25. Januar 2012
von Tom Levold
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24. Januar 2012
von Tom Levold
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Dialog der Kulturen – Kultur des Dialogs
unter diesem Motto steht die diesjährige Jahrestagung der DGSF in Freiburg. Im Programm heißt es:„Kultursensibilität, die Bereitschaft, den Anderen vor dem Hintergrund seiner kulturellen Unterschiedlichkeit zu verstehen und den eigenen Standpunkt zu relativieren, ist eine Grundvoraussetzung für Systemische Therapie und Beratung. Daran schließen sich viele interessante Fragen an: Welche Bedeutung hat eigentlich Kultur im systemischen Kontext? Wie gut verstehen wir die anderen und was können wir von ihnen lernen? Warum gibt es noch so wenige systemische TherapeutInnen mit Migrationshintergrund, und was würde sich ändern, wenn es mehr gäbe? Wir wollen auch den Dialog zwischen den unterschiedlichen therapeutischen Weltanschauungen beleben. Können wir auch hier etwas von anderen lernen? Für einen anregenden Dialog haben wir körpertherapeutische Konzepte und psychoanalytische Mentalisierungskonzepte ausgewählt“ Als Haupt-Referenten sind Luc Ciompi, Tom Levold, Michael Wirsching, Ahmet Kimil, Cornelia Oestereich, Eia Asen, Jürgen Kriz, Albert Pesso und Jochen Schweitzer angekündigt.
Bis zum 31.1. kann noch ein Frühbucherrabatt in Anspruch genommen werden.
Zur Information und Anmeldung geht es hier
24. Januar 2012
von Tom Levold
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Systemisches Wiki bei Carl Auer
Vor einigen Tagen ist vom Carl-Auer-Verlag ein„Systemisches Wiki“ gestartet worden, das die Gelegenheit bietet, ein umfassendes, interaktives Informationsportal zur Systemischen Therapie und Beratung zu gestalten. Im Gegensatz zu klassischen Portalen ermöglicht das Systemische Wiki jedem die Änderung und das Anlegen von Seiten zu bestimmten Themen. Es gibt bereits verschiedene Anwendungen für solche offenen Austauschseiten. Die größten Wikis sind derzeit die Enzyklopädien der Wikipedia. Wer noch nie einen Beitrag für ein Wiki verfasst, erweitert oder verändert hat, erhält auf der Wiki-Seite eine Anleitung, in der Schritt für Schritt erklärt wird. Letzten Endes lebt das Wiki nur von der Teilnahme möglichst vieler Autorinnen und Autoren. Mittlerweile sind die ersten, oft eher vorläufigen, Einträge zu Personen, Begriffen und Zeitschriften zu finden, die der Bearbeitung harren.
Zum Wiki geht es hier
23. Januar 2012
von Tom Levold
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Pierre Bourdieu
Heute vor 10 Jahren ist der französische Soziologe Pierre Bourdieu in Paris im Alter von 71 Jahren gestorben gestorben. Über 2.300.000 Einträge allein bei der Google-Suche nach seinem Namen weisen auf die weltweite Bedeutung seines Werkes hin. In einem 1983 von Reinhard Kreckel herausgegebenen Sonderband der„Sozialen Welt“ über »Soziale Ungleichheiten« hat Bourdieu seine Kapitaltheorie lesenswert zusammengefasst, der Text ist online zu lesen:„Die gesellschaftliche Welt ist akkumulierte Geschichte. Sie darf deshalb nicht auf eine Aneinanderreihung von kurzlebigen und mechanischen Gleichgewichtszuständen reduziert werden, in denen die Menschen die Rolle von austauschbaren Teilchen spielen. Um einer derartigen Reduktion zu entgehen, ist es wichtig, den Kapitalbegriff wieder einzuführen, und mit ihm das Konzept der Kapitalakkumulation mit allen seinen Implikationen. Kapital ist akkumulierte Arbeit, entweder in Form von Materie oder in verinnerlichter, inkorporierter Form. Wird Kapital von einzelnen Aktoren oder Gruppen privat und exklusiv angeeignet, so wird dadurch auch die Aneignung sozialer Energie in Form von verdinglichter oder lebendiger Arbeit möglich. Als vis insita ist Kapital eine Kraft, die den objektiven und subjektiven Strukturen innewohnt; gleichzeitig ist das Kapital als lex insita auch grundlegendes Prinzip der inneren Regelmäßigkeiten der sozialen Welt. Auf das Kapital ist es zurückzuführen, daß die Wechselspiele des gesellschaftlichen Lebens, insbesondere des Wirtschaftslebens, nicht wie einfache Glücksspiele verlaufen, in denen jederzeit eine Überraschung möglich ist: Beim Roulette z. B. kann in kürzester Zeit ein ganzes Vermögen gewonnen und damit gewissermaßen in einem einzigen Augenblick ein neuer sozialer Status erlangt werden; im nächsten Augenblick kann dieser Gewinn aber bereits wieder aufs Spiel gesetzt und vernichtet werden. Das Roulette entspricht ziemlich genau dem Bild eines Universums vollkommener Konkurrenz und Chancengleichheit, einer Welt ohne Trägheit, ohne Akkumulation und ohne Vererbung von erworbenen Besitztümern und Eigenschaften. Jeder Augenblick wäre dort vollkommen unabhängig von allen vorausgegangenen, jeder Soldat trüge dort den Marschallsstab im Tornister und jeder könnte dort unverzüglich jedes Ziel verwirklichen, so daß jedermann zu jeder Zeit alles werden könnte. Aber die Akkumulation von Kapital, ob nun in objektivierter oder verinnerlichter Form, braucht Zeit. Dem Kapital wohnt eine Überlebenstendenz inne; es kann ebenso Profite produzieren wie sich selbst reproduzieren oder auch wachsen. Das Kapital ist eine der Objektivität der Dinge innewohnende Kraft, die dafür sorgt, daß nicht alles gleich möglich oder gleich unmöglich ist. Die zu einem bestimmten Zeitpunkt gegebene Verteilungsstruktur verschiedener Arten und Unterarten von Kapital entspricht der immanenten Struktur der gesellschaftlichen Welt, d. h. der Gesamtheit der ihr innewohnenden Zwänge, durch die das dauerhafte Funktionieren der gesellschaftlichen Wirklichkeit bestimmt und über die Erfolgschancen der Praxis entschieden wird“
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22. Januar 2012
von Tom Levold
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At last (Etta James – 25.1.1928-20.1.2012
21. Januar 2012
von Tom Levold
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Atmosphärische Intelligenz
Der Organisationspsychologe und Coach Raimund Schöll (Foto links) und der vielen Systemikern durch die Auer & Ohler Heidelberger Kongressbuchhandlung bekannte Philosoph und Linguist Matthias Ohler (Foto rechts, Fotos: www.atmosphaeriker.de) haben eine„Praxisakademie Atmosphären“ gegründet, in denen sie die„Atmosphärologie“ als unsichtbarer Faktor der gelingenden Gestaltung zwischenmenschlicher Atmosphären pflegen. Auf ihrer website gibt es übrigens einen schönen blog über Alltägliches zu lesen, das athmosphärische Wochenbuch. Ebenfalls auf der website findet sich auch ein Artikel von Raimund Schöll über
die Atmosphärische Intelligenz in Organisationen:„Der Artikel richtet sich an Manager, Führungskräfte und Berater und postuliert ergänzend zum Diskurs um die allseits bekannte emotionale Intelligenz die atmosphärische Intelligenz. Gefühle, Stimmungen und Atmosphären stellen einen eigenen Phänomenbereich in Unternehmen dar und bestimmen den Unternehmenserfolg wesentlich mit. Teils deskriptiv, teils metaphorisch werden fünf in Organisationen anzutreffende Atmosphären (aufgekratzt-nervös; kämpferisch-hitzig; niedergeschlagen-ohnmächtig; freundlich-gelassen; kühl-distanziert) vorgestellt. Anschließend wird ein vorläufiges Bild atmosphärischer Intelligenz entworfen“
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20. Januar 2012
von Tom Levold
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Bindung im Kindesalter. Diagnostik und Interventionen
Henri Julius, Barbara Gasteiger-Klicpera und Rüdiger Kißgen haben 2009 im Hogrefe-Verlag einen Sammelband mit konzeptuellen, diagnostischen und therapeutisch-pädagogischen Texten zum Thema Bindung im Kindesalter herausgegeben, den Kai Brüggemann rezensiert hat. Er schreibt:„Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die einführenden Kapitel im Abschnitt Grundlagen es einer großen Leserschaft ermöglichen, sich mit der Bindungstheorie vertraut zu machen. Für Praktikerinnen und Praktiker aus den Bereichen der frühen Kindheit bis hin zum Jugendalter stellen die Längsschnittbefunde sowie die Darstellungen zu desorganisierten Bindungsmodellen eine wichtige Orientierung dar. Das inzwischen breiter gewordene Spektrum an Verfahren zur Bindungsdiagnostik wird im Abschnitt Diagnostik differenziert dargestellt. Insbesondere die Beiträge im Abschnitt Interventionen vermitteln ein reichhaltiges klinisches und pädagogisches Anwendungswissen in den jeweiligen Praxisfeldern der Jugendhilfe und der Förderpädagogik. Somit kommen die Autorinnen und Autoren dem Ziel des Buches, die praktische Bedeutung von Bowlbys Bindungstheorie aufzuzeigen, in sehr gelungener Weise nach“
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19. Januar 2012
von Tom Levold
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Psychologische und therapeutische Arbeit mit Menschen zwischen Krise und Trauma

Im Online-„Journal für Psychologie“ ist die Ausgabe 3 (2011) dem Thema Trauma gewidmet. Verantwortlich für diese Ausgabe zeichnen Andrea Birbaumer und Theresia Gabriel, die in ihrem Editorial vermerken:„Trauma und Traumatisierung haben als Begriffe Eingang in die Umgangssprache gefunden. Betroffene finden heute ein – diese gesellschaftliche Akzeptanz widerspiegelnd- breites, oft nicht nur für KlientInnen unüberschaubares Behandlungs- und Therapie-Angebot vor. Dennoch werden immer noch zu viele Betroffene in ihrer Traumatisierung nicht erkannt und/oder nicht adäquat behandelt. Wie jede Diagnostik birgt diese auch im Fall einer Traumatisierung nicht nur die Chance auf passende hilfreiche Angebote sondern auch individualisierende Stigmatisierung, Genesung absprechende Etikettierung, Ressourcen aus dem Blick verlierende Viktimisierung und eventuell sogar Retraumatisierung. Nicht alle Personen, die ein sogenanntes traumatisches Ereignis erleben, erleiden eine Traumatisierung. Gleichzeitig können verschiedenste Belastungen bzw. Krisen für Betroffene traumatisierend wirken. Die Genese von Traumen spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, ebenso die Diagnose, ob es sich um eine Akutbelastung, eine einmalige Traumatisierung oder mehrere voneinander unabhängige Hochstress-Erfahrungen, sequenzielle Traumatisierung mit Beginn in der Kindheit oder später oder eine Chronifizierung von Folgeerkrankungen nach Traumatisierung handelt“. Die 16 Beiträge des Journals befassen sich unter anderem mit„Erklärungsmodellen zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Posttraumatischen Belastungsstörung“,„Trauma und posttraumatische Belastungsstörung unter kulturtheoretischer Betrachtung“,„Reflexionen zu Traumatisierungen und ihren Kontexten“,„Traumatherapie zwischen Widerstand und Anpassung“,„Gesundheitspsychologische Aspekte von Krisen und Traumatisierungen am Beispiel Jugendlicher am Rande der Gesellschaft“,„Krisenintervention“,„Entlastungsgesprächen unter KollegInnen nach kritischen Ereignissen“ u.a.
Zur aktuellen Ausgabe
18. Januar 2012
von Tom Levold
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„Anfälle“

An der Schnittstelle zwischen Neurologie und Psychotherapie bewegt sich das Themenheft 4/2011 der Zeitschrift„Psychotherapie im Dialog“, diesmal inhaltlich verantwortet von Michael Brünger vom Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie und Michael Broda. Es geht um das Thema„Anfälle“, also Epilepsie, dissoziative Anfälle und die damit verbundenen medizinischen, psychotherapeutischen und rehabilitativen Fragestellungen. Damit auch die Leserschaft nicht anfallfrei bleibt, gibt es auch in dieser Ausgabe wieder zwei vom Printartikel abgeschnittene Literaturverzeichnisse nur im Internet herunterzuladen, natürlich ohne Hinweis auf den dazugehörigen Artikel, dafür mit aussagekräftigen Titeln wie„literatur805.pdf“. Am besten ausdrucken und ins Heft kleben!
Zu den vollständigen abstracts
17. Januar 2012
von Tom Levold
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Interview mit Nora Bateson
Zum vollständigen Interview…
16. Januar 2012
von Tom Levold
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Selbstorganisation von Wissenschaft
„Wissenschaft ist in ihren verschiedenen Ausprägungen ein sich selbst organisierendes System: Sowohl die Entwicklung zu Einzelwissenschaften als auch der Wissenschaftsbetrieb als solcher beruhen auf Selbstorganisationsprozessen und entwickeln Eigendynamiken. Diese sind in entsprechenden Musterbildungsprozessen erkennbar. Sie sollen auf der Tagung aus dem Blickwinkel einzelner Akteure des Wissenschaftsbetriebs und aus der Perspektive verschiedener Wissenschaftstraditionen historisch und systematisch betrachtet und analysiert werden“. Unter dieser Programmatik stand die 16. Herbstakademie, die im Oktober 2010 von Ewald Johannes Brunner, Karsten Kenklies und Wolfgang Tschacher an der Universität Jena ausgerichtet wurde und in der mittlerweile eindrucksvollen Tradition vieler Herbstakademien steht, die sich mit dem Thema der Selbstorganisation befassen. Claudia Bergomi, Psychologin und wissenschaftliche Assistentin an der Abteilung für Psychotherapie der Universität Bern, hat den von den Veranstaltern bei IKS Garamond herausgegebenen Tagungsband für systemagazin ausführlich rezensiert. Ihr Resüme:„Den Herausgebern gelingt es, in dem Buch interessante und vielfältige Beiträge zu der Frage zu vereinen, wie die Selbstorganisationstheorie und die Strukturwissenschaften (Mathematik, Systemtheorie, Kybernetik) bei der Beschreibung des Phänomens Wissenschaft angewandt werden können: Wie können Dynamiken in den Geistes- und den Naturwissenschaften beschrieben werden? Lässt sich, so die Hoffnung vieler der Autoren, eine Brücke zwischen diesen beiden Hauptströmungen in den Wissenschaften schlagen? Einerseits wird die Möglichkeit einer solchen Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften durch die Buchbeiträge deutlich spürbar, andererseits lassen diese zwei grundsätzlich unterschiedliche Haupttendenzen erkennen, die den zwei Hauptdisziplinen entsprechen: Manche Autoren stützen ihre Arbeit hauptsächlich auf die Luhmannsche Systemtheorie, andere hingegen auf die Synergetik. Insgesamt bietet das Buch durch Beiträge national und international renommierter Wissenschaftler eine spannende Auseinandersetzung mit dem Thema, wie systemtheoretische Ansätze für die Beschreibung und Erläuterung des Systems Wissenschaft von Nutzen sein können“
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15. Januar 2012
von Tom Levold
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Paolo Bertrando im Interview mit Mark Rivett
14. Januar 2012
von Tom Levold
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Sachliche Romanze
Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.
Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.
Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.
(Erich Kästner)


