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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Ängste bei Kindern und Jugendlichen aus funktionaler Perspektive

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In den Systemischen Notizen 3/2019 beschäftigt sich Linda Seiwald, Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin (SF) und Sporttherapeutin aus Linz in Österreich mit Angststörungen aus einer systemtheoretischen Perspektive. In der Zusammenfassung heißt es: „Richtet man den Blick auf verschiedene Formen von Angst, lassen sich hierzu verschiedene Funktionen ableiten. So ermöglicht etwa die Panikattacke dem psychischen System durch die fremdreferenzielle Beschäftigung mit dem Körper, ihre Grenzen zu stabilisieren und die selbstreferenzielle Krise zu überwinden. Der generellen Angststörung kann die Funktion zugeschrieben werden, dass ein Nicht-Fokussieren und der Verzicht auf thematische Substitutionen weniger Angst macht, als das Konkretisieren von ängstlichen Situationen. Bei Kinder und Jugendlichen kann Angst als Signal für anstehende Entwicklungsprozesse betrachtet werden. Geht man davon aus, dass ein Entwicklungsschritt des Kindes oder Jugendlichen ein koevoluativer Prozess mit den Bezugspersonen ist, sind Verbundenheit und zugestandene Autonomie in familiären und individuellen Entwicklungsprozessen wechselseitige Faktoren. Ein soziales System wird sich nur dann erhalten, wenn es sich in einem Spannungsfeld von Bewahrung und Veränderung gründet. Dies erfordert mitunter eine Veränderung von Rollen, Regeln und Umgangsformen etc. Angststörung kann ein Ausdruck eines „Reformstaus“ sein. Eine weitere Funktion von Angst ist die der Beziehungsregulierung, dabei kann Angst sowohl Nähe als auch Distanz erschaffen.“ Der vollständige Text kann hier gelesen und heruntergeladen werden…

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