10. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
9. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Ver-, Ent- und Unter-Führung
Stephan A. Jansen, Inhaber des Lehrstuhls für Strategische Organisation & Finanzierung und Direktor des Civil Society Center (CiSoC) an der Zeppelin Universität und dort Gründungspräsident, hat in Heft 2 diesen Jahres von„brand eins“ einen kleinen eleganten Beitrag zum Thema Führung verfasst, der auch im Online-Archiv der Zeitschrift zu lesen ist. Der Kernbefund:„Was sich in Zeiten der entlokalisierten, entmaterialisierten und entzeitlichten Wissensgesellschaft verändert hat, ist das Verhältnis von Führung und Kontrolle. Finanzprodukt-Entwickler sind zumeist die Einzigen, die das halbwegs verstanden haben, und Software-Entwickler lassen sich auch mit IT-Überwachung nicht mehr kontrollieren. Die Führung von Kreativität – und alles andere gibt es auf Märkten ist anders als die Führung einer Industrieproduktion. Die Hierarchie ist überfordert mit sich und ihrer suchtartigen Suche nach Größe, die Führungsinstrumente führen sich selbst vor, und mit der Intellektualisierung der Belegschaften erodieren Autoritäten“ Als Therapie empfiehlt Jansen 1. Entlastende Entführung, 2. Drogenfreie Verführung und 3. Unanrüchige Unterführung. Was es damit auf sich hat,
lesen Sie hier
8. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Systemische Selbsterfahrung
Auf einer Veranstaltung der Systemischen Gesellschaft 1998 im ISS in Hamburg, die dem Thema„Systemische Selbsterfahrung“ gewidmet war, gab es Vorträge von Kurt Ludewig, Tom Levold und Haja Molter zu
hören. Alle Vorträge sind später in„System Familie“ veröffentlicht worden, aber zunächst in der Institutszeitschrift des Instituts für Systemische Studien Hamburg„ISS’ES“, ergänzt durch einen Bericht über die kontroverse Diskussion der Vorträge, der von Stephan Baerwolff verfasst worden ist, und der die Präsentation der
Vorträge abrundet. Alle Texte sind nun auf der ISS-website erneut zu lesen, dank der Initiative von ISS’ES Redakteur Stephan Baerwolff, ausgesuchte Beiträge der letzten Jahre einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Zu den Texten
7. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Trauma auf dem Weg zur Modediagnose?
Ein interessantes Interview mit Ulrich Schultz-Venrath, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach, zum Thema 11. September und PTBS ist in der Zeitschrift„Der Neurologe und Psychiater“ erschienen. Das Interview lässt sich auf der Seite der Berliner Blätter für Psychoanalyse und Psychotherapie nachlesen,
und zwar hier
6. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
DGSF

Die DGSF hat nicht nur bald 4.000 Mitglieder (allein im vergangenen Jahr sind 500 dazu gekommen), sondern ist thematisch und politisch mittlerweile äußerst breit aufgestellt. Die aktuelle Version von DGSF intern gibt dazu auf eindrucksvolle Weise Auskunft, wie
hier nachzulesen ist
5. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Konflikte in Partnerschaften
„Das Beziehungs- und Familienpanel pairfam (Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics) ist eine repräsentative, multidisziplinäre Längsschnittstudie zur Erforschung der partnerschaftlichen und familialen Lebensformen in der Bundesrepublik Deutschland. Die auf 14 Jahre angelegte Studie startete im Jahr 2008 mit einer Ausgangsstichprobe von mehr als 12.000 bundesweit zufällig ausgewählten Ankerpersonen der Geburtsjahrgänge 1971-73, 1981-83 und 1991-93. Diese Personen werden in jährlichem Abstand wiederholt befragt (Kohorten-Sequenz-Design). Parallel dazu werden in jedem Jahr die Partner der Ankerpersonen sowie ab der zweiten Welle auch deren Eltern bzw. Stiefeltern und ein ggf. im Haushalt lebendes Fokuskind in die Befragung einbezogen (Multi-Actor-Design). Das Beziehungs- und Familienpanel pairfam bietet damit ein weltweit einmaliges Analysepotenzial bezüglich der Entwicklung von Paar- und Generationenbeziehungen in unterschiedlichen Lebensphasen“. So heißt es auf der Startseite des Projektes, das von den ProfessorInnen Bernhard Nauck (TU Chemnitz, Josef Brüderl (Uni München), Johannes Huinink (Uni Bremen) und Sabine Walper (Uni München) geleitet wird. Unter den verschiedenen Studien des Projektes ist auch eine interessante Untersuchung von Michael Wagner und Bernd Weiß zur Konflikthäufigkeit in Partnerschaften aus dem Jahre 2005, in deren Zusammenfassung wir lesen:„Die vorliegende Studie untersucht die Konflikthäufigkeit in Partnerschaften. Es werden ein einfaches Modell des Konfliktverlaufs in Partnerschaften sowie mehrere Hypothesen über die Bedingungen von Konflikten vorgestellt. Als Datenbasis dient eine Befragung von 358 Personen in Köln, wobei von 228 Personen auch die Partner befragt wurden. Die Analysen auf Paarebene ergeben, dass insbesondere der Institutionalisierungsgrad von Partnerschaften, das Konflikthandeln, Persönlichkeitsmerkmale und subjektive Belastungen durch die soziale Situation außerhalb der Partnerschaft die Konfliktintensität innerhalb der Partnerschaft beeinflussen“
Zum vollständigen Text
4. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Auffangen im Absturz
Zerknittert sitzt er im Stuhl, der 55-jährige Chris, bis vor kurzem Mitglied des Verwaltungsrates eines Unternehmens, das einfachen Gemütern wie mir stabil und rentabel schien. Vor ein paar Monaten dann der tiefe Fall, für Tausende von Kleinaktionären eine Katastrophe. Es ist etwas anderes, ob ich in der Zeitung über den Absturz eines einflussreichen Managers lese, der seine Schäfchen längst ins Trockene gebracht hat, oder ob er in Fleisch und Blut vor mir sitzt. Meine Wut über diesen Typus Mann sitzt zwar noch in mir, das ist mir bewusst. Doch die Begegnung mit Chris besänftigt meine unfreundlichen Gefühle. Und weil es objektives, von Emotionen unbeeinflusstes Denken nicht gibt, will ich mit diesen Klienten so umgehen, dass ich den Mann unterstützen kann, seinen Einbruch als Vorboten längst fälliger Entwicklung zu verstehen und etwas Anständiges daraus zu machen. Mit diesem Anliegen kommt er nämlich zu mir, wobei ich nicht sicher bin, wie viel dies sein eigenes und wie viel das das Anliegen seiner Frau ist.
Ich setze in der Psychotherapie keine hohe Leistungslatte an, die im schlimmsten Fall das zementiert, was einen Menschen in die Katastrophe geführt hat. Ich will mich anschließen an seine innere und äußere Welt und seine Geschichte und Lebensthemen verstehen, damit er aus seiner Vergangenheit Zukunft macht. Zukunft ohne Schaden für andere und für sich selber. Chris ist, wie andere Erfolgreiche, die aus dem Arbeitsprozess gekippt wurden, beileibe kein Unschuldslamm. Er gehört aber auch nicht zu den «Teflon-Männern», die ihre Millionen mit eiskalten Machtstrategien in Wirtschaft und Politik ergattert haben. Die kommen nicht zu einem therapeutischen Gespräch. Wer von Geldgier und Rachemotiven getrieben ist, braucht meine Unterstützung nicht der Erfolg ist vorläufig auf seiner Seite. Rachemotive haben ihre eigenen Regeln und machen den Betroffenen selbst zum Biedermann: Mein Vater wurde bösartig seines Amtes enthoben, nun räche ich mich.
Oder mein Vater starb an Trunksucht, weil man ihm übel mitgespielt hat. Nun zeige ich es euch. Das sind die bekannten Muster.
Weil ihm die «Teflonschicht» fehlt, lief Chris mit Symptomen von Schlaflosigkeit und Depression während Monaten von Arzt zu Arzt. Er weiss alles über Antidepressiva und Schlafmittel aber nichts über sich selber. Weiss auch nicht, wie er aus seiner abgebrochenen Karriere etwas machen kann, das besser ist, als die immer gleiche heisse Luft zu produzieren. Seine Frau kommt nun ab und zu mit. Sie ist klug, fordert ihn heraus, und sie kann bescheiden leben. Was für ein Glück für ihn!
Im Jahre 2002 hat die im vergangenen Jahr verstorbene systemische Paartherapeutin Rosmarie Welter-Enderlin allwöchentlich Sonntags in der Neuen Zürcher Zeitung eine Kolummne mit dem schönen Titel„Paarlauf“ veröffentlicht, in der sie kleine Beobachtungen und Geschichten aus ihrer paartherapeutischen Praxis für ein größeres Publikum zugänglich machte. Rudolf Welter hat aus diesen Beiträgen eine kleine Broschüre zum Andenken an Rosmarie Welter-Enderlin gestaltet. Mit seiner freundlichen Erlaubnis konnten die LeserInnen des systemagazin an diesen Sonntagen die Texte auch online lesen. Mit diesem Beitrag endet die Serie!
3. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Systemische Horizonte
Arist von Schlippe, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag gefeiert hat, ist dazu auch mit einem schönen Sammelband bedacht worden. Herausgegeben haben ihn seine langjährigen Weggefährten Hans Schindler und Wolfgang Loth sowie seine Tochter Janina. Das Buch enthält eine Fülle von theoretisch-konzeptuellen wie praxisbezogenen Beiträgen von Kolleginnen und Kollegen, mit denen Arist seit langen Jahren in Austausch steht und die er mit seiner Arbeit befruchtet hat. Rudolf Klein und Ursel Winkler haben das Buch rezensiert, die Besprechungen sind im systemagazin zu lesen,
und zwar hier
2. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Tantalus
1. September 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Zitat des Tages: David Pocock
„Culture, like jazz, improvises on universal scales. Both the genetic inheritance of the human condition and the range of cultural variations on those universal themes influence what we feel and what feelings we express to others. ( ) I think there is no difference between the idea of culture and that of relationship ( ) although these words are generally used to apply to different category sizes. Both culture and relationship are about managing otherness; we are always in danger of not belonging. Both culture, in the usual sense of the term, and attachment are ways of establishing the sense of belonging that has been essential to survival in our evolutionary history. From my point of view, every encounter with another is to some degree cross-cultural. This is very evidently the case with someone born into a vastly different social world, growing up speaking a different language but it is also more subtly true with someone growing up next door or even in ones own family. In large social groups and the most intimate of one to one relationships, otherness is, at best, partially bridged by coordinating arrangements about how each should be with the other, and this includes the range of emotions that can be felt and expressed“ (In: David Pocock – 2010: Emotions as ecosystemic adaptations. In Journal of Family Therapy 32(4) S. 362-378)
31. August 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Qualitative Therapieforschung in der Systemischen Therapie

Reenee Singh ist Consultant Systemic Psychotherapist/Research Specialist beim Tavistock and Portman NHS Foundation Trust und Mitglied des Editorial Board des Journal of Family Therapy. Als Gastherausgeberin zeichnet sie für das aktuelle Heft verantwortlich, das der qualitativen Therapieforschung gewidmet ist. Sie leitet das durchweg interessante Heft, dessen Beiträge sich vermittels unterschiedlicher methodischer Zugänge (ua. Diskurs- und Konversationsanalyse sowie Grounded Theory) detalliert mit transkribiertem klinischen Material beschäftigen, folgendermaßen ein:„In the current climate of evidence-based practice, it is too tempting for us to forget Bateson’s legacy to the field of systemic psychotherapy – a legacy that was based on qualitative, observational research. Through his ethnographic studies of different cultural groups and his systematic observations of animal and human behaviour, Bateson developed sophisticated but largely theoretical understandings about patterns of communication and interaction (
) Isn’t it time that the qualitative research methods of observation and ethnography were brought back into the discipline of systemic psychotherapy?“. Das komplette Inhaltsverzeichnis und die abstracts der einzelnen Beiträge
finden Sie hier
30. August 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Organisationsentwicklung Konzepte, Methoden und Evaluation
Im Jahre 2005 erschien im„Kontext“ ein Aufsatz von Friedrich Balck, Professor für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie in Dresden, der einen Überblick über Definition, Prozessmodelle, Intervention und Evaluation von Organisationsentwicklung vor allem in klinischen und psychosozialen Organisation bietet:„Es werden zunächst die Wurzeln der Organisationsentwicklung (OE) aufgezeigt, Definitionen gegeben und sodann für die wesentlichen Modelle Ziele und Aufgaben beschrieben. Heute nimmt die Darstellung von Interventionen einen breiten Raum ein, ohne das dahinter liegende mit gedachte Modell der Organisation und der Veränderung in Organisationen zu explizieren. Deshalb wird der gesamte Prozess der Organisationsentwicklung beschrieben. Mögliche Interventionen werden dann in Modelle eingeordnet, z. B. in das Prozessmodell, und nach der Diagnostik und Evaluation der OE wird gefragt“ Der Aufsatz ist im Wissensportal der DGSF auch online zu lesen.
Zum vollständigen Text
29. August 2011
von Tom Levold
Keine Kommentare
Coaching Positively. Lessons for Coaches from Positive Psychology
Matt Driver ist senior consultant und war lange Zeit Chef des leadership development programs bei der BBC. Vor kurzem hat er ein Buch über Coaching aus der Perspektive der positiven Psychologie geschrieben, das im Juni bei Open University Press (McGraw-Hill) erschienen ist. In seiner Rezension betont Jürgen Hargens:„In elf Kapiteln, sehr klar und verständlich geschrieben, mit kurzen Beispielen und einigen Übungen angereichert, lässt Driver die LeserIn an dem teilhaben, was er unter qualitativem Coaching unter der Perspektive positiver Psychologie versteht. Das ist eingängig, nachvollziehbar und überzeugend doch je länger ich las, desto mehr wurde mir bewusst, wie sehr VertreterInnen eines lösungsorientierten Ansatzes und VertreterInnen der positiven Psychologie getrennte Wege gehen, obwohl sie so sehr viel gemeinsam haben. Schade. Und deshalb empfehle ich dieses schmale Buch, denn es regt an, macht Lust, mehr zu lesen und wirft die Frage auf nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden“
Zur vollständigen Besprechung