
Heute feiert Eia Asen seinen 80. Geburtstag – und systemagazin gratuliert von Herzen. Das Werk von Eia Asen markiert eine einflussreiche und zugleich eine der eigenständigsten Karrieren innerhalb der systemischen Familientherapie der letzten Jahrzehnte, die sich durch die seltene Kombination von klinischer Präzision, theoretischer Neugier und einer fast spielerischen Fähigkeit, komplexe Konzepte in konkrete, alltagstaugliche Praxisformate zu übersetzen, auszeichnet.
Eia (Karl-Michael) Asen, geboren am 13.8.1946, wuchs in Berlin auf, wo er auch Medizin studierte, bevor er in den frühen 1970er Jahren nach Großbritannien ging und seine psychiatrische Ausbildung am Maudsley Hospital in London begann. Über vier Jahrzehnte war er als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie im britischen National Health Service tätig, zuletzt als Consultant Psychiatrist am Maudsley Hospital bis 2002 und als Senior Lecturer am Institute of Psychiatry.
Den Kern seiner klinischen Laufbahn bildete der Marlborough Family Service in London, den Asen von 1979 bis 2013 als klinischer Leiter prägte – eine gemeindenahe, systemisch orientierte Einrichtung für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie mitten im Zentrum Londons. Hier konnte er seine besondere Begabung nachhaltig fruchtbar machen: die Übersetzung theoretischer Konzepte in praktikable, institutionell tragfähige Formate. Bereits 1982 beschrieb Asen mit der „Day Unit for Families“ ein Setting, das familientherapeutische Arbeit in den Alltag einer tagesklinischen Struktur einbettete – ein früher Beleg für seine Fähigkeit, systemisches Denken in ein praktisch-organisatorisches Handlungsprogramm umzusetzen.
In einem Interview mit Tom Hegemann aus dem Jahre 2009 beschrieb er als einen zentralen Ausgangspunkt für die Entwicklung des Marlborough Family Service die Erkenntnis des damaligen Teams, dass die Einrichtung anfangs ausschließlich weißes, mittelschichtsorientiertes Personal beschäftigte, das sich selbst zwar als liberal in Haltung und Praxis wahrnahm, ohne zu bemerken, dass die eigenen Konzepte und Ansätze ausgesprochen eurozentrisch waren und dadurch Klientinnen und Klienten aus anderen Kulturen sowie deren Wertesysteme und Praktiken faktisch dominierten. Aus dieser Erkenntnis erwuchs als Konsequenz, für das Team aktiv Klinikerinnen und Kliniker aus jenen Kulturen zu rekrutieren, die in den überwiesenen Familien repräsentiert waren, welche weit mehr als die Hälfte der Klientel ausmachten. Asen und seine Kolleginnen konnten Gesundheitspolitiker überzeugen, zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen, um Fachkräfte aus verschiedenen Teilen Asiens und Afrikas einzustellen, mit dem expliziten Auftrag, das bestehende Team in kulturell angemessenen Praktiken zu schulen. Im Gegenzug bildete das etablierte Personal diese neuen Kolleginnen und Kollegen systemisch aus – ein wechselseitiger Lernprozess, der über Jahre zu einem spezialisierten, integrierten Dienst führte.
Dieser Schritt zur Veränderung der Organisation war das Ergebnis eines „antirassistischen Trainings“, in dem Asen und seinen Kollegen z.B. klar wurde, „warum wir bisher keine Mitarbeiter mit einem Minderheitenhintergrund eingestellt hatten, nämlich dass sie nicht die ‚relevanten Qualifikationen‘ hätten. Bis dahin war es uns gar nicht in den Sinn gekommen, dass kulturelle Qualifikationen auch eine hohe Relevanz haben könnten“.
Allerdings macht Asen im Interview auch deutlich, dass das Wort Rassismus für ihn im englischen Kontext eine andere Rolle spielt als er sie im deutschen Sprachgebrauch beobachtet: „Wenn ich in Deutschland mit KollegInnen spreche, dann benutze ich eigentlich nie das Wort ,Rasse’, da es für mich als Deutscher doch zu sehr vorbelastet ist. Hier in Großbritannien allerdings läuft mir das Duo ,race and culture’, das eigentlich bei allen systemischen Ausbildungsprogrammen einen prominenten Platz einnimmt, total lässig vom Mund. Aber ich hätte totale Hemmungen, auf deutsch über ,Rasse und Kultur’ zu sprechen – diese beiden Worte kann man doch eigentlich nicht in einem Atemzug nennen! ‚Race‘ ist im englischen Sprachgebrauch bei den vom Social Constructionism beeinflussten Systemikern in keiner Weise ein biologisch angehauchter Begriff, sondern hat viel gemeinsam mit den Begriffen ‚ethnicity‘ und ‚culture‘. Wenn wir von ,Rasse’ reden, dann meinen wir meist sich selbst definierende (self-identified) Gruppen, mit gemeinsamen beliefs and practices bezüglich Kultur, Geschichte und dominanten Narrativen – von denen einige vielleicht sogar politisch sein mögen.“
Der neu installierte Dienst trug zunächst den Namen „Asian and Arab Family Counselling Service” und wurde später in „Marlborough Cultural Therapy Centre” umbenannt. Damit war die interkulturelle Kompetenz nicht länger ein additives Trainingsmodul, sondern ein fester institutioneller Bestandteil der Klinik. Asen betont, dass zum Zeitpunkt seines Berichts über 50 Prozent der Klientel aus unterschiedlichen Kulturen stammten, was die interkulturelle Arbeitsfähigkeit zur strukturellen Notwendigkeit machte.
In diesem Arbeitskontext entstand das Konzept der Multifamilientherapie, ein Format, das Asen maßgeblich begründet und international verbreitet hat. Asen, der Anfang der 1980er Jahre eine Ausbildung bei Salvador Minuchin in Philadelphia absolviert hatte, war mit der damals vorherrschenden Auffassung von Familientherapie unzufrieden. Die übliche Rollenverteilung bestand darin, dass Familientherapeutinnen und -therapeuten ihre fachliche Expertise nutzten, um Familien bei der Veränderung problematischer Interaktions- und Kommunikationsmuster zu unterstützen, einschließlich der Art, wie sich Familienmitglieder gegenseitig zu Sündenböcken machen. Dabei sitzt der Therapeut in der Regel „am Steuer” – eine Position, die Asen ausdrücklich als oft völlig unangemessen bezeichnet, weil sie auch Familien systematisch daran hindern kann, eigene Lösungen zu finden, sodass die fortgesetzte Verfügbarkeit und Hilfe des Therapeuten selbst zum Problem wird – sie erzeugt wachsende Abhängigkeit von fachlicher Beratung und verstärkt letztlich die erlebte Hilflosigkeit der Familie. Besonders Multiproblemfamilien sind laut Asen häufig zugleich „Multi-Agency-Familien”, da sie eine Vielzahl von Helferinnen und Helfern anziehen, deren widersprüchliche Interventionen zusätzliche Probleme schaffen. Es entsteht ein Muster, bei dem die scheinbare Hilflosigkeit der Familie die beteiligten Fachkräfte gewissermaßen lähmt, sodass sich chronische, festgefahrene Beziehungen zwischen Familie und Helfersystem etablieren (2007).
Aus dieser Diagnose zieht Asen den Schluss, dass Multiproblem- und Multi-Agency-Familien einen umfassenderen Ansatz benötigen, als traditionelle Psychiatrie und klinische Psychologie mit ihren evidenzbasierten – von Asen ironisch als „evidence-b(i)ased” bezeichneten – Verfahren bieten können. Die Multifamilientherapie erscheint ihm als genau dieses fehlende „Extra”, weil sie die Abhängigkeitsdynamik zwischen Experte und Familie durchbricht, indem sie mehrere Familien gemeinsam agieren lässt statt eine einzelne Familie einem einzelnen Experten gegenüberzustellen. Darin liegt Asens Grundüberzeugung, dass Familien am wirksamsten voneinander lernen, statt sich allein auf professionelle Deutungsmacht verlassen zu müssen.
Multifamilientherapie versammelt mehrere Familien gleichzeitig in einem therapeutischen Setting und nutzt die Gruppendynamik zwischen den Familien als Ressource, um Muster sichtbar zu machen, die in der Einzelfamilie oft im blinden Fleck der Familienmitglieder wie der professionellen Beobachter bleiben. Dass Asen dieses Konzept nicht nur für psychiatrische Kontexte, sondern auch für Essstörungen, Psychosen, familiäre Gewalt und multiproblembelastete Familien weiterentwickelte (s.u. die ausgewählten Literaturhinweise), zeigt die Reichweite seines kreativen Zugriffs auf klinische Probleme – gerade in der Arbeit mit einer Klientel, die im herkömmlichen Gesundheitssystem nicht viel Sympathie erfährt und oft stigmatisiert und ausgegrenzt wird.
Gemeinsam mit Michael Scholz brachte er das Konzept auch nach Deutschland. Scholz wurde 1941 in Berlin geboren, studierte Medizin in Sofia und Leipzig und promovierte 1967 an der Universität Leipzig. Bereits in DDR-Zeiten leitete er von 1977 bis 1990 das Forschungsthema „Familiendynamik bei psycho-sozial gestörten Kindern und Jugendlichen” und war 1980 Mitherausgeber des ersten familientherapeutischen Buches der DDR. 1994, kurz nach der Wende, wurde er als Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie an die Technische Universität Dresden berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 2007 die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie leitete. 1995 lernte er auf einer Reise nach London die Konzepte der Multifamilientherapie kennen, die ihn sofort begeisterten. 1998 gründete er in Dresden eine Familientagesklinik für sozial- und emotional gestörte Kinder und deren Eltern, die schnell zu einem richtungsweisenden Prototyp wurde und zahlreiche Kliniker im In- und Ausland zu ähnlichen Projekten inspirierte. Ein Jahr später, 1999, folgte die Einrichtung einer Familientagesklinik für essgestörte Jugendliche.
Gemeinsam mit Asen verfasste Scholz das Standardwerk „Praxis der Multifamilientherapie” (2012), das mehrere Auflagen erfuhr, sowie später das gemeinsam herausgegebene „Handbuch der Multifamilientherapie” im Jahre 2017. Nach seiner Emeritierung gründete er 2011 zusammen mit Maud Rix und Katja Scholz das Multifamilientherapie-Institut Dresden, das bis heute die eine anerkannte Weiterbildung in Multifamilientherapie anbietet. Diese gemeinsame Arbeit hat ganz wesentlich zur Bekanntmachung des Multifamilientherapieansatzes in Deutschland beigetragen, dessen praktische Umsetzung allerdings zwingend an die Verfügbarkeit von entsprechenden Voraussetzungen an Personal, Räumlichkeiten, Zugangsmöglichkeiten usw. gebunden ist.
Eia Asen verbindet eine analytisch geschulte Diagnostik mit einem genuin systemischen, beziehungsorientierten Blick auf psychisches Leiden und einer unglaublichen Begabung, abstrakte therapeutische Prinzipien in zahlreiche, konkrete, oft spielerische Interventionsformate zu übersetzen. Seine Schriften sind voll davon. Ein Beispiel dafür ist die Übung „Eingefrorene Gefühlsstatuen”, bei der Familienmitglieder vertraute Gefühlszustände körperlich darstellen und für eine Minute in dieser Position verharren, um über Rollentausch und Videofeedback neue Perspektiven auf Gewalt- und Liebesdynamiken in der Familie zu entwickeln. In einer von Asen mitentwickelte Reflecting-Team-Praxis bestimmen die Eltern per Fernbedienung selbst, wann eine Videoaufnahme des Teamgesprächs angehalten wird, was die übliche Machtasymmetrie zwischen Experten und Familie in eine aktive, steuernde Rolle der Familie verkehrt. Ich habe Videos gesehen, auf denen Familien lernen, eine Gänseschar in ein Gatter hineinzuführen, was nur möglich ist, wenn sie miteinander kooperieren und aufeinander achten, anstatt sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Mit Pulsfrequenzmessern konnten Familienmitglieder in der Einrichtung im Zuge von Konfliktgesprächen auf angeschlossenen Monitoren sehen, wie ihre Pulsfrequenz auf eine Weise stieg, die mitunter gesundheitsgefährend war – , ohne auf komplexere sprachliche Vermittlung angewiesen zu sein.
Immer wieder geht es Asen dabei darum, theoretische Konzepte – ob psychodynamisch, systemisch oder mentalisierungsbasiert – nicht additiv nebeneinanderzustellen, sondern so zu verdichten, dass mithilfe solcher Interventionen eine unmittelbare Anschlussfähigkeit an das eigene Erleben hergestellt wird und dadurch eine körperlich-spielerische Erfahrung im Therapieraum entsteht, bei der die therapeutische Kommunikation nicht auf Sprache reduziert wird, sondern in einem Multiversum unterschiedlicher Sprachen und Kulturen fruchtbar gemacht werden kann.
Eine zweite große Wendung in Asens Werk vollzog sich in der Begegnung mit Peter Fonagy und dem Konzept der Mentalisierung, das ursprünglich im Einzelsetting für die Arbeit mit sogenannten Borderline-Störungen entwickelt worden war. Asen beschreibt diesen Prozess selbst als allmähliche Aneignung: Er habe „Stücke von MBT“ zunächst in sein eigenes Denken und seine klinische Praxis importiert, bevor er gemeinsam mit Fonagy einen eigenständigen Ansatz entwickelte, den beide als „Mentalization-Informed Systemic Therapy“ (MIST) bezeichneten. Diese Übersetzungsleistung – ein intrapsychisches Konzept systemisch zu reformulieren, ohne es seiner Substanz zu entkleiden – ist erneut ein Beispiel für Asens besondere Kompetenz, Konzepte aus unterschiedlichen Feldern undogmatisch zu verbinden und zu integrieren.
Neben der systemischen Grunderkenntnis, dass emotionale und Verhaltensprobleme relational entstehen, richtet die Mentalisierungsperspektive den Fokus zusätzlich auf die mentalen Zustände jedes einzelnen Familienmitglieds – Gedanken, Gefühle, Wünsche, Überzeugungen – und deren Verknüpfung mit den familiären Beziehungen. Asen und Fonagy postulieren, dass Therapie einen bewussten, konsequenten Fokus auf das Mentalisieren benötigt, um destruktive, nicht-mentalisierende Interaktionszyklen in Familien zu unterbrechen und durch mentalisierende Gespräche zu ersetzen, in denen epistemisches Vertrauen wachsen kann. Diese Arbeit fand ihren vorläufigen Höhepunkt in dem gemeinsam mit Fonagy verfassten Werk „Mentalisieren in der systemischen Praxis“ (2023), das die mentalisierungsinspirierte systemische Therapie als eigenständige, in unterschiedliche theoretische Ausrichtungen integrierbare Verfahrensweise vorstellt. Auch die Anwendung auf familiäre Gewalt, ein Thema, das Asen seit den 1980er Jahren begleitet, wurde in diesem Rahmen neu durchdacht.
Seit 2013 arbeitet Asen am Anna Freud National Centre for Children and Families in London, wo die Zusammenarbeit mit Fonagy institutionell verankert ist, und ist zugleich Visiting Professor am University College London. Er lehrt in ganz Europa, den USA und China, hat für die BBC Fernsehsendungen zur Familientherapie produziert.
Lieber Eia, zum 80. Geburtstag herzlichen Glückwunsch – und herzlichen Dank für dein Werk, das zeigt, wie systemisches Denken beweglich bleiben kann, ohne seine konzeptionelle Substanz zu verlieren, und für deine klinische Neugier, die offenkundig noch längst nicht erschöpft ist. Dass du auch im kommenden Lebensjahr gesund und aktiv bleiben kannst und uns auch in Zukunft mit guten und anregenden Beiträgen begleiten mögest, sei dir von Herzen gewünscht.
Ausgewählte Literatur
K. Eia Asen et al. (1982): A day unit for families. In: Journal of Family Therapy 4(4), S. 345–358.
Eia Asen, Neil Dawson & Brenda McHugh (2001): Multipe Family Therapy: The Marlborough Model. Systemic Thinking & Practice. London/New York (Karnac Books)
Eia Asen (2002): Integrative therapy from a systemic perspective. In: Jeremy Holmes & Anthony Bateman (ed.): Integration in Psychotherapy. Models and Methods. Oxford/New York (Oxford University Press), S. 49–67.
Eia Asen (2004): Collaborating in promiscuous swamps – the systemic practitioner as context chameleon? In: Journal of Family Therapy 26(3), S. 280–285.
Eia Asen (2005): Von Multi-Institutionen-Familien zur Selbsthilfe. In: Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung 23 (3), S. 166–171.
Eia Asen (2006): Kinder und Erwachsene in der Multifamilientherapie. In: Psychotherapie im Dialog 7(1), S. 49–52.
Eia Asen & Heiner Schuff (2006): Psychosis and multiple family group therapy. In: Journal of Family Therapy 28(1), S. 58–72.
Eia Asen (2007): Changing »Multi-Problem Families« – Developing a Multi-Contextual Systemic Approach. In: Social Work & Society, Festschrift Walter Lorenz, S. 1–10.
Eia Asen & Michael Scholz (2008): Multi-Familientherapie in unterschiedlichen Kontexten. In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 27 (5), S. 362–380.
Eia Asen (2009): Multifamilientherapie. In: Familiendynamik 34 (3), S. 228–235.
Eia Asen & Thomas Hegemann (2009): Eia Asen im Gespräch mit Thomas Hegemann: Interkulturelle Entwicklung des Systemischen Feldes. Vergleiche zwischen England und Deutschland. In: Zeitschrift für Systemische Therapie und Beratung 27 (2), S. 74–79. https://www.systemagazin.de/beitraege/interviews/ZSTB-2_09S.74-79.pdf
Eia Asen & Peter Fonagy (2010): Mentalisierungsbasierte Familientherapie. In: Psychotherapie im Dialog 11 (3), S. 239–243.
Eia Asen (2011): Systemische Arbeit mit »Gewaltfamilien«: Wenn Familien sich gegenseitig helfen. In: Ulrike Borst & Andrea Lanfranchi (Hrsg.): Liebe und Gewalt in nahen Beziehungen. Heidelberg (Carl–Auer), S. 151–163.
Eia Asen & Michael Scholz (2012): Praxis der Multifamilientherapie. 2. Aufl. Heidelberg (Carl–Auer)
Eia Asen (2013): Was bedeutet Depression aus systemischer Sicht? Depressives Verhalten als interaktionelles Phänomen. In: PiD – Psychotherapie im Dialog 14 (3), S. 30-33.
Eia Asen (2014): Multifamilientherapie. In: Tom Levold & Michael Wirsching (Hrsg.): Systemische Therapie und Beratung. Das große Lehrbuch. Heidelberg (Carl-Auer), S. 197-202.
Eia Asen & Peter Fonagy (2014): Mentalisierungsbasierte therapeutische Interventionen für Familien. In: Familiendynamik 39 (3), S. 234-249.
Eia Asen & Peter Fonagy (2017): Mentalizing Family Violence Part 1: Conceptual Framework. In: Family Process 56 (1), S. 6-21.
Eia Asen & Peter Fonagy (2017): Mentalizing Family Violence Part 2: Techniques and Interventions. In: Family Process 56 (1), S. 22-44.
Eia Asen & Michael Scholz (Hrsg.) (2017): Handbuch der Multifamilientherapie. Heidelberg (Carl-Auer)
Eia Asen (2021): Mehrfamilienarbeit mit Familiennetzwerken. In: Christoph Klein & Ben Furman (Hrsg.): Die Kraft des Miteinander. Innovative Methoden der Netzwerk- und Gemeinschaftsarbeit in Familien, Therapie, Schule und Beratung. Heidelberg (Carl-Auer), S. 132-148.
Eia Asen (2021): Mentalisierungs-informierte Systemische Therapie und ihre Evidenzbasis. In: Kontext 52 (1), S. 7-20.
Eia Asen & Peter Fonagy (2023): Mentalisieren in der systemischen Praxis. Eine Einführung in die mentalisierungsinspirierte systemische Therapie. Heidelberg (Carl-Auer)
Eia Asen, Sabine Dittrich & Barbara Bräutigam (2023): »Und das Schönste für mich ist es immer, wenn Leute es anders machen, als wir es ihnen gepredigt haben«. Eia Asen im Gespräch mit Sabine Dittrich und Barbara Bräutigam. In: Kontext 54 (04), S. 330-341.
Michael Scholz & Eia Asen (2001): Multiple Family Therapy with eating disordered adolescents: Concepts and preliminary results. In: European Eating Disorders Review 9(1), S. 33–42.
Lieber Eia,
einen großen Glückwunsch zu diesem stolzen Datum. Wir haben ja nicht viele Berührungspunkte, aber ich fühle mich Dir sehr herzlich verbunden.
Auf ein gesegnetes und gesundes neues Jahrzehnt!
Dein
Arist
Lieber Eia,
ganz großen Glückwunsch zu deinem 80. Geburtstag, verbunden mit dem Wunsch, dass du auch weiterhin so kreativ und einfallsreich das systemtherapeutische Arbeiten bereicherst! Wir haben uns in den 90er Jahren auf einem kleinen, von mir organisierten Arbeitstreffen in den damals neuen Bundesländern kennengelernt. Du hast über deine tagesklinische Arbeit berichtet und mit deinen Ideen die Vertreter der deutschen universitären Kinder- und Jugendpsychiatrie ziemlich verstört. In der Folgezeit habe ich die viel zu seltenen Begegnungen mit dir immer sehr genossen – zumal wir uns auch wunderbar über Gesang und die Oper austauschen konnten.
Ich wünsch dir einen schönen Geburtstag und im kommenden Lebensjahrzehnt weiterhin so viel Elan für deine wunderbare Verbindung von engagiertem, ernsthaftem Engagement mit verschmitztem Spaß und Deiner Offenheit für neue Ideen.
Herzlichst
Wilhelm
Lieber Eia,
ich gratuliere Dir herzlich zum runden Geburtstag, den Tom zum Anlass genommen, Dein berufliches und persönliches Engagement ausführlich darzustellen und zu würdigen. Wir sind uns zweimal auf Wokshops in Heidelberg und Ludwigshafen begegnet, einen Besuch in London musste ich leider krankheitsbedingt absagen. Du zeigst mit Deiner Art des Wirkens, dass Konzept und Person untrennbar verbunden sind, einhergehend mit einer Haltung des Respekts, die ebenso provokant anmutende Kommentare beinhaltet. Als Berliner Kind bist Du dafür besonders prädestiniert. Deine Pionierarbeit in der jahrelangen Entwicklung der Multi Familien Therapie zu einem Ansatz, der in verschiedensten psychosozialen Arbeitsfeldern zur Anwendung gebracht werden kann, kann garnicht genug bzw. angemessen gewürdigt werden. Du bist ein im bestem Sinne unruhiger Geist mit einem grossen Herz und scharfem Verstand. Beeindruckt haben mich auch deine Reflexionen zur Entwicklung eures Teams im Marlborough Cultural Therapy Centre. Sie sind für mich ein Beispiel von Beobachtungen II. Ordnung, die im besten Fall einen Unterschied machen hin zu neuen Blicken auf sich selbst und die Kontexte, die (mit)wirken. Mit Dankbarkeit und einem Augenzwinkern wünsche ich Dir einen tollen Festtag und grüße Dich herzlich, Andreas Wahlster