotherapeutIn, bleib bei Deinem Leisten“ lesen. Er hat alle von Klar aufgeworfenen Fragen im Einzelnen beantwortet. Auf die Frage nach der Hilfe zum Widerstand antwortet er:„Manchmal wird es sinnvoll sein, ihnen zu helfen, die Macht der Lebensumstände zu erkennen, um dann besser entscheiden zu können, wie sie damit umgehen werden. Ich halte es andererseits für einen guten Aspekt der
Psychotherapie, dass ich meine KlientInnen weder zur Auflehnung aufrufen noch zum Ertragen und Aushalten bewegen muss. Denn es ist letzten Endes ihre Sache, zu klären, was sie wollen, was sie dafür benötigen und was sie bereit sind, dafür einzusetzen“
Morgen, am 25.11. können Sie an dieser Stelle einen Beitrag von Tom Levold mit dem Titel„Zwischen Affirmation und Kritik. Psychotherapie als soziale Veranstaltung“ lesen. Weiter gilt die ausdrückliche Einladung an Sie, liebe Leserinnen und Leser, eigene Beiträge und Kommentare zur Diskussion im systemagazin beizusteuern.
24. November 2006
von Tom Levold
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Der Jubiläumskongress des Instituts für Ehe- und Familientherapie (30 Jahre) und der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Systemische Therapie und Systemische Studien (ÖAS, 20 Jahre) am 22. und 23. September 2006 in Wien zum Thema„Blinde Flecken oder Ich sehe nichts, wo Du was siehst“ (Clemens und Danielle Stieger berichteten darüber im systemagazin) bot nicht nur einen interessanten Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte (mit den Vorträgen von Corina Ahlers, Joachim Hinsch und Rosmarie Welter-Enderlin), sondern stellte auch die Frage, inwiefern sich systemische PsychotherapeutInnen in aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse einmischen sollen, die nicht selten im blinden Fleck des Nicht-Beobachteten bzw. des Nicht-Beobachten-Wollens verschwindet.
Florence Kaslow ist eine bekannte Persönlichkeit in der US-amerikanischen familientherapeutischen Szene. Der von ihr herausgegebene Sammelband„Handbook of Family Business and FamilyBusiness Consultation“ hat sich zur Aufgabe gestellt, die kulturellen und interkulturellen Besonderheiten der Beratung von Familienunternehmen in den unterschiedlichsten Teilen der Welt zu reflektieren. Diese Thematik ist angesichts der Notwendigkeit auch für Familienunternehmen, sich auf den globalisierten Märkten zu positionieren und u.U. neuen
Am 3.11. wies systemagazin auf eine 