8. September 2010
von Tom Levold
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7. September 2010
von Tom Levold
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CASES THAT HAVE TAUGHT ME A LOT
Auf der website der EFTA findet sich ein sehr persönlicher Bericht von Juan Luis Linares, früherer Vorsitzender der EFTA, über seinen Lernprozess als Therapeut:„However as an art, therapy desperately needs learning III or deutero-learning, Socratic maieutics, aporia, perplexity. And it is here that a factor as important as motivation enters the equation: seduction. The irresistible attraction felt when faced with a certain experience takes us by surprise at an unexpected moment in which the subject becomes aware of something indefinable that has taken hold of and awakened him or her. This seduction may be caused by another person, generally a lecturer or teacher in the case of learning processes, but it may also emerge out of practice and be associated with experiences which have such an impact on the subject that they induce change. Naturally, there are no objective laws that govern such experiences, and we can never be sure which people or situations we will find ourselves being seduced by. What follows is a series of cases or situations, involving individuals or families, which have had a determining influence on me. In all of them I have learnt something important that, in one way or another, has become incorporated into my way of understanding the clinical practice of family therapy. In other words, these people or situations have influenced not only my way of working but also my corresponding theoretical development. For that reason, they can be considered as the co-authors of my therapeutic model“
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6. September 2010
von Tom Levold
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Geschichten im Sand
Mit einem Auszug aus Wiltrud Brächters„Geschichten im Sand. Grundlagen und Praxis einer narrativen systemischen Spieltherapie“ beginnt die Reihe von Vorabdrucken aus dem aktuellen Herbstprogramm des Carl-Auer-Verlages im systemagazin. Nicht ohne Grund: als Dozent und Supervisor hatte ich lange Jahre das Vergnügen, Wiltrud Brächter bei der Entwicklung ihres kongenialen Konzeptes einer systemischen Spieltherapie begleiten zu dürfen. Ihre Arbeit zeichnet sich nicht nur durch eine gründliche theoretische Fundierung, sondern auch durch eine außerordentliche Phantasie und ihre phänomenale Fähigkeit aus, sich voll und ganz – eben spielerisch – auf die Welt der Kinder einzulassen, deren„Geschichten im Sand“ sie behutsam zur Entfaltung verhilft:„Spieltherapie trägt schon im Namen eine Sicht von Veränderungsprozessen, die der Arbeitsmetapher entgegengesetzt ist. Therapie als »Spiel« zu konzeptualisieren widerspricht gängigen Annahmen unserer Gegenwartskultur. In der Erwachsenenwelt gilt Spiel als (unproduktive) Freizeitbeschäftigung; auch der »Spiel-Raum« vieler Kinder wird zunehmend durch Aktivitäten beschnitten, die Fähigkeiten vermeintlich zielgerichteter fördern sollen. Neurobiologische Forschungen unterstützen dagegen einen spielerischen Weg zur Veränderung. Entwicklungsprozesse gelingen am leichtesten in einer »mood for development«. Systemische Therapie spielt bereits aufgrund ihres konstruktivistischen Hintergrunds mit unterschiedlichen Sichtweisen von Realität. Spiel bietet Kindern ähnliche Möglichkeiten: Beim »Tun als ob« nehmen Kinder eine gewünschte Realität vorweg, experimentieren mit Lösungsideen, ergreifen probeweise die Position anderer Personen und erfahren Zirkularität. Als Konstruktion von Wirklichkeit ist Spiel immer auch ein Spiel mit Möglichkeiten“ (S. 232f.). Ein wunderbares Buch!
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5. September 2010
von Tom Levold
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DAS KOMPLEXITÄTSSYNDROM UND SEINE WIRKUNG AUF DIE ENTSTEHUNG UND DEN VERLAUF VON KATASTROPHEN
Können Katastrophenschützer vom systemischen Ansatz profitieren? Detlef Mamrot (Foto: www.ibs-brandschutz.com) ist von der IK Bau NRW anerkannter Sachverständiger für die Prüfung des Brandschutzes und von der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für„Vorbeugender Brandschutz“. Darüber hinaus ist er Mitbegründer der„Schule für vernetztes Denken – Hebewerk“ in Wuppertal. Hebewerk ist Lizenznehmer und Anwender des Sensitivitätsmodells von Prof. Frederic Vester und bereitet den Einsatz dieses Verfahrens im Katastrophenschutz vor. Der Beitrag über das„Komplexitätssyndrom“ stellt eine „systemisch-konstruktivistische Untersuchung über die Wechselwirkung zwischen der dynamischen Komplexität von Systemen und deren Neigung zu Katastrophenereignissen mit dem Ziel der Entwicklung eines Komplexitätsmodells als Grundlage zur Kontrolle und Überwachung eines sich dynamisch verändernden Katastrophenpotentials in Organisationen“ dar.
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4. September 2010
von Tom Levold
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Umgang mit Extremsituationen durch Aufbau organisationaler Fähigkeiten
Wenn es um die Entwicklung von Kritikfähigkeit und Achtsamkeit geht, kann man von Unternehmen lernen, die in hochsensiblen Sicherheitsbereichen konstante Leistungen erbringen müssen. Annette Gebauer und Ursula Kiel-Dixon setzen sich in einem interessanten Beitrag für die Zeitschrift OrganisationsEntwicklung („Das Nein zur eigenen Wahrnehmung ermöglichen“, 3/2009) mit der Frage auseinander, wie Organisationen von HROs (High Reliabilty Organisations) einen selbstkritischen und wachsamen Umgang mit eigenen Entscheidungen lernen können:„High-reliability-organizing arbeitet der natürlichen Aufmerksamkeitsfokussierung systematisch entgegen. Organisationen sind autopoietische, sich-selbst-organisierende Systeme. Sie reproduzieren sich über Entscheidungen, die an Entscheidungen anschließen und differenzieren damit ihre Strukturen aus. Es entstehen spezifische Muster, wie die selbst erzeugten Elemente wie Abteilungen, Funktionen, Teams kommunikativ in Beziehung gesetzt werden. Diese schrittweise Selbstorganisation über Entscheidungen prägt die Erwartungshaltung und das Bild, dass sich die Organisation von sich und ihren relevanten Umwelten wie Kunden, Lieferanten, Mitbewerbern etc. macht. Eben dieser strukturdeterminierten Wahrnehmung arbeitet high-reliability-organizing entgegen. Durch Perspektivverschiebungen und Beobachtungen zweiter Ordnung führt high-reliability-organizing ausgeschlossene blinde Flecken wieder ein, um diese Abweichungsinformationen für die organisationale Selbstentwicklung zu nutzen. Exemplarisch wird gezeigt, wie die Organisation «Nein» zu sich selbst, also zu den eigenen Entscheidungen, Erwartungserwartungen und Selbstbeschreibungen, sagen kann“
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2. September 2010
von Tom Levold
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John Bowlby – 20. Todestag (2.9.1990)
1. September 2010
von Tom Levold
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Coaching Magazin 3/2010
Die Ausgabe 3/2010 des Coaching-Magazins ist nun vollständig als PDF im Internet zu erhalten. U.a. finden sich in dieser Ausgabe ein Artikel von Christoph Schlachte„über den Gebrauch von [Software-]Werkzeugen zur Unterstützung des systemischen Denkens“ und ein Aufsatz von Bernd Schmid über Marketing von Coaches als Kulturfrage.
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31. August 2010
von Tom Levold
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Resilienz und Krisenkompetenz: Kommentierte Fallgeschichten
Das letzte Buch, das Rosmarie Welter-Enderlin schreiben konnte, handelt von Fallgeschichten. Geschichten von Menschen, die versuchten und versuchen, ihr Leben unter schwierigen Umständen zu meistern: ein Thema, mit dem sich Rosmarie Welter-Enderlin immer wieder beschäftigt hat. Cornelia Tsirigotis hat dieses Buch besprochen und resümiert:„Ich denke, wer sich mit diesem Buch beschäftigt, wird eine andere Haltung zum Blick auf Ressourcen und Stärken entwickeln, die gebraucht werden, um das Leben mit all seinen Facetten zu meistern oder zu ertragen. Der Gewinn scheint mir eher in Bescheidenheit und Demut zu liegen und zugleich in der Möglichkeit, einer großartigen Therapeutin ein letztes Mal über die Schulter zu schauen“.
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30. August 2010
von Tom Levold
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Interkulturelles Coaching
Ute und Ulrich Clement haben für den von K. Götz 1999 herausgegebenen Band „Interkulturelles Lernen/Interkulturelles Training“ (Managementkonzepte Band 8 im Rainer Hampp Verlag) einen Beitrag über Interkulturelles Coaching verfasst, der auch im Internet zu lesen ist:„Wer im Management auf internationaler Ebene handelt und verhandelt, tut dies auf dem Hintergrund seiner eigenen Kultur, deren Werte, Verhaltensstile und interaktiven Erwartungen. Interkulturelles Management wird von kulturabhängigen Managern betrieben. Auslandserfahrene Führungskräfte wissen, daß weder sie selbst noch ihre Geschäftspartner keiner Kultur angehören können und daß bei internationalen Geschäftsbeziehungen die Berücksichtigung des kulturellen Hintergrundes ihrer Partner entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der Kooperation ist. Interkulturelle Kompetenz ist also keine stilistische oder ästhetische Zugabe, sondern berührt den Kern der Kooperation sowohl bei internationalen Fusionen als auch bei befristeten Projekten. Trotz der zunehmenden Globalisierung von Verhandlungsstilen und Umgangsformen sind internationale Geschäftsbeziehungen anfällig für Kulturfehler, also ungewollte Kränkungen, Irrtümer, Peinlichkeiten, Ärgernisse oder Mißverständnisse, die zwischen den Partnern entstehen, wenn beide über ungeprüfte kulturbedingte Annahmen stolpern, ohne den Grund der Irritation zu erkennen. Interkulturelles Coaching hat diese Irritationen zum Thema. Unter interkulturellem Coaching verstehen wir die Unterstützung von Führungskräften bei der Lösung kommunikativer Probleme im interkulturellen Management. Wer die Begrenztheit und die Relativität der eigenen Kultur und der Kulturabhängigkeit des eigenen Handelns nicht einzuschätzen und damit zu arbeiten vermag, kann dort kaum Erfolg haben“
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29. August 2010
von Tom Levold
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Einzelunterricht bei Erickson
1985 im Original und bereits 1995 in der deutschen Übersetzung erschienen, ist das Buch von Jeffrey K. Zeig über seine persönlichen Lernerfahrungen mit und bei Milton H. Erickson ein Dauerbrenner und Backlist-Hit geworden. Im vergangenen Jahr ist die dritte Auflage der„Hypnotherapeutischen Lektionen“ erschienen, Dennis Bohlken hat für das systemagazin eine Rezension verfasst:„Wer sich für hypnotherapeutische Techniken, Interventionen und Theorien interessiert oder auch an der Person des Lehrmeisters Milton H. Erickson interessiert ist, sollte von diesem Buch profitieren. Auch wenn es mittlerweile viele Bücher über Hypnotherapie und Hypnose nach Milton H. Erickson gibt, bietet der vorliegende Band meines Erachtens eine Menge an zusätzlichen Informationen, da viele Fälle und Beispiele zuvor nicht veröffentlicht wurden“
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28. August 2010
von Tom Levold
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LEBENSWANDEL ALS DIALOG – SOZIALE KONSTRUKTIONEN UND SYSTEMISCHE PRAXIS
Unter diesem Titel findet vom 2.-4.9.2010 in Marburg die 17. wissenschaftliche Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft (SG) statt, ausgerichtet vom viisa-Institut in Marburg. Die Veranstalter schreiben zur Programmatik der Tagung:„Der Weg entsteht beim Gehen: Seit die Systemische Therapie sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche in vielfacher Hinsicht offizielle und wissenschaftliche Anerkennung erfährt, rücken Fragen über die Gestaltung «systemischer Alltagspraxis» in den Vordergrund. Dass systemische Praktiker einen reichen Schatz an Erfahrungen haben und bewährte Vorgehensweisen kultivieren, ist unbestritten. Man kann sogar sagen, dass systemische Praxisformen unvergleichlich hinsichtlich ihrer Vielfalt und ihres Qualitätsniveaus sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund, sondern weil auch systemische Praxisformen sich weiterentwickeln müssen, um lebendig zu bleiben, richten wir mit unserer Tagung die Aufmerksamkeit auf das, was in jeder Form der zwischenmenschlichen Kommunikation steht: das Gespräch bzw. die Dialoge zwischen den beteiligten Personen. Um diese dialogischen Prozesse in Beratung und Therapie besser verstehen zu lernen, versuchen wir, Reflexionsformen, Themen, ReferentInnen und TeilnehmerInnen so miteinander zu koordinieren, dass alle Beteiligten in einem gemeinsamen Prozess wechselseitig von ihrem Erfahrungsreichtum profitieren können“ Im Unterschied zu klassischen Vortrags- und Workshop-Programmen sollen zu Themen wie„Zukunft der Systemischen Therapie + Beratung“,„Qualität mediativer Gespräche“,„Dialog und Psychiatrie: ein Widerspruch?“,„Das Gehirn, ein soziales Organ?“,„Philosophie und Systemische Praxisformen“,„Dialogische Kinder- und Jugendlichentherapie“ usw. Dialogräume zwischen ReferentInnen und TeilnehmerInnen eröffnet werden. Als ReferentInnen sind u.a. anwesens: Volkmar Aderhold, Hamburg · Harlene Anderson, Houston · Maria Borcsa, Leipzig · Annette Chilla, Dillenburg · Klaus Deissler, Marburg · Joseph Duss-von Werdt, Zürich · Günter Emlein, Frankfurt Eugene Epstein, Oldenburg · Thomas Friedrich- Hett, Essen · Ulrike Gamm, Wien · Diane Gehart, Northridge · Nils Greve, Langenfeld · Kristina Hahn, Berlin · Gerald Hüther, Göttingen · Thomas Keller, Köln · Tom Levold, Köln · Anders Lindseth, Bodö · Wolfgang Loth, Bergisch Gladbach · Kurt Ludewig, Münster · Thomas Merz, Marburg · Cornelia Oestereich, Hannover · Mario Patera, Wien · Elsa Araujo Pradere, Havanna · Sylvia Roderburg, Berlin · Wilhelm Rotthaus, Bergheim · Regina Schröer, Duisburg · Jaakko Seikkula, Jyväskylä · Cornelia Tsirigotis, Aachen · Susanne Vogelgesang, Darmstadt · Manfred Wiesner, Oldenburg · Walter Zitterbarth, Marburg. Als Ehrengast ist Kenneth J. Gergen eingeladen.
Weitere Informationen gibt es hier
27. August 2010
von Tom Levold
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Die blinden Flecken der systemischen Beratung
In einem pointierten Text über die„Beobachtung der Beobachtungen durch systemische Berater“, der auf seiner website zu finden ist, hat der Soziologie Stefan Kühl drei blinde Flecke systemischer Beratung ausgemacht:„Jedes System schafft sich dadurch, dass es sich von der Umwelt unterscheidet, blinde Flecken. Glaubt man den neoliberalen und marxistischen Ideologien, dann unterscheidet sich ein Unternehmen von anderen Organisationen dadurch, dass es profitorientiert ist und vieles andere, an dem man sich auch orientieren könnte man denke beispielsweise an Menschheitsbeglückung, Wohlfahrtspflege oder religiöse Verwirklichung in den Bereich des (für das Unternehmen) Unvorstellbaren verschiebt. Die typische Verwaltung ist an einer gesetzeskonformen Prozessierung von Personalausweis-, Bau- und Sozialhilfeanträgen orientiert und jedenfalls in ihrem operativen Kern weitgehend blind für die Effekte, die durch die strikte Anwendung von Wenn-dann-Regeln produziert werden. Die systemische Beratung parasitiert an den blinden Flecken ihrer in der Regel organisierten Klientensysteme. Ein Beobachter, so die Kurzformel Niklas Luhmanns, kann nicht sehen, was er nicht sehen kann, und die systemischen Berater als Beobachter eines Beobachters versprechen dem Beobachteten, etwas zu sehen, was der beobachtete Beobachter nicht sehen kann. Das machen sicherlich auch andere Beratungsansätze; die systemische Beratung zeichnet sich gegenüber anderen Beratungsansätzen aber dadurch aus, dass sie sich ihrer Rolle als Parasit bewusst ist und sich hier ganz in der Tradition der Systemtheorie zur positiven Funktion dieses Parasitentums bekennt. Aber was für die Klientensysteme gilt, gilt natürlich auch für die Beratersysteme. Auch die systemischen Berater produzieren durch ihre Unterscheidungen eigene blinde Flecken. Alles Beobachten auch das Beobachten der Beobachtung durch die systemischen Berater (und natürlich auch die hier vorgenommene Beobachtung der Beobachtungen der systemischen Berater) verfährt mit den eigenen Unterscheidungen naiv und produziert dadurch zwangsläufig eigene blinde Flecken. Welches sind die blinden Flecken der systemischen Beratung, die natürlich dann auf Kosten eigener blinder Flecken beobachtet werden können?“ Kühl verweist hier zumindest auf drei: 1. Macht, 2. Organisation, 3. Misserfolge.
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26. August 2010
von Tom Levold
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Zitat des Tages: Paul C. Rosenblatt
Obliviousness can be defined as a state of being unmindful or unaware of something, of being ignorant of it or not conscious of its existence. When obliviousness is shared in a family, the family members will individually and collectively distance, avoid, lack interest in, be unaware of, or lack engagement with relevant information, perspectives, meanings, interactions, places, memories, and events. Almost always, shared family obliviousness does not represent a choice by anyone in the family or by the family collectively. Shared family obliviousness just happens. And in that obliviousness they are unconcerned about (in large part, or quite possibly entirely, because unaware of) whatever it is they are oblivious about. (
) Shared obliviousness is a property of social systems. All social systems tune out a great deal of available information as they function and work toward what seem to be their goals. Systems can do this through a summation of individual obliviousness and through organizing in such a way that the system and everyone who is part of it is oblivious. (
). That organization includes values about what counts as interesting and important. It includes education that focuses family members here and not there, walls (literal and metaphoric) that block off certain information sources, and system-wide rules that define only certain information sources as worthy of attention. General systems theories typically do not problematize inputs but assume that inputs are so obvious and can so be taken for granted that there is no reason for a system analyst to explore why it is that of all the potentially accessible inputs a system only detects and makes use of the ones it does. Similarly, in the information systems literature, information might be defined as any stimulus that has changed recipient knowledge (
). By contrast, the concept of shared obliviousness introduces the notion that systems at some level must always select and filter information. They must always have processes for separating what to attend to from what not to attend to. Understanding the bases for those processes would tell us a lot more than simply assuming that inputs are whatever they are or that they exist if something changes in the system in response to them. Inputs to systems should not be taken for granted. It is better instead to raise questions about how it is that the system takes in or reacts to this and not that. Shared family obliviousness does not necessarily involve a lack of focus or absorption. Indeed, an important process of achieving obliviousness about some matters is to be focused on and absorbed in other matters. Hence, an important reason for a family system to focus on this or that is that it is then much easier for it to be oblivious to other things. (In:„Shared Obliviousness in Family Systems“, State University of New York Press, New York 2009, S. 3f)


