10. Juli 2012
von Tom Levold
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9. Juli 2012
von Tom Levold
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Neuauflage des Lehrbuches von Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer
12 Jahre nach dem Erscheinen des„Lehrbuchs der systemischen Therapie und Beratung“ von Arist von Schlippe und Jochen Schweitzer ist jetzt eine grundlegend überarbeite Neufassung im schönen Hardcover-Einband erschienen. 10 von 22 Kapiteln wurden dabei neu geschrieben. Zu ihrer Konzeption und Vorgehensweise haben die Autoren ein Interview gegeben, dass
hier zu lesen ist
8. Juli 2012
von Tom Levold
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Mediationsgesetz – Freiraum oder Begrenzung

Nachdem es Streit in der Politik um das neue Mediationsgesetz gab, hat der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat am 27.06.2012 einen Kompromiss im Streit um dessen Novellierung erzielt. Der Einigungsvorschlag stellt klar, dass auch weiterhin die gerichtsinterne Streitschlichtung durch einen Güterichter möglich ist. Die Bezeichnung Mediator soll künftig allerdings außergerichtlichen Streitschlichtern vorbehalten bleiben. Der Bundestag hat einen Tag darauf diese Beschlussempfehlung angenommen, der Bundesrat auf einen Einspruch gegen das vom Bundestag beschlossene Mediationsgesetz verzichtet. Die aktuelle Ausgabe der„Konfliktdynamik“ ist diesem Mediationsgesetz gewidmet. Herausgeber Markus Troja schreibt in seinem Editorial:„Die Diskussion darum erinnert an das Psychotherapeutengesetz von 1999. Dort gab es die Kritik, dass kreative therapeutische Ansätze außen vor bleiben, wenn sie als nicht wissenschaftlich fundiert eingestuft werden. Die Therapie hat aber eine Aufwertung erfahren, weil mit dem Gesetz ein geschütztes Berufsbild geschaffen worden ist. Das Mediationsgesetz tut das nicht. Mediation bleibt danach »nur« ein Verfahren und der Mediator eine Rolle. Das Gesetz trägt mit seinen Rechten und Pflichten für Mediatorinnen und Mediatoren dennoch zur notwenigen gesellschaftlichen Akzeptanz und zum sicheren Rahmen für eine weitere Professionalisierung der Mediation bei. Auch die Ansätze, die sich nicht an dem Gesetz orientieren, dürfen sich weiter Mediation nennen. Die Vermittler müssen lediglich auf den Titel »zertifizierter« Mediator verzichten. Freiraum bleibt also auch“ Ob die Psychotherapeuten hier wirklich ein gutes Vorbild für die Mediation abgeben, sei hier mal dahingestellt. Jedenfalls werden einige relevante Hintergründe zum Gesetz in der aktuellen Ausgabe der Konfliktdynamik erörtert,
zu den vollständigen abstracts geht es hier
7. Juli 2012
von Tom Levold
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Nerven bewahren
Im Frühjahr gab es im systemagazin einen Vorabdruck von Andreas Manteufels„Nerven bewahren. Alltag in der Akutpsychiatrie. Aus dem Sudelheft eines Psychologen“ zu lesen, heute gibt es noch zwei Rezension von Martin Rufer aus Bern und Cornelia Tsirigotis aus Frankfurt dazu, die beide die Lektüre empfehlen. Martin Rufer:„Das Realistische ist das Spektakuläre, wie einer meiner Kollegen mit langjähriger Erfahrung in der Psychiatrie einmal gesagt hat. Dies gilt im Besonderen auch für dieses Buch, denn wie der Autor selber schreibt: Das Feld der Psychotherapie ist immer noch durch so manchen Kult um sogenannte grosse Meister und Interventions-Trickkisten verdorben. Wir sind normale Menschen, die ihren Job machen mal besser mal schlechter (S.178). Irren ist menschlich so hiess das legendäre Lehrbuch der Psychiatrie von Klaus Dörner und Ursula Plog. Das vorliegende kleine Bändchen ist auch heute noch, 35 Jahre später, der schlichte, humorvolle, v.a. aber klientenorientierte Beweis dafür“
Zu den vollständigen Rezensionen
6. Juli 2012
von Tom Levold
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Interfaces – Inter-Faces
Alles was Kommunikation und Kontakt ist, vermittelt sich über Austauschoberflächen, heutzutage auch Interfaces genannt. Das gilt für menschliche Körper, für soziale Systeme wie Organisationen, für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und alle anderen möglichen technischen udn sozialen Austauschprozesse. Dieses Thema wird im aktuellen Heft der revue für postheroisches Management von den unterschiedlichsten Seiten her ausgeleuchtet, und das wie immer auf eine ästhetisch ebenso perfekte wie vergnügliche Weise. Auch die Portrait-Fotografie handelt im Grunde von Inter-Faces, wobei sich die Frage stellt, was ist dahinter, wo fängt das Interface an, wo hört es auf. Julius von Bismarck ist der Künstler in Residenz für dieses Heft, er spielt mit den Gesichtern u.a. aus der„revue“-Mannschaft, die er durch schwarze Schminke eingefärbt hat, u.a. auch Fritz B. Simon („Schwarzfahren in Berlin“) – eindrucksvoll. Wer in die aktuelle revue hineinlesen will, kann das hier tun.
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5. Juli 2012
von Tom Levold
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Ingeborg Rücker-Embden-Jonasch (5.7.1942-19.11.2000)
Heute wäre Ingeborg Rücker-Embden-Jonasch 70 Jahre alt geworden, eine Pionierin der Familientherapie und systemischen Therapie in Deutschland. Ihre Ausbildung machte sie in den USA und in Kanada in den frühen 70er Jahren und gehörte dann, nach einer kurzen Phase der Zusammenarbeit mit Horst Eberhard Richter in Gießen, zu den Gründungsmitgliedern der Heidelberger Gruppe um Helm Stierlin. Sie gehörte gemeinsam mit Rosmarie Welter-Enderlin, Marianne Krüll, Dagmar Hosenmann und Andrea Ebbecke-Nohlen zu den wenigen, die das Gender-Thema hierzulande in den systemischen Diskurs eingebracht haben. Das von ihr mit Andrea Ebbecke-Nohlen herausgebrachte Buch Balance-Akte über Familientherapie und Geschlechterrollen ist mittlerweile in einer Online-Ausgabe beim Carl-Auer-Verlag erhältlich.
Die Einleitung als PDF ist hier zu lesen
4. Juli 2012
von Tom Levold
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MICHAEL WHITE’S NARRATIVE THERAPY
Springerlink gibt für kurze Zeit einen Artikel des englischen systemischen Therapeuten Alan Carr frei, der 1998 in„Contemporary Family Therapy“ über den Ansatz narrativer Therapie von Michael White erschienen ist:„A systematized description of a number of practices central to Michael Whites‘ narrative approach to therapy is given. These include collaborative positioning of the therapist, externalizing the problem, excavating unique outcomes, thickening the new plot, and linking the new plot to the past and the future. The practices of remembering and incorporation, using literary means to achieve therapeutic ends, and facilitating taking-it-back practices are also described. A number of questions are given which may be useful for those concerned with narrative therapy to address“. Unklar ist, wie lange der Artikel frei zugänglich ist.
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3. Juli 2012
von Tom Levold
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Family Process 2012

Nachdem Evan Imber-Black von 2004 bis 2012 als Herausgeberin die Geschicke der Family Process gesteuert hat, hat sie nun das Herausgeber-Szepter an Jay L. Lebow übergeben. Lebow ist Professor für klinische Psychologie an der Northwestern University in Evanston, Illinois (nördlich von Chicago) und hat eine Reihe klinischer Lehrbücher verfasst, die in Deutschland allerdings nicht so bekannt sein dürften wie die Bücher seiner Vorgängerin, von denen die meisten bei Carl Auer auf Deutsch erhältlich sind. In seinem ersten Editorial für Family Process verspricht Lebow, mit der Zeitschrift Gegenakzente gegen die zunehmende Tendenz zur Medikalisierung komplexer Lebensprobleme zu setzen und reduktionistischen Versuchen rein neurologischer Erklärungen und pharmakologischer Lösungen zu widerstehen:„The great task to my mind for this and the next generation of family therapists and family scientists is to elaborate and agree about what constitute the core pillars of knowledge about families, the core methods of practice, the common elements that transcend all methods of practice, and the adaptations needed with these methods in different contexts (most especially, different cultures), and how to train students in these skills. Some bemoan this as a less exciting time in the field; that’s, I think, in the eye of the observer. If you are innately a pioneer, you may want to move to some new endeavor; but for most of us I think this a very important time for what more than ever is a vitally important field of endeavor. We possess a truth, the vital importance of relational systems, still largely ignored by many in the mental health field, in social science, and among policy makers. Further, there have recently arisen new constraints to the dissemination of this understanding and programs based on itmost especially the decreasing budgets available for programs and the recent reemergence of the medical model of mental health, neurological explanation, and psychopharmacological solutions to complex human issues in living. I don’t see any need at this point to save us from respectability in the way that Jay Haley (1969) warned about in his final essay as editor of Family Process, assuming respectability means a profession that establishes a body of what is known, practices its best methods, interfaces with other related disciplines, and is highly regarded. I might add that we do need, with Haley, to remain aware of the risks that come with the temptations of such respectability. We must honor the core of family systems theory on which our work is based and beware the enticements that move us away from a focus on the family system, be they the lure of more easily available grant money about individual or biological aspects of problems in a society that undervalues family research, or the stresses and strains on the family therapist in terms of reimbursement and the need to practice at inconvenient hours to see families in today’s world“ Dass Lebow dies gelingen möge, ist zu hoffen.
Zu den vollständigen abstracts des ersten Heftes 2012
2. Juli 2012
von Tom Levold
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Hello World
29. Juni 2012
von Tom Levold
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Reinald Grebe: Brandenburg
28. Juni 2012
von Tom Levold
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Einladung zur DGSF-Jahrestagung 2012 in Freiburg vom 3.-6.10.212: Dialog der Kulturen – Kulturen des Dialogs
Im Juni 2011 trafen sich in Freiburg zum wiederholten Mal AusbildungsleiterInnen aus fünf Kontinenten. Die Gruppe arbeitet seit Jahren zusammen an der Entwicklung kultur- und kontextsensitiver Therapie- und Beratungs- weiterbildungen, die an ganz unterschiedlichen Orten der Welt umgesetzt werden, in Peking, Shanghai, Laos, Kambodscha, Isfahan und Uganda. Dies ist Ausdruck einer zunehmenden weltweiten Vernetzung. Die hohe Mobilität, die modernen Kommunikationsmittel und die zunehmende Migration führen zu einer stärkeren Begegnung unterschiedlicher Kulturen. Einheitliche, geschlossene Kulturräume lösen sich auf, neue Begriffe wie Transkulturalität und hybride Identitäten beschreiben diese Entwicklungen. Sie bringen Chancen und Herausforderungen mit sich, auch im beraterischen und therapeutischen Alltag. Kultursensibilität, die Bereitschaft, den Anderen vor dem Hintergrund seiner kulturellen Unterschiedlichkeit zu verstehen und den eigenen Standpunkt zu relativieren, ist eine Grundvoraussetzung für Systemische Therapie und Beratung. Daran schließen sich viele interessante Fragen an: Welche Bedeutung hat eigentlich Kultur im systemischen Kontext? Wie gut verstehen wir die anderen und was können wir von ihnen lernen? Warum gibt es noch so wenige systemische TherapeutInnen mit Migrationshintergrund, und was würde sich ändern, wenn es mehr gäbe? Wir wollen auch den Dialog zwischen den unterschiedlichen therapeutischen Weltanschauungen beleben. Können wir auch hier etwas von anderen lernen? Für einen anregenden Dialog haben wir körpertherapeutische Konzepte und psychoanalytische Mentalisierungskonzepte ausgewählt. Über das Leitthema hinaus werden Sie den gewohnten Markt der Möglichkeiten erleben mit Seminaren, Workshops und Symposien sowie berufspolitischen Foren. Ein Highlight ist die geplante Vorstellung des im Auer-Verlag erscheinenden Lehrbuches der Systemischen Therapie und Beratung, das von weit über 40 AutorInnen aus unterschiedlichen Ländern – von denen viele auch als ReferentInnen nach Freiburg kommen werden – unter der Herausgeberschaft von Tom Levold und Michael Wirsching erarbeitet wird.
Wir laden Sie ein, nach Freiburg zu kommen, zu einem anregenden Austausch, zu einem aufregenden Tagungsfest, in eine Stadt, die sich im Herbst besonders attraktiv zeigt.
Programm und nähere Informationen
26. Juni 2012
von Tom Levold
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Coaching in Hochschule und Wissenschaft

Die Zeitschrift„Organisationsberatung Supervision Coaching“ beschäftigt sich in der ersten Ausgabe dieses Jahres mit dem Thema Coaching an Hochschulen, das sich auf ganz unterschiedliche Anforderungen einzustellen hat. Ferdinand Buer bemerkt dazu in seinem Editorial:„Wenn nun geringe Lehrkompetenz und geringe Studierkompetenz zusammen kommen und das bei unterfinanzierten Rahmenbedingungen , dann ist es verständlich, dass die Ergebnisse nicht sonderlich befriedigen können. Hier kommt nun das Coaching ins Spiel. Im kollektiven Bewusstsein ist mit ihm ein bestimmtes Versprechen verbunden: Durch Coaching kann eine bestimmte Person ihre Leistungsfähigkeit auf einem bestimmten Gebiet so steigern, dass sie ihre Aufgabe gut, wenn nicht sogar exzellent bewältigen kann. Da es nun bisher an den Hochschulen an Grundausbildungen für Hochschullehrer/innen in Lehre und Management, für Nachwuchswissenschaftler/innen in Wissenschaftsherstellungskompetenz, für Studierende in Lernkompetenz nach wie vor mangelt, muss das alles on the job nachgeholt werden. Das führt an jeder Hochschule zu einer anderen bunten Wiese von Angeboten mit ganz unterschiedlichen Sprösslingen. Coaching ist heutzutage jedoch mit Garantie immer dabei“. Die vollständigen abstracts dieser bunten Wiese
finden Sie hier
25. Juni 2012
von Tom Levold
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SKEPSIS ALS METHODE
Stephan Hametner (Foto: Systemische Notizen) ist Musikpädagoge, Radiomoderator und Seminarleiter in der Erwachsenen- und Lehrerfortbildung und unterrichtet Psychologie, Philosophie und Pädagogik. In einem Artikel für die„Systemischen Notizen“ 1/2005 der Wiener„Lehranstalt für systemische Familientherapie“ hat er die„Antiken Zweifler [einem] Vergleich mit dem systemisch-konstruktivistischen Paradigma“ unterzogen:„Die konstruktivistische Wende ist mit Namen wie Heinz von Foerster, Ernst von Glasersfeld, Humberto Maturana, Ernesto Varela, Gregory Bateson oder Paul Watzlawick verbunden. Bei genauerer Lektüre der Philosophiegeschichte ist mir aufgefallen, dass schon lange vor den genannten Autoren in der griechischen Antike nämlich Ansätze für eine konstruktivistische Weltsicht vorhanden waren. Dieser philosophische Zugang wird im Allgemeinen auch als Skepsis bezeichnet. Das griechische Wort sképtomai bedeutet soviel wie ich blicke prüfend umher. Eine kurze Einführung in diese Welt der antiken Skeptiker samt einem angeschlossenen Vergleich skeptischer Grundannahmen mit denen des systemisch-konstruktivistischen Paradigmas soll der Gegenstand der nun folgenden Zeilen sein“.
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