Die Mitgliederzeitschrift Iss’es des Hamburger Institutes für Systemische Studien bringt nach und nach Beiträge aus den vergangenen Jahren online auf eine schön gestaltete webseite, deren Besuch sich lohnt. Heute möchte ich auf zwei Beiträge von Tom Levold und Kurt Ludewig aufmerksam machen, die zum Anlass und im KonteExt eines Jubiläums im Jahre 2008 entstanden sind. Stephan Baerwolff, der die website des ISS betreut, schreibt in seiner Einführung: Die Wissenschaftliche Jahrestagung des ISS fand am 28.1.2008 in einem besonderen Rahmen statt: Zu Ehren des 65. Geburtstages unserer Gründungsmitglieder Nr. 1 und 2, Rosemarie Schwarz und Kurt Ludewig, waren drei hochkarätige Referenten eingeladen, unter ihnen Tom Levold. Statt seichter Lobhudelei bot er in seinem Vortrag eine inhaltsreiche und kritische Auseinandersetzung mit dem Mitglieds-Konzept, einem Herzstück der klinischen Theorie des Jubilars Kurt Ludewig. Warum Tom Levold das Konzept Person bevorzugt, lesen Sie hier ebenso wie eine kurze Replik von Kurt Ludewig (dessen ausführliche Auseinandersetzung mit diesem Thema findet sich im Heft 3/2011 der Familiendynamik in seinem Artikel Psychische Systeme ein nützliches Konzept für die systemische Praxis?
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21. Oktober 2011
von Tom Levold
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In der Ausgabe 3/2011 des Coaching-Magazins, die seit kurzem online zur Verfügung steht, gibt es einen kurzen Essay von Bernhard Pörksen über die unterschiedlichen Spielarten des Konstruktivismus, der zum Schluss für einen„subversiven Konstruktivismus“ plädiert:„Ein subversiver Konstruktivist lässt sich seine Themen und seine Herangehensweise nicht extern diktieren und arbeitet nie direkt mit den Argumenten und Ansichten der gegnerischen Position, sondern er spielt mit ihnen, denkt sie weiter und zu Ende, versucht, ihre Konsequenzen auszuleuchten. Der subversive Konstruktivist macht nicht den Fehler, sich in die jeweils abgelehnte Wirklichkeit zu verbeißen und dadurch zu einem dogmatischen Anti-Dogma- tiker zu werden, der dem Gegner an Starrheit und Hartherzigkeit in nichts nachsteht. Er verkündet kein neues Dogma, sondern versteht seine Denkanstöße und Kopfnüsse als eine Medizin gegen den Dogmatismus selbst“