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Online-Journal für systemische Entwicklungen

Prekär und ohne Hoffnung? Systemisch beraten trotz eingeschränkter Handlungsspielräume

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Datum/Zeit
Date(s) - 20.03.20 - 21.03.20
9:30 - 18:00

Veranstaltungsort
StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung, Supervision und Systemisches Coaching e.V.

Kategorien





Prekäre Lebenslagen, die von Armut, psychischen Belastungen, Ausgrenzung und mangelnden Teilhabechancen geprägt sind, bilden einen besonderen Kontext für Menschen. In der beraterischen und therapeutischen Begegnung stößt die systemische Lösungs- und Ressourcenorientierung häufig an Grenzen, wenn Menschen durch diese Faktoren geprägt sind. Das Seminar möchte die Herausforderungen für Beratung und Therapie im Hinblick auf diese von Armut geprägten Kontextbedingungen sowie daraus resultierende Handlungsansätze aufzeigen.

Die Würdigung der Lebenssituation, eine haltende Begleitung bei Trauer und Schamerleben und die Gestaltung eines hilfreichen Arbeitssettings bieten dabei wichtige Arbeitsansätze, um Men- schen dabei zu unterstützen, sich selber als handelnde Person zu erleben.

Zum Inhalt des Seminars:

  • Kontexterörterung prekärer, armutsbeeinflusster Lebenslagen unter Einbezug sozialpolitischer Perspektiven
  • Familiäre Dynamiken in prekären Lebenslagen
  • Scham-/ Schuld-Dynamiken in Systemen
  • Trauer als Verarbeitungsdynamik / Lebenskrisen
  • (Lösungsorientierte) Beratungsansätze: Grenzen und Chancen
  • Ansätze für Stabilisierung und Ressourcenaktivierung in

    Begleitung und Beratung

  • Eine Frage der Haltung: zwischen Würdigung und der

    Erschaffung von Möglichkeitsräumen

  • Eine Frage der Herkunft: Eigene biografische Chancen und
  • Grenzen für hilfreiche Beziehungsangebote in der Beratung im Kontext prekärer Lebenslagen.

Kurzvorträge, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Diskussion.
Sie erhalten Handouts und anschließend eine Fotodokumentation

Tanja Kuhnert / Diplom Sozialarbeitern, M. A. Gesundheits- und Sozialmanage- ment, Systemische Beraterin (DGSF/SG/DGfB), Systemische (Familien-) Therapeutin (DGSF/SG), Lehrende für Systemische Beratung und Therapie (DGSF), Traumathe- rapeutin (PiTT), Traumafachberaterin (DeGPT), Supervisorin (DGSF) und Coachin (DGSF). Lehrende für Supervision und Coaching (DGSF), tätig in eigener Praxis in Köln: www.loesungsraum-koeln.de. Gründerin der DGSF Fachgruppe Armut – Würde – Gerechtigkeit, im Auftrag der DGSF e.V., Delegierte in der Nationalen Armutskon- ferenz, Mitglied des Vorstandes der DGSF e.V. / Buchpublikationen / Kuhnert, T. (2017). Leben in Harz IV – Armut und Menschenwürde. Göttingen: Vandenhoeck und Rupprecht. / Herchenhan, M., Kruse, M., Kuhnert, T. (2016). Menschen im Hartz IV-Bezug Psychosoziale Auswirkungen und Handlungsansätze für systemische Begleitung und Beratung. Zugriff unter https://www.dgsf.org/service/wissensportal/ menschen-im-hartz-iv-bezug / Kuhnert, T., Stoll, K. (2014). In Würde leben – Lebens- wirklichkeiten für Menschen im Hartz IV-Bezug. Auswirkungen und Konsequenzen für Familien. Kontext – Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie, 45 (4), 441–447.

Zielgruppe / alle psychosozialen Berufe

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