
Das vorliegende Heft ist das letzte, das unter der Herausgeberschaft von Ivan Eisler erscheint, ab dem neuen Jahrgang wird die Zeitschrift ganz von Mark Rivett geleitet. Auf diesen Wechsel gehen die beiden Herausgeber aber nur kurz in ihrem Editorial ein. Im Vordergrund steht zum Einen die EFTA-Tagung 2007 in Glasgow, von der wichtige Beiträge nun in diesem Heft zu finden sind sowie der Rückblick auf 30 Jahre„Journal of Family Therapy“, eine Verbindung von alt und neu, von Tradition und Innovation, wie die Herausgeber meinen. Herausgekommen ist dabei ein veritables Heft, das vom Umfang her (16 Beiträge) eher wie ein überdimensioniertes Doppelheft erscheint, das es in sich hat. Namhafte AutorInnen wie Kenneth Gergen, Paolo Bertrando, Arlene Vetere, Rudi Dallos, Russel Crane, Myrna Gower & Emilia Dowling, Haim Omer, Jaakko Seikkula und viele andere haben dazu beigetragen. Alle Beiträge sind in vier Bereiche aufgeteilt: Entwicklungen in systemischer Theorie, Forschungsentwicklung, zeitgenössische Praxis und Entwicklungen in der Lehre und im Training. Auf die Vielzahl gehaltvoller Arbeiten kann hier nur verwiesen werden, dass die Lektüre sich lohnt, kann man schon den abstracts entnehmen.
Zu den vollständigen abstracts


Im kürzlich vorgestellten Heft der„Sozialen Systeme“ ist auch ein Aufsatz enthalten, der auf der Website der Zeitschrift im Volltext geladen werden kann, allerdings in englischer Sprache. Die Autoren sind Harrison White, Jan Fuhse, Matthias Thiemann und Larissa Buchholz.„Der Aufsatz setzt Niklas Luhmanns Systemtheorie in Beziehung zur soziologischen Netzwerkanalyse, um Grundlagen für eine allgemeine Netzwerktheorie zu entwickeln. Er beginnt mit Luhmanns Diskussion von Sinn als einer zentralen Kategorie der Soziologie. Luhmanns Formulierung wird erweitert von einem Fokus auf die Dyade und doppelte Kontingenz hin zur Reichweite von Netzwerken und daher multipler Kontingenz. Während Kommunikations- und Handlungsaspekte von Sinn in Netzwerken ineinandergreifen, entflechtet der Aufsatz analytisch deren jeweils besondere Bedingungen und führt dabei die Konzepte Netdoms, Netdom Switching und Discipline ein. Netzwerktheorie lenkt damit den Blick auf das Zusammenspiel von zeitlichen, sozialen und interpretativen Dynamiken in der Konstitution und Verkettung von Sinnhorizonten. Darüber hinaus entfaltet der Aufsatz das Konzept »Style« als synkopierte Komplexität, um Luhmanns Top-Down-Ansatz bei der selbstreferentiellen Reproduktion von funktionalen Subsystemen zu ergänzen“
